Auerspergstraße
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Namensgebung und Geschichte
Ursprünglich hieß der Straßenzug – da er als Front zur Vorstadt diente - „Am Josephstädter Glacis“ und „Am Paradeplatz“ (in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er als Exerzier- und Paradeplatz genutzt).
Als die Stadtmauer abgerissen wurde, entstand parallel zum Ring eine Lastenstraße, heute als „Zweierlinie“ bekannt. Ein Teil davon wurde 1862 nach Fürst Johann Adam von Auersperg (1721 – 1795) benannt.
Fürst Johann Adam von Auersperg
Auersperg war Oberstkämmerer und Erblandmarschall von Tirol und ein enger Vertrauter von Maria Theresia und Franz I. In seinem Wappen ist ein Auerochs.
Der Verkehrsknotenpunkt
Die Auerspergstraße ist Teil der sogenannten Zweierlinie – jenes Straßenzuges, der parallel zur Ringstraße als Lastenstraße angelegt wurde und seinen Namen von den Straßenbahnlinien mit dem Index „2“ (E2, G2, H2 usw.) erhielt.[2] In den 1960er-Jahren wurde die hier verlaufende Straßenbahn in einen Unterpflastertunnel verlegt: Zwischen Secession und Landesgerichtsstraße fuhr ab 1966 eine unterirdische Straßenbahn („Ustraba“ - Unterpflasterstraßenbahn) der Linien E2, G2 und H2; erst seit 1980 nutzt die U-Bahn-Linie U2 diese Trasse.[3]
Direkt unter der Auerspergstraße lagen bzw. liegen mehrere Stationen: die heutige U-Bahn-Station Rathaus sowie – etwas südlicher – die inzwischen aufgelassene Station Lerchenfelder Straße, die 2003 endgültig geschlossen wurde.[4] Im Zuge des laufenden Umbaus zum Linienkreuz U2/U5 begleitet die Stadtarchäologie Wien die Bauarbeiten; vor den Häusern Auerspergstraße 13 bis 21 wurden dabei unter anderem Reste älterer Straßen- und Bebauungsphasen dokumentiert.[5]
Die Häuser der Straße
Die Straße trennt den ersten Bezirk vom 8. Bezirk, die geraden Nummern betreffen den 1. Bezirk:
Die Häuser auf der ungeraden Straßenseite sind im 8. Bezirk (ehem. Vorstadt Alsergrund) zu finden:
- Auerspergstraße 1 - Palais Auersperg
- Auerspergstraße 3
- Auerspergstraße 5
- Auerspergstraße 7
- Auerspergstraße 9
- Auerspergstraße 11
- Auerspergstraße 13
- Auerspergstraße 15
- Auerspergstraße 17
- Auerspergstraße 19
- Auerspergstraße 21
Praktische Hinweise
- Erreichbarkeit
- U2 Rathaus (Ausgang Friedrich-Schmidt-Platz) in wenigen Gehminuten; Straßenbahnlinien 1, 71 und D am Rathausplatz/Burgtheater (Ring) sowie 2, 5, 33 und 46 an der Landesgerichtsstraße/Josefstädter Straße. Buslinien 13A und 48A in Gehweite. Keine Linie fährt direkt durch die Auerspergstraße, sie wird aber auf ganzer Länge von Haltestellen im Umfeld eingerahmt.
- Besichtigungstipps
- Palais Auersperg (Auerspergstraße 1) mit Blick in Hof und Garten, soweit zugänglich; Fassadenrundgang entlang der Randbebauung der Zweierlinie mit Blickachsen zu Rathaus, Parlament und Museumsquartier. Gut kombinierbar mit einem Spaziergang durch die Josefstadt und das Theatergrätzl an der Josefstädter Straße.
| Auerspergstraße – Überblick |
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→ weiter zu den kreuzenden Straßen Landesgerichtsstraße | Stadiongasse | Doblhoffgasse | Schmerlingplatz | Museumstraße | Lerchenfelder Straße | Trautsongasse | Josefsgasse | Josefstädter Straße | Lenaugasse
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Quellen
- ↑ Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at
- ↑ Artikel „Zweierlinie“, de.wikipedia.org.
- ↑ Artikel „U-Straßenbahn Wien“ und „Zweierlinie“, de.wikipedia.org; derstandard.at: „115 Jahre Wiener Stadtbahn“.
- ↑ Artikel „U-Bahn-Station Lerchenfelder Straße“, de.wikipedia.org.
- ↑ Stadtarchäologie Wien: „Wien 8, Auerspergstraße, vor Nr. 13-21/Josefstädter Straße 1“, Fundort Wien 26 (2023); Projektseite „U-Bahn-Archäologie Linienkreuz U2/U5“, stadtarchaeologie.at.
- ↑ Carl (Karl) Ledermann jun. (Hersteller), 8., Auerspergstraße - im Vordergrund Palais Auersperg, Ansichtskarte, 1906 (Herstellung), Wien Museum Inv.-Nr. 195086, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/369663/)
- ↑ Paul Ledermann (Hersteller), 8., Auerspergstraße - mit Sanatorium Luithlen, Ansichtskarte, 1913 (Herstellung), Wien Museum Inv.-Nr. 58891/865, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/117951/)
![Ansichtskarte, 1906[6]](/images/b/bd/Auerspergstra%C3%9Fe_Wien_Museum_Online_1.jpg)
![Ansichtskarte 1913, mit Sanatorium Luithlen[7]](/images/a/ae/Auerspergstra%C3%9Fe_Wien_Museum_Online_2.jpg)