Absberggasse

Aus City ABC

Absberggasse

Absberggasse

Bezirk
10., Favoriten
Benennung
1875
Benannt nach
des Abtes Berg
Länge in Metern
1.271,91
Gehzeit in Minuten
15,32
Vorherige Bezeichnungen
Im oberen Absberg, Im unteren Absberg


Namensgebung und Geschichte

Am 13.7.1875 benannte man die Gasse nach den Rieden (Gebiete für den Weinanbau) "In den Absbergen".[1] Es finden sich auch die Bezeichnungen "Im oberen Absberg" und "Im unteren Absberg". Woher die Bezeichnung Absberg wirklich kommt, ist nicht geklärt, möglich ist, dass sie sich von "des Abtes Berg", also einem Klostersitz, ableitet. [2]

Am unteren Ende der Gasse liegt der Alfred-Böhm-Park.

Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Die Absberggasse liegt im 10. Bezirk Favoriten und verläuft von der Gudrunstraße südwärts bis zur Laaer-Berg-Straße bzw. zur Überplattung der A23. Am nördlichen Ende befindet sich die Endstation der Straßenbahnlinie D (Station Absberggasse an der Gudrunstraße); entlang des Abschnitts zwischen Gudrunstraße und Quellenstraße verkehren zusätzlich die Linien 6 und 11. Über die U1-Stationen Keplerplatz bzw. Troststraße (je nach Zielabschnitt rund 10–15 Minuten Fußweg) besteht Anschluss an das U-Bahn-Netz. Mehrere Buslinien (u. a. 14A, 68A, 68B, 7A) binden die Umgebung von Absbergbrücke, Eisenstadtplatz und Laaer-Berg-Straße an.
Besichtigungstipps
Ein Spaziergang entlang der Absberggasse bietet eine kompakte Tour durch die Stadtentwicklung Favoritens: Im Norden das Altbauviertel Kreta mit Zinshäusern um 1900, daneben das Familienbad Gudrunstraße und das Wasserhebewerk Laaer Berg; weiter südlich die denkmalgeschützten Arbeiter-Einfamilienhäuser und die frühsozialdemokratische Kleinwohnungsanlage an der Grenze zur Buchengasse. Rund um die historische Ankerbrotfabrik hat sich mit der Brotfabrik Wien ein Cluster zeitgenössischer Kunst- und Kulturinstitutionen entwickelt. Im Süden folgen das Hochhaus der PORR und das Wohngebiet Monte Laa über der überdeckten A23 sowie der Alfred-Böhm-Park mit der Mittelschule Absberggasse – ein guter Ausgangspunkt für weitere Wege auf den Laaer Berg oder zum Kurpark Oberlaa.
Absberggasse – Überblick
Anlage
Wichtige Nord-Süd-Achse im Osten Favoritens; verläuft von der Gudrunstraße über Erlachgasse, Quellenstraße, Buchengasse und weitere Querstraßen bis zur Laaer-Berg-Straße und endet dort als Stichstraße beim überdeckten Abschnitt der A23 (Absbergtunnel).
Lage/Charakter
Im Norden dichtes Altbaugebiet mit klassischer Blockrandbebauung (Volksmund Kreta), dazwischen Sport- und Infrastrukturflächen; im Mittelteil frühe Arbeiterwohnprojekte und großmaßstäbliche Wohnhausanlagen; im Süden Übergang zu neueren Großprojekten (Monte Laa) mit Hochhäusern, Parkanlagen und Schulen.
Prägende Bauten
Wasserhebewerk Laaer Berg und Familienbad Gudrunstraße; Arbeiter-Einfamilienhäuser 16–20 (unter Denkmalschutz); Kleinwohnungsanlage an der Ecke Buchengasse; großflächige Wohnhausanlage auf den ehemaligen Ankerbrotgründen; historische Ankerbrotfabrik mit dem Kulturareal Brotfabrik; PORR-Hochhaus und Wohnquartier Monte Laa an der Laaer-Berg-Straße; Alfred-Böhm-Park und Mittelschule Absberggasse 50.
Kultur
Bedeutender Ort der Arbeiter- und Industriegeschichte (Ankerbrotfabrik, Arbeitercottage, frühsozialdemokratische Wohnanlagen) und heute zugleich ein Schwerpunkt zeitgenössischer Kunst- und Kultur (Galerien, Ateliers, Veranstaltungsräume in der Brotfabrik). Mit der Linie D und dem Grüngleis im Sonnwendviertel ist die Gasse auch für Öffi- und Stadtentwicklungsfans ein interessantes Ziel.
Aktuell diskutiert
Stadtteilentwicklung im Umfeld der Ankerbrotfabrik und von Monte Laa (Nutzungsmischung, Kulturstandort, Wohnen), Aufwertung der Grätzl Kreta und Absberggasse/Quellenstraße sowie bessere Geh- und Radverbindungen entlang der überdeckten A23 (u. a. im Rahmen von Fußgänger- und Radverkehrskonzepten für Favoriten).


Quellen

  1. Friedrich Umlauft: Namenbuch der Stadt Wien, A. Hartleben Verlag, Wien 1905, S. S1
  2. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 8