Hardeggasse

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Hardeggasse

Hardeggasse

Bezirk
22., Donaustadt
Benennung
1909
Benannt nach
Adelsfamilie Hardegg und der Schlacht bei Aspern
Länge in Metern
808,33
Gehzeit in Minuten
9,74
Vorherige Bezeichnungen
-


Namensgebung und Geschichte

Die Benennung der Gasse erfolgte am 23. März 1909 im Zuge der großflächigen Verbauung von Stadlau und Aspern und der systematischen Erinnerung an die Ereignisse von 1809 in der Donaustadt. Damit erhielt eine bis dahin weitgehend landwirtschaftlich geprägte Zone eine neue Erschließungsachse zwischen Donaustadtstraße, den entstehenden Wohnsiedlungen und den Kleingartenanlagen am Oberen Mühlwasser.

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Rechtschreibreform von 1996 wurde für die amtliche Schreibung der Verkehrsfläche die Form Hardegggasse mit dreifachem g festgelegt. Auf vielen Straßen- und Stationsschildern, etwa an der 2010 eröffneten Station der Linie U2, blieb jedoch die ältere Form Hardeggasse erhalten und prägt bis heute den alltäglichen Sprachgebrauch.

Die Gasse trägt den Namen dreier Soldaten aus der niederösterreichischen Adelsfamilie Hardegg, deren Stammsitz im Raum der Burg Hardegg im Waldviertel liegt und aus der mehrere hohe Offiziere der Koalitionskriege hervorgingen. Besonders verdient machten sich in der Schlacht bei Aspern die drei Brüder Johann Ignaz Hardegg, 1772-1848, General der Kavallerie, Johann Anton Hardegg, 1773-1825, Feldmarschalleutnant und Johann Heinrich Hardegg, * 14. Mai 1778 Wien, † 11. Juni 1854 Wien, General der Kavallerie.

Die Hardeggasse gehört damit zu einer Gruppe von Verkehrsflächen in der Donaustadt, deren Namen an die Schlacht bei Aspern 1809 und die österreichischen Heerführer dieser Zeit erinnern; in diesem thematischen Umfeld stehen etwa auch Kapellenweg, Husarenweg oder Lannesstraße.

Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Am einfachsten erreicht man die Hardeggasse über die U-Bahnstation Hardeggasse (U2) an der Donaustadtstraße. Von hier gelangt man in wenigen Minuten zu Fuß in den nördlichen Abschnitt der Gasse oder fährt mit der Straßenbahn 25 beziehungsweise den Buslinien 92A, 95A und 96A weiter zu Haltestellen im Umfeld. Wer von Süden her kommt, steigt am besten im Bereich der Wulzendorfstraße aus und geht durch das Siedlungsgebiet zur Gasse; von der Alten Donau beziehungsweise vom Donauspital aus ist die Gasse ebenfalls über kurze Fußwege erreichbar.
Hardeggasse – Überblick
Bezirk / Lage
22., Donaustadt; Achse zwischen Donaustadtstraße / U2 Hardeggasse im Norden und dem Wohn- und Kleingartengebiet beim Oberen Mühlwasser im Süden.
Umgebung
Im Umfeld der U-Bahnstation finden sich Supermärkte, kleinere Lokale und wichtige Umsteigepunkte Richtung Donauspital, Stadlau und Seestadt Aspern. Südlich der Wulzendorfstraße prägen Kleingartenvereine, Siedlungshäuser und Grünflächen die Umgebung; mit dem Rad ist man rasch an den Uferbereichen von Donau und Mühlwasser.
Charakter der Gasse
Mischverkehrsstraße mit eher starkem Alltagsverkehr im nördlichen Abschnitt und ruhigerem, siedlungsgeprägtem Charakter im Süden. Zwischen Wulzendorfstraße und Strohblumengasse verläuft ein ausgebauter Zweirichtungsradweg; insgesamt ist die Gasse eher funktionale Verbindungsachse als klassisches Flanierziel.
Hinweise
Klassische Sehenswürdigkeiten sind entlang der Hardeggasse selten; interessant ist sie vor allem als Beispiel für die Stadterweiterung der Donaustadt und als Schnittstelle zwischen dichter Verbauung, Infrastruktur (U2, Donauspital) und den Freizeit- und Kleingartenbereichen am östlichen Stadtrand. Wer historische Spuren sucht, kann einen Spaziergang mit dem Besuch der umliegenden Pfarrkirchen, des Stadlauer Friedhofs und von Gedenkorten zur Schlacht bei Aspern verbinden.


Quellen