Steinmüllergasse 23-27

Aus City ABC

Das Gebäude

Steinmüllergasse 23-27

Bezirk
17., Hernals
Aliasadressen
=Steinmüllergasse 23-27
=Steinmüllergasse 30-34
=Goldscheidgasse 2-4
=Rosenackerstraße 19-23
Konskriptionsnummer Stadt
vor 1862: -
vor 1847: -
vor 1821: -
vor 1795: -
Baujahr
1953–1954
Architekten (Bau)
Herbert Prehsler; Franz Lax; Eduard F. Sekler
Weitere Adressen der Anlage
Inhaltslizenz: CC-BY-SA 4.0


Wohnhausanlage Freiheitssiedlung - Architektur und Geschichte

Die Freiheitssiedlung entstand 1953/54 auf steil ansteigendem Gelände an der Gabelung mehrerer Straßenzüge. Der Komplex setzt sich aus insgesamt 13 entlang der Straßenzüge platzierten Trakten zusammen, die teilweise gekuppelt und aufgrund des Terrains leicht versetzt ausgeführt sind. Daraus ergibt sich eine terrassenähnliche Gesamtwirkung, die für die Wohnbauentwicklung der 1950er-Jahre typisch ist, weil sie gegenüber der geschlossenen Blockrandbebauung mehr Freiraum, Durchgrünung und Belichtung ermöglicht.[1] In SUmme bietet die Wohnhausanlage 125 Gemeindewohnungen.

Jeder Trakt verfügt über ein eigenes Stiegenhaus; die Stiegen 1–4 sind zweigeschoßig, die übrigen dreigeschoßig, und die Stiegen sind farblich voneinander unterschieden. Die Fassaden sind bewusst schlicht gehalten. Versetzte Fenster markieren die Zonen über den überdachten Eingängen; darüber bleibt die Fassade weitgehend plan und wird von einem durchgehenden Dachgesims abgeschlossen. In Teilbereichen sind Gärten und begrünte Randzonen integraler Bestandteil der Anlage, wodurch der gemeinschaftliche Außenraum als Qualitäten des Wohnens mitgedacht ist.

Der Name Freiheitssiedlung erinnert an den 15. Mai 1955, jenen Tag, an dem mit der Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages die Wiederherstellung Österreichs als gleichberechtigter und souveräner Staat vereinbart wurde.[2]

Das Areal vor Errichtung der Wohnhausanlage

Das Areal befand sich anteilig seit 1913 im Besitz der Gemeinde Wien. Vor der Errichtung der Wohnanlage waren die Grundstücke teilweise noch als Äcker, Wiesen und Gärten verzeichnet. 1954 war die Anlage bezugsbereit und blieb in ihrer Grundstruktur weitgehend unverändert; spätere Dachausbauten, Wohnungszusammenlegungen und der Einbau von Bädern werden als Maßnahmen beschrieben, die die Wohnqualität schrittweise verbesserten

Kunst im öffentichen Raum

Im Hofbereich der Wohnhausanlage befindet sich eine Brunnenanlage mit Darstellungen von Wander Bertoni. [3][4][5]

Brunnenanlage – Steckbrief
Datierung / Aufstellung 1954
Künstler Wander Bertoni
Material Keramik
Darstellung Brunnenanlage mit Keramiksäulen
Standort (genau) im Hofbereich der Wohnhausanlage Freiheitssiedlung

Außerdem findet sich hier die Schrifttafel Freiheitssiedlung von Rudolf Schwaiger.

Schrifttafel Freiheitssiedlung – Steckbrief
Datierung / Aufstellung nach 1955
Künstler Rudolf Schwaiger
Material k.A.
Darstellung Erklärung zum Namen Freiheitssiedlung
Standort (genau) an der Fassade der Wohnhausanlage



Quellen