Kärntner Straße 7

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Kärntner Straße 7

Aliasadressen =Kärntner Straße 7
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 903, 904 | vor 1821: 959, 960 | vor 1795: 935, 936
Baujahr 1882
Architekt Johann Josef Gross und Wilhelm Jelinek


Das Haus - Architektur und Geschichte

Das Gebäude wurde 1882 nach Plänen von Johann Josef Gross und Wilhelm Jelinek Stil der italienischen Renaissance erbaut. Damals gehörte es der Niederösterreichischen Escomte Gesellschaft, sie eröffnete in dem Haus ihre erste Filiale. 1934 ging das Haus in Besitz der Österreichischen Creditanstalt-Wiener Bankverein (heute Bank Austria) über.

Vorgängerhäuser

Ursprünglich standen an dieser Stelle zwei Häuser, Stadt 903 war das Schwandnersches Stiftungshaus, Haus Stadt 904 trug den Namen "Zum silbernen Becher".

Das Schwandnersches Stiftungshaus

1753 erbte Josef Gotthart Freiherr von Schwandtner das Haus von seinem Vater Gotthart, er war der Namensgeber des "Schwandnerschen" Hauses, in dem er es - nach Neubau - zu einer Stiftung machte. Er selbst hatte zum Bau nur die Hälfte der Kosten beigetragen, die andere Hälfte finanzierten ihm Katharina Kromp und ein Jesuitenpater (Johann Bremer). Das Gebäude trug in Höhe des ersten Stockes zwei ovale Heiligenbilder, die die Heilige Maria und das Jesuskind zeigten. Das Haus wurde 1882 abgerissen.

Auf dem Areal war bereits 1385 ein Haus zu finden, das ab 1411 Hans Scharfenperger dem Älteren gehörte. Im 16. Jahrhundert scheint der Name "Zum Blumenstock" auf. 1734 sind schließlich als Besitzer der Leinwandhändler Gotthart Schwandtner und seine Frau Maria Barbara bekannt.

Das Haus "Zum silbernen Becker

Auch das Nebenhaus war schon im 14. Jahrhundert bekannt, es trug damals den Namen "Sunnberghaus" (nach seinem Besitzer, Jacob von Sonnberg). Bis ins 16. Jahrhundert gehörte das Gebäude dann dem Bistum Wien ("Bistumhaus"), bis es 1591 verkauft wurde. Über dem Haustor befand sich ein großer silberner Becher, der dem Haus schließlich zu seinem neuen Namen "Zum silbernen Becher" verhalf. Zu dieser Zeit, 1644, gehörte das Haus dem Leibarzt und Gelehrten Dr. Johann Wilhelm Mannagetta. Er vermachte das Haus und seine riesige Bibliothek einer Familienstiftung, die später in Haus Riemergasse 6 übertragen wurde.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Sterbehaus des Arztes Johann Wilhelm Mannagetta

In dem Haus starb der Leibarzt des Kaiserhauses, Johann Wilhelm Mannagetta (* 1. Mai, nach anderen Quellen 15. Mai[1] 1588 in Wilhelmsburg in Niederösterreich; † 31. Mai 1666 in Wien). Mannagetta war nicht nur kaiserlicher Leibarzt, sondern auch Universitätsprofessor, Historiker und Mathematiker sowie Rektor der Universität Wien.



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Quellen