Favoritenstraße 8
- Bezirk
- 4., Wieden
- Aliasadressen
- =Favoritenstraße 8
- =Paulanergasse 1-3
- =Mozartgasse 2
- =Neumanngasse 5
- Konskriptionsnummer
- vor 1862: x
- vor 1821: xx
- vor 1795: xx
- Baujahr
- 1993
- Architekten (Bau)
- Karl Schwanzer, Gerhard Krampf
Das Haus, August-Bergmann-Hof - Architektur und Geschichte
Der Bau mit 61 Gemeindewohnungen wurde zwischen 1978 und 1981 von Karl Schwanzer und Gerhard Krampf errichtet. [1] Benannt wiurde er nach dem Freiheitskämpfer und Bezirksvorsteher-Stellvertreter der Wieden, August Bergmann (1906–1966).
Die Betonwandskulptur "Bewegung" von Kurt Spurey dürfte entfernt worden sein.
Der Neubau ersetzte das 1960 abgerissene Johann Strauß-Theater. Favoritenstraße 8, 1040 Wien Baujahr: 1978-1981 Wohnungen: 61 Architekt: Karl Schwanzer, Gerhard Krampf
Der in Wien lebende Künstler Kurt Spurey (geb. 1941 in Mariazell/Steiermark) gestaltete für die städtische Wohnhausanlage eine Betonwand (Favoritenstraße, Ecke Paulanergasse) mit dem Namen "Bewegung".
Eine durch das Bezirksmuseum Wieden 1999 aufgestellte Gedenktafel erinnert an das ehemalige Johann-Strauß-Theater, das 1931 zu einem Kino "Die Scala" und später "Theater in der Scala" umgebaut wurde, und das 1960 abgetragen wurde.
Bevor der Neubau errichtet wurde, stand hier das "Johann-Strauß-Theater". Heute erinnert daran eine Gedenktafel, sie wurde am 30.9.1999 angebracht.
Das erste Wiener Operettentheater wurde 1908 von Architekt Eduard Prandl errichtet. eröffnet wurde das Haus mit „1001 Nacht" von Johann Strauß (Sohn). Auf dieser Bühne wurden beispielsweise die Operetten von Paul Abraham uraufgeführt. Geschlossen wurde das Operettentheater 1931.
In diesem Jahr wurde das Theater in "Scala" umbenannt, Carl Witzmann gestaltete es komplett um. Es wurde als Kino genutzt und diente in der Besatzungszeit den Russen als Theater. Das Haus wurde 1959 abgerissen.
Straußtheater (4., Favoritenstraße 8; "Johann-Strauß-Theater", ab 1931 Scala).
1908 nach Plänen von Eduard Prandl als erstes Wiener Operettentheater an der Stelle eines demolierten Miethauses erbaut (Fassungsraum 1.192 Personen, Konzessionserteilung am 28. Oktober 1908) und am 30. Oktober 1908 unter der Direktion des Mitdirektors am Carltheater, Leopold Müller, mit "1001 Nacht" von Johann Strauß eröffnet.
Straußtheater, Ansichtskarte, um 1908
1911 band Müller seinen Sohn Erich (bis dahin stellvertretender Direktor) in die Konzession ein, doch geriet das Theater 1912 in finanzielle Schwierigkeiten. Nach Müllers Tod (25. Mai 1912) erhielt Erich Müller die Konzession und führte das Theater bis 1931 weiter. Bekannte Operetten (beispielsweise Lehárs "Das Fürstenkind", Kálmáns "Csardasfürstin", "Zigeunerprimas" [mit Alexander Girardi als Dauergast] und "Faschingsfee" sowie Oscar Straus' "Rund um die Liebe") erlebten hier Serienaufführungen mit bis zu 500 Vorstellungen.
Scala-Theater, Zuschauerraum, um 1938–1940
1931 erfolgte durch Carl Witzmann (Assistenz: Robert Kotas) eine völlige Umgestaltung; das Theater trug nun den Namen "Scala", wurde am 29. September 1931 zum Kino Scala. 1933 wurde das Kino allerdings erneut zu einem Theater („Scala Theater“) rückgebaut, Leiter war der Regisseur Rudolf Beer. Nach dem "Anschluss" 1938 wurde das Theater als Kino weitergeführt, um nach dem Zweiten Weltkrieg 1948-1956 erneut als Theater (Neues Theater in der Scala) zu fungieren.
Am Neubau, der 1978 auf dem Areal des abgebrochenen Theaters errichtet worden war, wurde zur Erinnerung an die ehemalige Bühne eine Gedenktafel angebracht (30. September 1999).
Gedenktafel
Bild | Anlass/Persönlichkeit | Text der Tafel |
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August Bergmann | August Bergmann 1906 - 1966 |