Spiegelgasse 3

Aus City ABC

Das Gebäude

Ein Bild.

Bezirk
1., Innere Stadt
Aliasadressen
=Spiegelgasse 3
Konskriptionsnummer
vor 1862: 1094
vor 1847: 1094
vor 1821: 1160
vor 1795: 1120
Baujahr
1886
Architekten (Bau)
Carl Schumann
Inhaltslizenz: CC-BY-SA 4.0


Das Haus - Architektur und Geschichte

Spiegelgasse 3 liegt im Kärntner Viertel der Inneren Stadt, wenige Schritte vom Graben entfernt. Das Haus ist als Wohn- und Geschäftshaus konzipiert und gehört in die Phase der späten Gründerzeit, in der die Erdgeschoßzone zunehmend als zusammenhängende Geschäftsfläche gelesen wurde.

Das Gebäude wurde 1886 durch Carl Schumann auf einer Grundfläche von 414 m² errichtet. In der Denkmalliste wird es als späthistoristisches Wohn- und Geschäftshaus in Formen der Neu-Wiener Renaissance geführt.[1]

Geschäftsausstattung (1911)

Eine besondere Qualität des Hauses liegt in der überlieferten Geschäftsausstattung: Für 1911 wird eine originale Ladenausstattung genannt, die von Emil Hoppe, Otto Schönthal und Marcel Kammerer gestaltet wurde. Dieser Befund ergänzt die Baugeschichte um eine zweite, deutlich „modernere“ Schicht innerhalb der Geschäftszone, die sich aus dem Umfeld der frühen Wiener Moderne speist.[2][3]

Nutzung heute

Im Haus ist eine Beratungsstelle des Instituts für Ehe und Familie verzeichnet, die in der Adresse Spiegelgasse 3 geführt wird.[4] Gleichzeitig ist die Adresse als Standort des Augarten Flagship Stores etabliert, womit die historische Prägung als Geschäftshaus bis in die Gegenwart fortgeschrieben wird.[5][6]

Steine der Erinnerung

Stein der Erinnerung

Dr. Edith Ball, geb. Hallwig
Geboren am 14. 07. 1910
Deportiert am 10. 09. 1942
von Wien nach Theresienstadt
am 16. 05. 1944 nach Auschwitz
Im Holocaust ermordet

Dr. Egon Ball
Geboren am 06. 04. 1902
Deportiert am 10. 09. 1942
von Wien nach Theresienstadt
am 16. 05. 1944 nach Auschwitz
Im Holocaust ermordet

Johann (Hans) Ball
Geboren am 19. 12. 1937
Deportiert am 10. 09. 1942
von Wien nach Theresienstadt
am 16. 05. 1944 nach Auschwitz
Im Holocaust ermordet

Dr. Herbert Hallwig (Haberfeld)
Geboren am 06. 10. 1879
Tod durch Selbstmord
am 12. 11. 1938 in Wien

Margarethe Hallwig, geb. Lasch
Geboren am 25. 03. 1884
Deportiert am 10. 09. 1942
von Wien nach Theresienstadt
am 16. 05. 1944 nach Auschwitz
Im Holocaust ermordet


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Quellen