Schönlaterngasse

Aus City ABC

Schönlaterngasse

Wien 01 Schönlaterngasse a.jpg

Benennung 1780
Benannt nach Zur schönen Laterne, Haus 6
Straßenlänge 210,87 Meter [1]
Gehzeit 2,54 Minuten
Vorherige Bezeichnungen Straße der Herren von Heiligenkreuz, Gäßlein als man zum Heiligenkreuzerhof geht, Zur schönen Laterne


Namensgebung und Geschichte

Da die Straße am Heiligenkreuzer Hof (Schönlaterngasse Nr. 5) vorbeiführt, hieß sie im Mittelalter „Straße der Herren von Heiligenkreuz“, später „Gäßlein als man zum Heiligenkreuzerhof geht“, „Gasse niederhalb Heiligenkreuzerhof“ und „Gässel beim Heiligenkreuzerhof“. Ab dem 17. Jahrhundert war der Name „Zur schönen Laterne“ (nach Haus Nummer 6) gebräuchlich, wobei aber bis 1776 der Beginn der Gasse noch Heiligenkreuzergässl hieß.

Ab 1780 lautet der Name offiziell Schönlaterngasse. Die Verbauung geht bis in das Hochmittelalter zurück, die meisten Fassaden stammen aus der Barockzeit. Die Grundmauern der zumeist gotischen Häuser stammen oft noch aus dem 13./14. Jahrhundert, während die Fassaden hauptsächlich im 17./18. Jahrhundert neu gestaltet wurden.

Ursprünglich reichte die Gasse nur bis zur Jesuitenkirche, hier wurde sie durch eine Quergasse, die bis zur Wollzeile reichte, beendet. Heute endet die Schönlaterngasse bei der Postgasse. Die Quergasse, die "Gässchen Gegenüber der Hohen Schul" genannt wurde, verschwand 1624, damit die Kirche und das Universitätsgebäude vergrößert werden konnten.

Die Schönlaterngasse ist auf vier verschiedenen gültigen österreichischen Briefmarken und auf einer silbernen 10-Euro-Gedenkmünze abgebildet.

Anschlag mit einer Handgranate

2007 stand die Gasse in den Schlagzeilen, Ursache war ein lauter Knall in der Nacht des 24. auf den 25. Dezember, um 0:40 Uhr detonierte in einem Mercedes eine Handgranate. Rasch stellte sich heraus, dass das Auto im Besitz einer Lokalbesitzerin in der Schönlaterngasse war. Bereits 1999 war in einem Auto vor dem Lokal eine Bombe explodiert, damals gehörte das Lokal noch dem Ex-Mann der Wirtin. Sie stand damals im Verdacht, jemanden für die Tat angestiftet zu haben, ihr damalige Mann wurde bei der Detonation schwer verletzt. Bald stellte sich heraus, dass der Täter wahrscheinlich ein verlassener Liebhaber der Wirtin gewesen war, der die Sprengung aus Rache vorgenommen hatte.

Ein paar Tage nach der Tat konnte anhand der DNA-Spuren die Täterin gefunden werden. Es handelte sich um eine 44-jährige, die sich an der Lokalbesitzerin, sie war nun die neue Freundin des Ex-Mannes der Täterin, rächen wollte. Die Handgranate war ein Relikt des Jugoslawienkrieges, das die Täterin viele Jahre bei sich im Schrank versteckt gehalten hatte. [2], [3]

Häuser der Gasse


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Quellen