Kärntner Straße

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Kärntner Straße

Wien 01 Kärntner Straße a.jpg

Benennung 1257
Benannt nach Hauptstraße nach Kärnten
Straßenlänge 949,67 Meter [1]
Gehzeit 11,5 Minuten
Vorherige Bezeichnungen Strata Kraithianorum, Chernerstraz

Namensgebung und Geschichte

Die Kärntnerstraße gehört nicht zum ältesten Kern Wiens, sie ist erst gegen Ende des 12 .Jahrhunderts im Zuge der babenbergischen Stadterweiterung zur Hauptverkehrsader für ds Heer, Pilger und den Handel geworden. Trotzdem dürften sie schon die Römer genutzt haben, wie an einigen Ausgrabungen in der Gegend zu erkennen ist.

Erstmals urkundlich erwähnt wird sie am 12.4.1257 als Strata Kraithianorum, um 1300 als Chernerstraz. Im Mittelalter führte die Straße bis nach Kärnten und weiter nach Triest und Venedig. Der Abriss der Stadtmauer 1861 ermöglichte eine Verlängerung über den Stadtgraben,der eigeebnet wurde, hinweg, bis zum Wienfluss (Elisabethbrücke). Als die Brücke 1894-1900 abgerissen wurde, endete die Kärntner Straße am Karlsplatz. Damals wurde die Straße verbreitert, sie schwoll von 9 auf 17 Meter an.

Mit 788 Meter Länge ist sie die größte Straße im 1. Bezirk.

In der Zwischenkriegszeit erlebte die Kärntner Straße eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Hochblüte (vornehme Geschäfte und Hotels (Ambassador, Astoria), exklusive Konditoreien (Gerstner), Korso der gehobenen Gesellschaft).

Zerstörung im 2. Weltkrieg

Die Häuser der Kärntner Straße waren von Zerstörungen besonders betroffen. Am 12.3.1945 trafen mehrere Bomben die Genbäude und sorgten für verheerende Zustände. Zerstört wurden hier sämtliche Häuser mit den Nummern 2, 4, 9, 16, 18, 22, 23, 25 und 51. Am 8.4.1945 trafen Artilleriegeschütze die Häuser 6, 8, 11 und 25 und schließlich zerstörte ein Brand am 11. und 12.4.1945 die Häuserzeile 19-33, 12-18, 49 und 1-5.

Zwischen den wenigen erhalten gebliebenen alten Häusern stehen daher heute nun spartanische Neubauten.

Fußgängerzone

Im Zuge des U-Bahn-Baus wurde in den frühen 197ßer Jahren beschlossen, die Straße zur Fußgängerzone umzugestalten. Geplant wurde die Gestaltung durch die Architekten Wilhelm Holzbauer und Wolfgang Windbrechtinger. Am 16.4.1974 begannen die Pflasterungsarbeiten, einen Tag später pflanzte man die Linden, im August 1974 war die Umgestaltung fertig.

Trinkbrunnen

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Höhe der Kupferschmidgasse ein Brunnen aufgestellt, der den Unmut der Wiener hervorrief. Er wurde daher wieder entfernt, stattdessen stellte man 1991 drei Trinkbrunnen von Hans Muhr auf.

Häuser der Straße



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== Quellen == 

  1. Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at