Rotenturmstraße 15
- Bezirk
1., Innere Stadt
- Aliasadressen
- =Rotenturmstraße 15
- =Lichtensteg 2
- =Rotgasse 2
- Konskriptionsnummer
- vor 1862: 486, 639
- vor 1821: 520, 681
- vor 1795: 648, 639
- Baujahr
- 1934–1935
- Architekten (Bau)
- Hermann Aichinger
- Heinrich Schmid
Das Haus Zum Römertor - Architektur und Geschichte
Das Wohn- und Geschäftshaus wurde 1934 bis 1935 als Assanierungsbau nach Plänen von Hermann Aichinger und Heinrich Schmid errichtet.[1] Die Bauausführung lag bei der Allgemeinen Baugesellschaft A. Porr AG, Bauherr war Georg Engelhardt.
Der Bau zählt zu den markanten Assanierungsprojekten des 1. Bezirks. In der Literatur wird ausdrücklich erwähnt, dass das Stadthaus zum Römertor zu jenen drei Projekten gehörte, die in der ersten Sitzung des Assanierungsfonds vom 5. November 1934 mit Vorrang behandelt wurden.[2] Das zeigt, welche städtebauliche Bedeutung man diesem Eckbau an der stark frequentierten Verbindung zwischen Rotenturmstraße, Lichtensteg und Rotgasse beimaß.
Architektonisch ist das Haus besonders interessant, weil es in Stahlskelettbauweise ausgeführt wurde und sich nach oben deutlich verbreitert. Kräftige Erker und vertikale Fensterreihen prägen die Erscheinung der oberen Geschoße, während im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß eine abgesetzte Geschäftszone ausgebildet wurde.Das Gebäude umfasste ursprünglich sieben Geschoße, zwölf Wohnungen und sechzehn Geschäftslokale.
Der Name Zum Römertor spielt auf die römische Vergangenheit dieses Bereichs an. In der Nähe vermutet man die porta principalis dextra, also eines der Haupttore des römischen Legionslagers Vindobona. An der Fassade erinnert ein Hauszeichen an diesen historischen Bezug.
Später wurde das Haus umgebaut und adaptiert. Im Zuge einer Renovierung und eines Ausbaus bis 2013 wurde ein vertikales Rundfensterband in die Fassade eingefügt, wodurch sich das Erscheinungsbild gegenüber dem Ursprungszustand leicht verändert hat.[3]
Vorgängerhäuser
Haus Stadt 486 bestand bis in 16. Jahrhundert aus zwei Häusern, wovon das eine als "Stiffthäusl gegen St. Marx gehörig" bezeichnet wurde. Das andere Haus, das Ecke Lichtensteg / Rotenturmstraße (damals noch Haarmarkt) stand, wurde 1369 erstmals erwähnt.
Beide Häuser wurden 1847 abgerissen, an ihrer Stelle wurde ein Biedermeierhaus erbaut.
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