Albrecht V.

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Als Albrecht der IV. von Habsburg ("Das Weltwunder, oder auch "der Geduldige") 1404 in Klosterneuburg starb, hinterließ er seinen Sohn Albrecht (später der V.) siebenjährig. Wien befand sich zu dieser Zeit in einer wirtschaftlich schwierigen Lage, noch schwieriger wurde die Situation nun noch mit dem Streit über die Übernahme der Vormundschaft für den kleinen Herzog, der am 24. April 1411 befristet bis zu dessen 14. Geburtstag einem anderen Habsburger anvertraut werden sollte.

Herzog Wilhelm übernahm diese Obhut vorerst, kam jedoch kurz später bei einem Unfall ums Leben. Das führte in der Leopoldinischen Linie des Hauses Habsburg zu einem Bruderzwist: Wilhelms Söhne Leopold IV. und Ernst sahen sich beide als verantwortlich - und wollten von dem Vermögen der österreichischen Herzogtümer profitieren. In dem Zwist spaltete sich auch Wiens Bürgertum - auf die Seite von Ernst stellten sich die Klöster und Studenten, die Handwerker und ärmeren Bürger standen auf der Seite Leopolds. Der geplante Einzug Leopolds wurde durch Bürgermeister Konrad Vorlauf verhindert, fünf der Anführer wurden am Hohen Markt hingerichtet. Als sich die verfeindeten Brüder schließlich versöhnten, war Vorlauf das Opfer: Leopold hatte die Herrschaft über Wien erhalten und die Handwerkszünfte forderten den Kopf des Bürgermeisters. Am 11. Juli 1408 wurde Vorlauf mit anderen Ratskollegen am Lobkowitzplatz enthauptet.

Der Streit um die Vormundschaft war damit jedoch nicht beendet. Die Landesstände hatten zwar nun entschieden, dass die beiden Brüder Ernst und Leopold gemeinsam die Obsorge übernehmen sollten, die hielten sich jedoch nicht an die Vereinbarung. Als sie zum vereinbarten Tag die Vormundschaft nicht zurücklegen wollten, setzten die Stände ein aufsehenerregende Maßnahme: sie entführten den nun 14-jährigen Albrecht aus dem Herzogshaus und brachten ihn ins niederösterreichische Eggenburg, wo die Vormundschaft offiziell als beendet erklärt und ihm das Herrschaftsrecht zuerkannt wurde.

Leopold IV. traf wortwörtlich der Schlag bei dieser Nachricht, er starb bald danach an dem erlittenen Schlaganfall. Ernst blieb in der Steiermark.

Albrecht V. wurde wirtschaftlich gesehen ein recht guter Herzog, er sorgte mit Rechts- und Finanzreformen dafür, dass das Land wieder Stabilität erreichte - allerdings war er auch für eines der größten Verbrechen der Wiener Geschichte verantwortlich: Der Vernichtung der Juden im Jahr 1421, der "Shoa".


Seiten mit Bezug auf Albrecht V.

Albrecht V. später II. (1397–1439)



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