Grete-Rehor-Park

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Grete-Rehor-Park

Wien 01 Schmerlingplatz a.jpg

Benennung 1995
Benannt nach Grete Rehor, Politikerin
Straßenlänge 480 Meter (Umrundung)
Gehzeit 6 Minuten
Vorherige Bezeichnungen keine - Vorstadt vor dem Widmertor


Grete-Rehor-Park

Der kleine, aber liebevoll hergerichtete Park liegt in unmittelbarer Nähe des Parlaments am Schmerlingplatz, das Areal gehörte ehemals zur Vorstadt vor dem Widmertor. Erst nach Abriss der Stadtbefestigung wurde beschlossen, den Platz durch den Stadtgärtner Gustav Sennholzer zu gestalten.

Für den Park kennzeichnend sind die "Zonta-Rosen" und das Denkmal der Republik.

Benannt ist der Park nach Grete Rehor, der ersten weiblichen Ministerin.

Grete Rehor

Grete Rehor (* 30. Juni 1910 als Grete Daurer in Wien; † 28. Januar 1987) war ÖVP-Politikerin, die sich gewerkschaftlich stark engagiert hat.

Schon früh verlor Grete ihren Vater, er starb im 1. Weltkrieg, ihre Mutter konnte sich keine Ausbildung für Grete leisten. So wurde Grete Textilarbeiterin und besuchte Abendseminare. Bereits 1927 trat sie der Gewerkschaft bei und machte dort rasch Karriere. 1928 wurde sie das erste weibliche Mitglied im Jugendbeirat der Arbeiterkammer, und setzte sich dabei für Förderung von Jugendlichen ein. 1935 heiratete sie den ÖVP-Gewerkschafter (und späteren Stadtrat) Karl Rehor, der im 2. Weltkrieg - nach einer Inhaftierung - bei Stalingrad fiel. Rehor musste ihre Tochter allein großziehen und engagierte sich nach dem Krieg noch stärker für die Rechte der Frauen.

Am 6.3.1966 wurde sie, als die ÖVP die Mehrheit erreicht hatte, zur Sozialministerin und war damit die erste Frau in einem Ministeramt.

Denkmäler

Büste von Franz Xaver Gabelsberger

Büste von Franz Xaver Gabelsberger

An der Seite zum Parlament befindet sich eine Büste von Franz Xaver Gabelsberger, dem Erfinder der Stenografie. Sie wurde 1966 von Rudolf Schmidt-Rodaun in Bronze auf einer Granitstele geschaffen.

Den Bezug des Denkmals zum Parlament bildet der Umstand, dass dort alle Plenarsitzungen mitstenografiert werden.

Ludwig-Anzengruber-Denkmal

Anzengruber-Denkmal

In der hinteren Grünanlage vor der Auerspergstraße steht dicht von Bäumen umschlossen das große Denkmal für den österreichischen Volksdichter Ludwig Anzengruber.

Die Bronzestatue steht auf einem Felsen, während davor die Figur des Steinklopferhannes, einer Gestalt aus der Feder Anzengrubers, sitzt. Das Denkmal wurde 1905 von Johann Scherpe geschaffen.

Geplantes Denkmal

Nicht weit davon entfernt findet sich der Grundstein für ein Denkmal, das zum 300jährigen Jubiläum des Entsatzes Wiens von den Türken 1983 geplant war. Es ist bisher aber über den Grundstein nicht hinausgekommen.

Dass Denkmäler geplant, aber nie ausgeführt wurden, kann man am Schmerlingplatz sehen, wo am 12. September 1983 ein provisorischer Grundstein zu einem Entsatz-Denkmal von den Freunden des polnischen Königs Sobieski gelegt wurde. Dort liegt er heute noch, das dazugehörige Denkmal harrt seiner Ausführung.

Naturdenkmal

Persische Parrotie

Am Schmerlingplatz steht auch ein Naturdenkmal: eine Persische Parrotie



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Quellen