Adolf-Amadeo-Gasse

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Adolf-Amadeo-Gasse

Adolf-Amadeo-Gasse

Bezirk
21., Floridsdorf - Strebersdorf
Benennung
1960
Benannt nach
Adolf Amadeo
Länge in Metern
141,28
Gehzeit in Minuten
1,70
Vorherige Bezeichnungen


Namensgebung und Geschichte

Stadtgeschichtlich liegt die Gasse in einem Gebiet, das erst im 20. Jahrhundert schrittweise von landwirtschaftlich geprägten Flächen zu Wohnsiedlungen am nördlichen Stadtrand umgewandelt wurde. Die Benennung reiht sich in ein kleines Ensemble von Strebersdorfer Straßen ein, die an Persönlichkeiten aus der Arbeiterbewegung, dem Kultur- und Sozialleben erinnern (etwa Josef-Wakovsky-Gasse oder Matthias-Ernst-Pista-Gasse).

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Die Adolf-Amadeo-Gasse wurde am 20.1.1960 nach dem Beamten und Bezirksrat Adolf Amadeo (* 23. Juli 1881, † 30. Mai 1930) benannt, der zu den prägenden Persönlichkeiten der sozialdemokratischen Bewegung in Floridsdorf zählt. Amadeo, Sohn eines italienischen Einwanderers, erlernte zunächst das Schlossergewerbe, bildete sich dann weiter und stieg bis zum Beamten in der Unfallversicherung der Eisenbahner auf. Später war er im kommunalen Sparkassenwesen tätig und übernahm leitende Funktionen in der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien. Als enger Mitarbeiter des Gesundheitsstadtrats Julius Tandler war er maßgeblich an der organisatorischen Entwicklung des städtischen Spitalswesens im „Roten Wien“ beteiligt.[1]

Die Häuser der Gasse


Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Für eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich einerseits die S-Bahn an (Station Wien Strebersdorf, anschließend rund zehn Minuten Fußweg), andererseits die Buslinie 32A ab U6 Floridsdorf, die in das Wohngebiet nördlich der Prager Straße fährt. Radfahrende erreichen die Gasse gut über Nebenrouten von der Prager Straße beziehungsweise von Am Bisamberg her.
Adolf-Amadeo-Gasse – Überblick
Bezirk / Lage
21., Floridsdorf (Strebersdorf); ruhige Wohnstraße nördlich der Prager Straße zwischen Loulagasse und Matthias-Ernst-Pista-Gasse.
Umgebung
Geprägt von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie kleineren Wohnanlagen; entlang der Prager Straße und im Bereich Rußbergstraße finden sich Nahversorgung, Gastronomie und einige Betriebe. Richtung Am Bisamberg beginnt rasch ein Übergang zu Weinbergen und Grünflächen.
Charakter der Gasse
Wohnstraße ohne Durchzugsverkehr, überwiegend Ziel- und Anrainerverkehr; Straßenbild mit Vorgärten, kleineren Höfen und Nachkriegs- bzw. jüngeren Wohnbauten.
Hinweise
Keine klassischen Sehenswürdigkeiten direkt entlang der Gasse, aber ein gutes Beispiel für die Siedlungsentwicklung am Nordrand Wiens und für Straßenbenennungen zu Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung in Floridsdorf. Die Lage eignet sich als Ausgangspunkt für Spaziergänge durch Strebersdorf und hinauf Richtung Bisamberg.


Navigation

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Quellen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 21