Schiller-Park

Aus City ABC

Schiller-Park
Schillerpark vor der Akademie der bildenden Künste
Bezirk 1., Innere Stadt
Benennung 1877–1878 (Anlage des Parks; Platzbenennung 1870); Platzbenennung nach Friedrich Schiller
Lage Schillerplatz, Elisabethstraße, Getreidemarkt, Nibelungengasse / Nähe Opernring, Robert-Stolz-Platz
Fläche in m² 7.000
Vorherige Bezeichnungen Areal zuvor Kalkmarkt (Glacis);


Der Park – Namensgebung und Geschichte

Der Schillerpark nimmt die gesamte Innenfläche des Schillerplatzes in der Ringstraßenzone ein. Der Platz wurde 1870 – bereits im Hinblick auf das geplante Schillerdenkmal – nach Friedrich Schiller benannt; der Park selbst entstand 1877/78.

Der rund 7000 m² Park besteht aus symmetrischen Wiesenrondeaus und alten Bäumen. In seiner Mitte ist das Denkmals von Friedrich Schiller aufgestellt, es befinden sich aber noch weitere Denkmäler hier.

Das Areal war zuvor als Kalkmarkt Teil des Glacis vor den Stadtmauern. Die Anlage ist kleiner als andere Innenstadtparks, gilt aber als bemerkenswertes Ensemble aus historistischer Gestaltung, altem Baumbestand und Denkmälern.[1][2][3]

Ansichten

Kunst im öffentlichen Raum

Friedrich-Schiller-Denkmal

Das Bronzedenkmal im Zentrum des Parks wurde von Johannes Schilling geschaffen, die Enthüllung fand 1876 statt. Neben der Hauptfigur sind auch die vier Lebensalter dargestellt - sie beziehen sich auf Schillers Ballade "Das Lied von der Glocke" -, dazwischen symbolisieren Figuren den Genius, die Poesie, die Wissenschaft und die Heimatliebe.

Ein Rundgang um das Denkmal zeigt die Details: Auf Seite der "Poesie" ist das Lebensalter "Kind und Jüngling" dargestellt, in deren Mitte befindet sich ein Medaillon, das Apollo zeigt. Die Seite des "Genies" mit dem Medaillon des Pegasus zeigt den Jüngling und Erzgießer. Die "Wissenschaft" wird von, Eisengießer und Greis begleitet, in ihrer Mitte ist das Medaillon der Athena zu sehen. Schließlich gelangt man zur "Heimatliebe" mit Greis und Kind und dem Medaillon des Pelikans.

Das Denkmal war das erste auf einem öffentlichen Platz, das einen Künstler darstellte, zuvor waren nur Kriegsherren und Kaiser derart ins Zentrum gerückt worden.

Steckbrief
Künstler
Johannes Schilling
Material
Bronze, historistischer Sockel
Standort
Parkzentrum (Sichtachse zum Goethedenkmal am Opernring)
Datierung
1876

Anastasius Grün-Denkmal

In einer Ecke des Parks befindet sich seit 1891 das Denkmal von Anastasius Grün, der eigentlich Anton Alexander Graf von Auersperg hieß. Es wurde von Karl Schwerzek geschaffen. Auf einer Stele ist der Kopf des Dichters ( *11. April 1806 Laibach (Ljubljana, Slowenien), † 12. September 1876 Graz) zu sehen, auf ihn blickt von unten ein Genius.

Steckbrief
Künstler
Karl Schwerzek
Standort
Parkecke
Datierung
1891

Büste Nikolaus Lenau

In der anderen Ecke befindet sich ein Standbild des Dichters Nikolaus Lenau. Diese Stele wurde ebenfalls von Karl Schwerzek entworfen. Unter ihm sitzt ein Genus mit Harfe. Nikolaus Lenau hieß eigentlich Nikolaus Niembsch Edler von Strehlenau, er war mit Anastasius Grün eng befreundet, der angeblich den Namen "Lenau" erfunden hatte.

Steckbrief
Künstler
Karl Schwerzek
Standort
Parkecke
Datierung
1891

Josef Weinheber-Denkmal

Am Rand des Parks steht die Statue von Josef Weinheber. Sie wurde 1940 von Josef Bock geschaffen und erst 1975 aufgestellt.

2010 wurde von der Akademie der bildenden Künste angestrebt, das Denkmal zu entfernen, da man Weinheber Nähe zum Nationalsozialismus vorwarf. Auch 2013 fand eine Protestaktion statt: Studenten und Professoren der Akademie hatten ein Loch rund um die Büste gegraben, die mittlerweile - aus Sorge vor einer derartigen Aktion - mit einem Betonsockel noch tiefer in der Erde verankert worden war. Das Stadtgartenamt hatte jedoch schon am nächsten Tag alle Spuren beseitigt: Man hatte einen Rasenteppich über das Loch gelegt. [4]

Steckbrief
Künstler
Josef Bock; Aufstellung 1975 (Büste von 1940)
Standort
Parkrand

Franz Werfel-Denkmal

Das Neueste der hier aufgestellten Denkmäler ist die Bronzebüste des Schriftstellers Franz Werfel. Es wurde von Ohan Petrosjan im Auftrag des Staates Armenien geschaffen und im Jahr 2000 enthüllt. Es trägt die Inschrift "In Dankbarkeit. Das armenische Volk."

Steckbrief
Urheber
Ohan Petrosjan (Büste), Roland Martirosjan (Granitpfeiler)
Standort
Parkrand; Widmung durch die Republik Armenien (2000)
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Quellen

  1. Wikipedia: Schillerplatz (Wien), Abschnitte Geschichte, Schillerpark; Fläche ~7.000 m² und Datierungen. Abgerufen 2025.
  2. Wien.gv.at: Schiller- und Robert-Stolz-Park (1. Bezirk) – Lageangaben, Größen 7.000 m² (Schillerpark) und 570 m² (Robert-Stolz-Platz). Abgerufen 2025.
  3. Wien Geschichte Wiki: Schillerplatz – Benennung 1870 und Vorgeschichte Kalkmarkt. Abgerufen 2025.
  4. https://wien.orf.at/v2/news/stories/2591061/