Bognergasse

Aus City ABC

Bognergasse

Bognergasse

Bezirk
1., Innere Stadt
Benennung
1300
Benannt nach
Bognern und Pfeilschnitzern
Länge in Metern
123,93 Meter [1]
Gehzeit in Minuten
1,5 Minuten
Vorherige Bezeichnungen
Strata Arcatorum, Unter den Bognern, Am Peilertor


Namensgebung und Geschichte

Zur Zeit der Römer soll anstelle der Gasse die Stadtmauer hier verlaufen sein.

Um 1300 wird die Gasse erstmals als Bognergasse (Strata Arcatorum) erwähnt – benannt ist sie nach den Bognern und Pfeilschnitzern, die hier ansässig waren. Zeitweise hieß die Gasse auch “Unter den Bognern“, der östliche Teil (gegen den Kohlmarkt gerichtet) hieß bis 1732 „Am Peilertor“ – in diesem Jahr wurde das Stadttor demoliert. Der Turm, der an das Tor angrenzte und ebenfalls abgerissen wurde, dürfte auf römischen Grundmauern gestanden sein.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Straße durch Abriss der kleinen Häuser verändert, statt der alten Häuschen wurden Neubauten zwischen Naglergasse und Bognergasse errichtet.

Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
U1, U3 Stephansplatz (Fußweg über Graben und Tuchlauben zum Beginn der Gasse); U3 Herrengasse (Ausgang Freyung, weiter durch Naglergasse oder Am Hof). U1, U4 Schwedenplatz mit kurzem Weg über Rotenturmstraße, Hoher Markt und Tuchlauben. Keine ÖV-Linien direkt in der Bognergasse; sie ist Teil der innerstädtischen Fußgängerzone.
Besichtigungstipps
Spaziergang von Tuchlauben bis Am Hof durch die durchgehend gepflasterte Gasse; secessionistische und späthistoristische Häuserzeile (u. a. Bognergasse 3 Zum Bogner); Traditionslokal Zum Schwarzen Kameel in Bognergasse 5 und die Apotheke Zum weißen Engel in Bognergasse 9. Gut kombinierbar mit einem Rundgang durchs Goldene Quartier (Tuchlauben–Seitzergasse) und einem Abstecher zum Platz Am Hof.
Bognergasse – Überblick
Benennung
seit 1563 als Bognergasse belegt, nach den hier ansässigen Bognern (Bogenmachern), Pfeilschnitzern und Schwertfegern; ältere Namen waren u. a. strata gladiatorum (Schwertfürbenstraße) und Unter den Bognern.
Anlage
kurze Verbindungsgasse zwischen Tuchlauben/Graben und Am Hof mit leichten Knicken im Verlauf; historischer Altstadtzug, im 19. Jahrhundert verbreitert und zu einer repräsentativen Geschäftsadresse ausgebaut.
Lage/Charakter
etwa 120 Meter lange Fußgängerzone im Kern der Inneren Stadt; stark frequentierte Verbindung zwischen Graben-/Tuchlauben-Zone und Am Hof, entsprechend hoher Anteil an Passant:innen, Tourist:innen und Laufkundschaft.
Prägende Bauten
späthistoristische und secessionistische Wohn- und Geschäftshäuser um 1900; Bognergasse 1 (Tuchlauben 1), Bognergasse 3 Zum Bogner, Bognergasse 5 mit Restaurant Zum Schwarzen Kameel, Bognergasse 9 (Apotheke Zum weißen Engel) sowie das ehemalige Bankenpalais Am Hof 2/Bognergasse 4 (heute Hotelnutzung).
Kultur
Teil des hochwertigen Geschäfts- und Gourmetgrätzls rund um das Goldene Quartier; Verbindung von mittelalterlicher Handwerkstradition (Waffen- und Bogenmacher) mit moderner Luxus- und Gastronomieszene (Traditionslokale, Designerstores).
Aktuell diskutiert
Balance zwischen exklusivem Einzelhandel und alltäglicher Nutzbarkeit, Lieferverkehr in der Fußgängerzone sowie die Rolle der Bognergasse als Zubringerachse zwischen Graben, Goldenem Quartier und Platz Am Hof im dichten Tourismusgeschehen der Innenstadt.


Navigation

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Quellen

  1. Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at