Kriminalfall: Der Fenstersturz des Johannes Krawarik

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Kriminelles Wien
Der Fenstersturz des Johannes Krawarik
Relevante Orte: Churhausgasse 2
Verbrechen: Vandalismus und Körperverletzung

Beim Sturm auf das Churhaus 1938 wurde ein Priester schwer verletzt

Kardinal Innitzer hatte eine feierliche Erklärung von Bischöfen, die sich „aus innerster Überzeugung“ für einen Anschluss von Österreich engagierten, mit den Worten „Heil Hitler“ unterschrieben. Dies sorgte innerhalb der Kirche für einen Eklat, sodass Innitzer vom Papst Pius XI. in Rom heftig zurechtgewiesen wurde.

Daher gestand er beim Rosenkranzfest 1938 der katholischen Jugend Wiens, dass er sich geirrt hätte (er hat danach gegen das Nazi-Regime gekämpft) – der einzige Führer sei Christus.

Diese Aussage war der Anlass für die Jugendlichen, das erzbischöfliche Palais und das Churhaus am 8.10.1938 zu stürmen. Dabei warfen sie den Domkuraten Johannes Krawarik aus dem Fenster, der Geistliche brach sich beide Beine. Heute erinnert daran eine Tafel im Hof – neben den Müllcontainern.



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Quellen