Ballgasse 6
Haus
- Bezirk
- 1., Innere Stadt
- Aliasadressen
- =Ballgasse 6
- Konskriptionsnummer Stadt
- vor 1862: 930
- vor 1847: 986
- vor 1821: 986
- vor 1795: 1354
- Baujahr
- Kern: 14. Jhd., 1784
- Architekten (Bau)
- unbekannt, Lokalgestaltung: Franz Schebek
Das Haus, Zum alten Blumenstöckl - Architektur und Geschichte
Das Haus, das vor dem heutigen hier stand, kam 1702 durch einen Tausch gegen ein Haus in der Landstraße in den Besitz der Klosterfreuen „Zur Himmelspforte“, es wurde damals auch „Dreifaltigkeitshaus“ genannt. Nachdem das Kloster aufgehoben wurde, wurde es um 1784 herum neu gebaut. 1825 waren die Besitzer die Bankiersfamilie Geymüller.
Der Innenhof des Hauses hat einen Pawlatschengang, im Keller sind, wie in den Nachbarhäusern, Teile des Klosters erhalten. Im 2. Untergeschoß des Kellers ist ein Schlussstein mit dem „Lamm Gottes“ aus dem Jahr 1744 erhalten.
Heute ist in dem Haus das Trainingszentrum von Bundy und Bundy untergebracht.
Lokale
Zum Alten Blumenstock
In diesem Haus war das Lokal „Zum Alten Blumenstock“ von Michael Wichtl (und später von Franz Obermayer, der auch Gründungsmitglied der Ludlamshöhle war), bevor es in Nummer 3 übersiedelte. Ludwig van Beethoven soll sich hier in einem Hinterzimmer oft aufgehalten haben und mit seinem späteren Biographen Anton Schindler zusammengesessen sein. Die Innengestaltung des Lokals wurde 1853 durch Franz Schebek vorgenommen.
Cabaret Nachtlicht
Das Nachfolgelokal wurde 1853 von Franz Schebeck umgebaut, im Jahr 1906 wurde das Cabaret Nachtlicht gegründet. Hier waren Roda Roda, Peter Altenberg, Egon Friedell und Karl Kraus aktiv. Leider musste es nach einem Jahr wieder schließen. Die Innenausstattung stammt von Oskar Laske.
File:Ballgasse 6 Wien Museum Online.jpg| um 1900[1]
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Quellen
- ↑ Bruno Reiffenstein (Fotograf), 1., Ballgasse 6 - Ballgasse 4 u. 5, um 1900, Wien Museum Inv.-Nr. 79000/1924, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/150738/)