Berufsverband der bildenden Künstler Österreichs

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Berufsverband der bildenden Künstler Österreichs


Verband
Name Berufsverband der bildenden Künstler Österreichs (BVÖ)
Entstehung 1955 im Künstlerhaus
Behördliche Genehmigung 17. August 1956
Früher Sitz 2., Obere Donaustraße 97
Profil Dachorganisation zur Wahrung der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen bildender Künstlerinnen und Künstler
Wichtige Standorte 1., Postgasse 11-13: 7., Mariahilfer Straße 82

Der Berufsverband der bildenden Künstler Österreichs, kurz BVÖ, entstand 1955 im Künstlerhaus aus einem Aktionskomitee der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs.[1] Die behördliche Genehmigung erfolgte am 17. August 1956; als früher Sitz ist 2., Obere Donaustraße 97 überliefert.[2][3]

Geschichte

Der BVÖ verstand sich als Dachorganisation der Künstlervereinigungen und sollte die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der bildenden Künstlerinnen und Künstler in Österreich vertreten.[4] Zu den angeschlossenen Vereinigungen zählten unter anderem der Art-Club, der Österreichische Kunstverein, die Föderation moderner bildender Künstler Österreichs, die Gemeinschaft bildender Künstler Wiener Kunsthalle, die Gesellschaft bildender Künstler Wiens, das Künstlerhaus, die Künstlergruppe Der Kreis, der Künstlerverband österreichischer Bildhauer und der Neue Hagenbund.[5]

Die Hauptaufgabe des Verbands war zunächst die Schaffung eines Künstlerversicherungsgesetzes. Dieses Ziel konnte 1958 mit dem Beschluss eines solchen Gesetzes erreicht werden. Danach wandte sich der Verband verstärkt anderen kulturpolitischen und organisatorischen Aufgaben zu.

Galerie

Ein wichtiger Schritt war die Eröffnung einer eigenen Galerie auf der Stubenbastei am 12. November 1964.[6][7] 1987 übersiedelte die Galerie in das Haus 1., Postgasse 11, später 1992 in die 7., Mariahilfer Straße 82.

Neue Dachorganisation

1981 entstand nach Bemühungen des BVÖ beziehungsweise seiner damaligen Präsidentin Christa Hauer-Fruhmann eine neue Dachorganisation der inzwischen stark veränderten Künstlervereinigungen, die Bundeskonferenz der bildenden Künstler Österreichs.[8][9][10]

Präsidentinnen und Präsidenten

Zu den Präsidentinnen und Präsidenten des Verbands zählten:

  • Alfons Riedel (1956–1968)
  • Erich Huber (1968–1977)
  • Leo Ganzer (1977/1978)
  • Christa Hauer-Fruhmann (ab 1979)
  • Erhard Stöbe (ab 1983)
  • Helmut Kurz-Goldenstein (ab 1985)
  • Lore Heuermann (ab 1987)
  • Ulrike Truger (ab 1988)
  • Franz Unzeitig (1992–1996)
  • Felix Kalmar (1996–1998)
  • Rosa Hausleithner (1998–1999)
  • Sebastian Weißenbacher (ab 1999)[11]

Bedeutung

Der BVÖ war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Interessenvertretung der bildenden Kunst in Österreich. Seine besondere Bedeutung lag in der Bündelung sehr unterschiedlicher Künstlervereinigungen, im Einsatz für die soziale Absicherung von Kunstschaffenden und in seiner Rolle als kulturpolitischer Vermittler.[12]

Vorkommen in CityABC

Für CityABC ist der Verband vor allem durch seine Wiener Standorte in der Obere Donaustraße 97, der Postgasse 11 und der Mariahilfer Straße 82 interessant. Darüber hinaus gehört er in den Zusammenhang von Künstlerhaus, Wiener Künstlervereinigungen und kulturpolitischen Interessenvertretungen nach 1945.[13][14]

Quellen