Adolf-Gstöttner-Gasse
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Namensgebung und Geschichte
Am 17. Oktober 1956 erhielt die frühere "Straußgasse" (Bezeichnung zwischen 1876 und 1956) im 20. Bezirk den Namen "Adolf-Gstöttner-Gasse". [1]
Gewidmet wurde sie dem Diplom-Ingenieur und Bergbaufachmann Adolf Gstöttner (1874–1943), der als Oberbergrat und technischer Experte im Staatsamt für öffentliche Arbeiten tätig war.
Gstöttner war Oberbergrat, Beamter im Staatsamt für öffentliche Arbeiten, Mitglied der Geologischen Gesellschaft in Wien und Generalsekretär des Vereins der Bergwerksbesitzer Österreichs. In Fachpublikationen zum Berg- und Hüttenwesen trat er als Spezialist für Fragen des Steinkohlenbergbaus und der Brennstoffwirtschaft auf und war an der Organisation internationaler Fachtagungen beteiligt.
Stadtgeschichtlich liegt die Gasse am Rand des früheren Donauarms "Fahnenstangenwasser" und des Augartendamms. Historische Karten belegen, dass im 18. und frühen 19. Jahrhundert auf der Höhe der heutigen Gasse ein Flussbad bestand, bevor die Regulierung der Donau und die Zuschüttung der Altarme Platz für Bahn- und Industrieanlagen schufen.[2]
Im 20. Jahrhundert prägten der Nordwestbahnhof und später großflächige Gewerbenutzungen in der Nordwestbahnstraße – etwa das Autohaus Stahl – über Jahrzehnte das Umfeld. Seit den 2010er-Jahren wird die Fläche zwischen Nordwestbahnstraße, Adolf-Gstöttner-Gasse und Heistergasse im Rahmen des Stadtentwicklungsgebiets Nordwestbahnhof Schritt für Schritt zu einem gemischt genutzten Wohnquartier mit neuen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen umgebaut.[3]
Die Häuser der Gasse
- Adolf-Gstöttner-Gasse 2
- Adolf-Gstöttner-Gasse 4
- Adolf-Gstöttner-Gasse 6-8
- Adolf-Gstöttner-Gasse 7
- Adolf-Gstöttner-Gasse 10
- Adolf-Gstöttner-Gasse 12
Praktische Hinweise
- Erreichbarkeit
- Vom Stadtzentrum aus bietet sich die Anreise mit der U4 bis Friedensbrücke oder mit der U6 bis Jägerstraße an. Von dort fährt man mit der Straßenbahnlinie 5 bis zur Haltestelle Rauscherstraße und erreicht die Adolf-Gstöttner-Gasse in wenigen Gehminuten. Alternativ gelangt man vom Augarten aus über die Wasnergasse beziehungsweise Nordwestbahnstraße rasch zu Fuß in die Gasse.
| Adolf-Gstöttner-Gasse – Überblick |
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Quellen
- ↑ Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 22
- ↑ Zur Entwicklung des Fahnenstangenwassers vgl. Fahnenstangenwasser, https://de.wikipedia.org/wiki/Fahnenstangenwasser; Hohensinner/Hahmann, „Historische Wasserbauten an der Wiener Donau und ihren Nebengewässern“, BOKU, 2020, https://boku.ac.at/fileadmin/data/themen/Zentrum_fuer_Umweltgeschichte/
- ↑ Rahmenbedingungen Transformation Nordwestbahnstraße 53, Stadtentwicklung Wien, https://www.wien.gv.at/pdf/ma21/nordwestbahnstrasse53-rahmenbedingungen-transformation.pdf; Projektinformation Nordwestbahnstraße 53, https://www.wien.gv.at/stadtplanung/nordwestbahnstrasse-53; Wien Gestalten: Nordwestbahnstraße 53–59, https://www.wiengestalten.at/termine/nordwestbahnstrasse-53-59-informationsnachmittag/
- ↑ Projektinformation Nordwestbahnstraße 53, Stadtentwicklung Wien, https://www.wien.gv.at/stadtplanung/nordwestbahnstrasse-53; Immobilienexposés zu Adolf-Gstöttner-Gasse 4, u. a. Neubaukompass und Trend/Immo, mit Lagebeschreibung „nahe Augarten“ und „Wallensteinplatz“, https://www.neubaukompass.at und https://immo.trend.at.