Gonzagagasse 2-4

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Grund-Information
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Gonzagagasse 2-4

Aliasadressen =Gonzagagasse 2-4, =Morzinplatz 4, =Salztorgasse 6-8, =Franz-Josefs-Kai 31-33
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1201, 1209 | vor 1821: 1294, 1304 | vor 1795: 1321
Baujahr 1963-1967
Architekt Josef Vytiska


Leopol-Figl-Hof, ehem. Hotel Metropol - Architektur und Geschichte

Das Haus in Stahlbetonskelettbauweise wurde 1963 von Josef Vytiska erbaut. Es wurde nach Leopold Figl, dem ÖVP-Politiker, der das KZ überlebt hatte, benannt.

Am Hof befindet sich, am Balkon des 1. Stocks, ein Fries von Emil Roth. Es zeigt eine Darstellung des Galgens, Schafotts und Häftlinge. Roth gestaltete auch das Fußbodennatursteinmosaik im Innenbereich. An der Fassade auf Seite des Morzinplatzes findet sich ein Relieffries von Bildhauer Alfons Riedel.

Im Haus befindet sich außerdem ein Gedenkraum für die Opfer des Freiheitskampfes Österreichs (Eingang Salztorgasse).

Gedenkstätte der Opfer des Freiheitskampfes Österreichs

Seit 1968 betreut in diesem Haus das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes eine Gedenkstätte der Opfer des Freiheitskampfes Österreichs, die 2011 neu gestaltet wurde. Inhalt der Ausstellung ist die Tätigkeit der Gestapo, der Einsatz von Spitzel und die Verfolgung von Juden.

Derzeit wird die Gedenkstätte nur auf Nachfrage geöffnet (Tel.: 2289469-319 oder office@doew.at).

Vorgängerhäuser

Das Treumann-Theater

Der Brand des Treumanntheater am Franz Josefs Kai Wien 9. Juni 1863". Farblithographie. Druck & Verlag H. Gerhart, Wien.[1]

Im frühen 19. Jhdt. stand hier ein Theater, das Treumann-Theater, ein Operettenhaus. Der Bauplatz wurde damals erst frei, da die Stadtmauer (Gonzagabastei), die hier verlief, abgerissen wurde. Gründer des Theaters war Karl Treumann. Das Theater, das 1860 eröffnet worden war, brannte 1863 vollständig ab.

Das Hotel Metropole

Das Hotel Metropol

An Stelle des Theaters wurde 1871 ein Hotel erbaut, das durch Hitler eine traurige Berühmtheit erlangte.

Das Hotel war nach Plänen von Carl Schumann und Ludwig Tischler erbaut worden, es sollte Besucher der Weltausstellung 1863 beherbergen. Gerade rechtzeitig (im März 1873) eröffnete es feierlich seine Pforten.

Das NS-Regime wandelte das Hotel in die Zentrale der nationalsozialistischen Gestapo um. Zahlreiche Menschen wurden hier inhaftiert und gequält, unter anderem auch Bundeskanzler Kurt Schuschnigg.

Das Hotel hatte erstaunlicher Weise den Krieg unbeschadet überstanden, eine kleine Bombe, die am 15.1.1945 eingeschlagen war, richtete kaum Schaden an. Doch am 18.2.1945 stürmten Plünderer das Hotel und legten Feuer. Sofort einlangende Hilfskräfte konnten das Feuer löschen, einer der Plünderer wurde bei dem Einsatz erschossen. Unentdeckt blieb jedoch eine Glut im Keller. sie sorgte dafür, dass drei Tage später der Keller, der mit Munitionsvorräten und Koks befüllt war, explodierte. Die Ruine wurde im Frühjahr 1945 gesprengt.

Gedenktafel

Eine Gedenktafel erinnert an den philippinischen Nationalhelden José Rizal.

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Rizal GT.jpg Rizal, José Dr. José Rizal

(1861 - 1896)
Dr. José Rizal, philippinischer
Nationalheld, wohnte vom 20. bis
24. Mai 1887 im Hotel Metropole,
das sich an dieser Stelle befand.
Ein österreichischer Lehrer,
Professor Ferdinand Blumentritt
unterstützte Rizals Aktion in
Europa gegen die spanische
Kolonialherrschaft


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Quellen