Helferstorferstraße 1

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Das Gebäude

Ein Bild.

Bezirk

1., Innere Stadt

Aliasadressen
=Helferstorferstraße 1
=Schottengasse 4
=Schottenbastei 2
Konskriptionsnummer Stadt
vor 1862: 107, 108, 109, 110
vor 1847: 107, 108, 109, 110
vor 1821: 113, 1282, 1284, 1285, 1286, 1287
vor 1795: 786
Baujahr
1949-1950
Architekten (Bau)
Heinrich Schmid, Hermann Aichinger
Inhaltslizenz: CC-BY-SA 4.0


Das Haus - Architektur und Geschichte

Das Wohn- und Geschäftshaus bildet ein markantes Eckhaus zwischen Schottengasse, Helferstorferstraße und Schottenbastei. Der heutige Bau wurde 1949 bis 1950 nach Plänen von Hermann Aichinger und Heinrich Schmid errichtet.[1][2]

Der Neubau ersetzte ein älteres Wohn- und Geschäftshaus, das 1869 bis 1871 nach Plänen von Theophil Hansen entstanden war. Dieses Vorgängerhaus wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer und Brand schwer beschädigt; die Ruine wurde 1946 gesprengt. Der Nachkriegsbau wurde 1951 bezogen.[3][4]

Städtebaulich liegt das Haus an einem geschichtlich aufgeladenen Ort. Das äußere Schottentor von 1656 stand bis 1862 zwischen den heutigen Hausfronten Schottengasse 4 und Schottengasse 5. Erst nach dem Abbruch der Befestigungen und der Regulierung dieses Bereichs erhielt die Ecke ihre heutige Form.[5]

Im Erdgeschoß ist bis heute die traditionsreiche Buchhandlung Kuppitsch präsent, die mit der Adresse Schottengasse 4 eng verbunden ist. Damit blieb dem Haus auch nach dem Neubau eine kulturelle und kommerzielle Nutzung erhalten, die für diesen prominenten Ort an der Freyung charakteristisch ist.[6]

Vorgängerbauten

Die Lokalisation der Vorgängerhäuser gestaltet sich als schwierig, da hier zahlreiche kleine Basteihäuschen zu finden waren. Es handelt sich etwa um die Häuser Stadt 107 bis 110, die 1868 vom k.k. Wiener Stadterweiterungsfond gekauft und abgerissen wurden.

  • Haus 107 (vormals 116 / 115) wird erstmals 1690 erwähnt, das kleine Haus mit Stall bestand nur aus Stube, Küche und Kammer. Als Besitzer waren 1775 Josef Graf von Windischgrätz, 1795 die Erben des Franz Tronet, 1812 Josef Macha und ab 1822 Josef Koch bekannt.
  • Haus 108 (vormals 1282 / 116) war ein Fortifikations-Häuschen mit Garten, das in Besitz von Peter Murmann stand,
  • Haus 109 (vormals 1284, 1285 und 1286 / 117) entstand aus ursprünglich drei Häusern, die den Besitzern der Häuser Tuchlauben 15 (damals Stadt 439), Rotenturmstraße 22 (damals Stadt 726) und Wollzeile 26 (Stadt 856) gehört hatten. Die drei Häuser wurden um 17. Jahrhundert zu einem verbaut.
  • Haus 110 (vormals 1287 / 118) gehörte zum "Zuckschwerthaus", heute etwa am Straßengrund Ecke / Graben Kohlmarkt gelegen.[7]

1868 wurden alle kleinen Häuser abgerissen, um einem Neubau von Theophil Hansen Platz zu machen (1878/79 erbaut). [8]

Quellen