Abt-Karl-Gasse

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Abt-Karl-Gasse

Abt-Karl-Gasse

Bezirk
18., Währing
Benennung
1887
Benannt nach
Alexander Josef Karl
Länge in Metern
296,91
Gehzeit in Minuten
3,58
Vorherige Bezeichnungen
Karlsgasse, Untere Quergasse


Namensgebung und Geschichte

Die Gasse im 18. Bezirk ist seit 1887 nach dem Abt des Benediktinerstifts Melk, Alexander Josef Karl (*19. März 1824 Grund bei Oberhollabrunn, Niederösterreich, † 1. Februar 1909 Melk), benannt. [1] Vorher (bis 1864) hieß sie "Untere Quergasse", danach "Karlsgasse". (1905: Abt Karlgasse) [2]

Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Die Abt-Karl-Gasse liegt im 18. Bezirk (Währing) zwischen Weimarer Straße und Schulgasse, quer zur Schopenhauerstraße. Am bequemsten ist die Anreise mit den Straßenbahnlinien 40 und 41 entlang der Währinger Straße (Stationen „Martinstraße“ bzw. „Währinger Straße-Volksoper“); von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß in die Gasse.[3] Über die U6-Station „Währinger Straße-Volksoper“ sowie die S45-Station „Wien Gersthof“ besteht Anschluss an das Schnellbahnnetz.[4]
Besichtigungstipps
Die Gasse selbst ist eine ruhige Wohnstraße, lässt sich aber gut in einen kurzen Währing-Spaziergang einbauen: von der Währinger Straße über die Weimarer Straße zur Abt-Karl-Gasse und weiter zur Schulgasse, wo man am ehemaligen Gelände der Währinger Brauerei vorbeikommt.[5] Entlang der Gasse finden sich mehrere Beispiele für die jüngere Um- und Neubautätigkeit (u. a. Ersatzbauten bei Abt-Karl-Gasse 7 und 9 / Ecke Schopenhauerstraße)[6] sowie Alltagsadressen wie die Kindergruppe „Kleiner Pinguin“ (Abt-Karl-Gasse 8) und Gastronomie wie das griechische Restaurant „Ariston“ (Nr. 25).[7] Wer sich für Architektur interessiert, kann außerdem das von Theodor Bach entworfene Wohnhaus Abt-Karl-Gasse 47 (1888) in einen Gründerzeit-Rundgang rund um Weimarer Straße und Schopenhauerstraße einbinden.[8]
Abt-Karl-Gasse – Überblick
Anlage
kurze Wohnstraße im 18. Bezirk zwischen Weimarer Straße und Schulgasse, Kreuzung mit der Schopenhauerstraße; historisch Teil des eng bebauten Währinger Grätzels rund um die frühere Währinger Brauerei.[9]
Lage/Charakter
ruhige Seitengasse unweit der Währinger Straße und der Straßenbahnlinien 40/41; gemischtes Bild aus renovierten Gründerzeithäusern, Nachkriegs- und Neubauten, mit eher wohnlichem, wenig touristischem Charakter.
Prägende Bauten
historisch kleine Gründerzeithäuser, von denen einige (Nr. 7 und 9, Ecke Schopenhauerstraße 45/56) um 2001 abgerissen und durch Neubauten ersetzt wurden;[10] Kindergruppe „Kleiner Pinguin“ in Nr. 8; Restaurant „Ariston“ in Nr. 25; Wohnhaus Abt-Karl-Gasse 47 von Theodor Bach (1888); zudem ein Turnsaalstandort des BRG 18 in einem BUWOG-Haus in der Gasse.[11]
Kultur
typisches Währinger Wohnstück mit Bezügen zur Industrie- und Alltagsgeschichte – etwa zur ehemaligen Währinger Brauerei, deren Areal man bei Rundgängen über Weimarer Straße und Abt-Karl-Gasse umrundet; einzelne Haus- und Personengeschichten (etwa jüdische Familien in der Zwischenkriegszeit) werden in lokalhistorischen Arbeiten und Gedenkbüchern aufgearbeitet.[12]
Aktuell diskutiert
In Währing insgesamt, und damit auch im Umfeld der Abt-Karl-Gasse, wird der Umgang mit Gründerzeithäusern, Schutzzonen und hoher Baudichte diskutiert – exemplarisch zeigen Abriss- und Neubauprojekte an der Ecke Schopenhauerstraße/Abt-Karl-Gasse den Spannungsbogen zwischen Erhalt historischer Substanz und Nachverdichtung.[13]


Navigation

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Quellen

  1. Friedrich Umlauft: Namenbuch der Stadt Wien, A. Hartleben Verlag, Wien 1905, S. S1
  2. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 8
  3. Moovit: „Abt-Karl-Gasse, Währing“ – nächstgelegene Haltestellen (Straßenbahn Martinstraße, Bus Alser Straße, diverse Linien 10A, 13A, 37A, 40A, 35A, U6, S45).
  4. Moovit: ÖPNV nach Abt-Karl-Gasse in Währing – Übersicht der Linien U6 und S45 im Nahbereich.
  5. Seen süchtig: „Währinger Brauerei“ – Rundgang über Weimarer Straße und Abt-Karl-Gasse bis zur Schulgasse.
  6. Wienschauen: „Abt-Karl-Gasse 7 und 9 – Abriss & Neubau“ – Dokumentation des Abbruchs der Gründerzeithäuser um 2001 und des Neubaus.
  7. Stadt Wien: „Abt-Karl-Gasse 8 – Kleiner Pinguin“, private Kindergruppe; Falstaff Streetfood-Guide: „Ariston – Hellenic Restaurant“, Abt-Karl-Gasse 25.
  8. DEHIO / Wikipedia-Eintrag „Theodor Bach (Architekt)“ – Werkverzeichnis mit Wohnhaus Abt-Karl-Gasse 47, Wien 18 (1888).
  9. Seen süchtig: „Währinger Brauerei“ – Wegbeschreibung über Weimarer Straße und Abt-Karl-Gasse.
  10. Wienschauen: „Abt-Karl-Gasse 7 und 9 – Abriss & Neubau“; Wienschauen: „Schopenhauerstraße 56 – Gründerzeithaus abgerissen“.
  11. Stadt Wien: „Abt-Karl-Gasse 8 – Kleiner Pinguin“; Falstaff: „Ariston – Hellenic Restaurant“; Wikipedia: „Theodor Bach (Architekt)“ – Wohnhaus Abt-Karl-Gasse 47; Wikipedia: „Schopenhauer Realgymnasium“ – Hinweis auf neuen Turnsaal in einem Wohnhaus in der Abt-Karl-Gasse.
  12. Seen süchtig: „Währinger Brauerei“; Gedenkbuch der Universität Wien – Biografie Margarete Charlotte Tanzer, Wohnadresse Abt-Karl-Gasse 25.
  13. Wienschauen: „Abt-Karl-Gasse 7 und 9 – Abriss & Neubau“; „Schopenhauerstraße 56 – Gründerzeithaus abgerissen“.