Hans-Steger-Gasse

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Hans-Steger-Gasse

Hans-Steger-Gasse

Bezirk
22., Donaustadt - Hirschstetten
Benennung
1909
Benannt nach
Hans Steger
Länge in Metern
315,29
Gehzeit in Minuten
3,80
Vorherige Bezeichnungen
-


Namensgebung und Geschichte

Die Hans-Steger-Gasse liegt im Bezirksteil Hirschstetten/Stadlau des 22. Bezirks Donaustadt und erschließt ein dicht bebautes Wohngebiet nördlich der Langobardenstraße. Der Straßenzug gehört zu jenem Bereich von Hirschstetten, in dem der ältere Gebäudebestand weitgehend erhalten blieb und der heute als bauliche Schutzzone ausgewiesen ist.[1][2]

Die Gasse wurde am 23. März 1909 nach dem Kaufmann, Ratsbürger und Besitzer der Herrschaft Hirschstetten Hans Steger (auch Johann Steger) benannt. Er war im frühen 15. Jahrhundert als Wiener Bürgermeister tätig, der die Stadt in mehreren Amtsperioden führte und zugleich Besitzer der Herrschaft Hirschstetten war.

Geschichte

Das Gebiet war bis ins frühe 20. Jahrhundert vorwiegend von kleineren vorstädtischen Häusern und bäuerlichen Strukturen geprägt. In der Zwischenkriegszeit entstanden in der näheren Umgebung erste Gemeindebauten; besonders markant ist die Wohnhausanlage Konstanziagasse 44 / Hans-Steger-Gasse 15-21 aus den 1920er Jahren, die mit ihrem frühen kommunalen Wohnbauprogramm Teil des „Roten Wien“ ist.[3][4] Nach 1945 wurde der Straßenzug durch weitere Wohnhausanlagen ergänzt; ein Beispiel ist der Gemeindebau Hans-Steger-Gasse 13 (Bauzeit 1966–1967, Architekt Raimund Haintz).[5]

Im Zuge der Ausweitung von Schutzzonen in Stadlau und Hirschstetten ab den 2000er Jahren gewann die Hans-Steger-Gasse erneut Aufmerksamkeit. Bürgerinitiativen und Fachgutachten betonten den Wert des weitgehend geschlossenen historischen Straßenbildes und der gründerzeitlichen beziehungsweise frühmodernen Wohnbauten entlang der Gasse, etwa im Zusammenhang mit Flächenwidmungsplan 7440E und den vorgesehenen Schutzzonen rund um Langobardenstraße und Hans-Steger-Gasse.[6][7]

Die Häuser der Straße

In der Zwischenkriegszeit befand sich an der Adresse Hans-Steger-Gasse 21 ein kleines Kino, die „Lichtspiele Stadlau“, das als Veranstaltungsort der Arbeitervereine von Stadlau und Umgebung genutzt wurde und damit einen Beitrag zum kulturellen Leben des Stadtteils leistete.[8] Heute ist die Gasse unter anderem durch den Sportverein WAT Stadlau präsent, der am Standort Hans-Steger-Gasse 15 vielfältige Bewegungsangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner der Umgebung anbietet.[9]

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Am einfachsten erreicht man die Hans-Steger-Gasse über die U-Bahnlinie U2 bis Hardeggasse. Von dort führt ein kurzer Fußweg entlang der Langobardenstraße nordwärts in das Wohngebiet, oder man nutzt die Straßenbahnlinie 25 sowie die Buslinien 77A, 79B, 86A und 92A, die an den Haltestellen Langobardenstraße beziehungsweise Konstanziagasse halten.[10]
Hans-Steger-Gasse – Überblick
Bezirk / Lage
22., Donaustadt, im Übergangsbereich der Bezirksteile Hirschstetten und Stadlau; Wohnstraße nördlich der Langobardenstraße, nahe Konstanziagasse und Wurmbrandgasse
Umgebung
Alltägliche Nahversorgung findet sich vor allem entlang der Langobardenstraße und im Zentrum von Stadlau; größere Ziele wie die Blumengärten Hirschstetten und der Badeteich Hirschstetten sind mit Bus oder Rad rasch erreichbar.[11]
Charakter der Gasse
Mischung aus vorstädtischen Zinshäusern mit Jugendstildekor, Gemeindebauten aus Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit sowie jüngeren Wohnhausanlagen; Teile des Straßenzuges liegen in einer baulichen Schutzzone und vermitteln noch den Charakter der alten Siedlung Stadlau/Hirschstetten.[12][13]
Hinweise
Die Hans-Steger-Gasse bietet weniger klassische Sehenswürdigkeiten als vielmehr ein dichtes Bild kommunalen Wohnbaus und vorstädtischer Architektur. Für Spaziergänge eignet sich die Kombination mit dem Besuch der Blumengärten Hirschstetten oder einem Rundgang durch die historischen Straßenzüge zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Langobardenstraße; an der nahe gelegenen Langobardenstraße/Konstanziagasse lohnt ein Blick auf das Steinmosaik Familie von Albert Paris Gütersloh.[14]


Navigation

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Quellen