Der nächtliche Chorgesang in der Burgkapelle
1., Innere Stadt Hofburg Burgkapelle · Hofmusikkapelle Wiener Sängerknaben
Varianten der Erzählung: Klang in Allerseelen- oder Weihnachtsnächten · ein unsichtbarer Chor singt ein »Laudate« · Kerzen tropfen, ohne zu brennen · skeptische Deutung: Echoschächte der Höfe, späte Proben, Zugluft, die Mundglas »singen« lässt.
Historischer Hintergrund
Zur Einordnung: Die Burgkapelle ist seit dem späten 15. Jahrhundert mit der kaiserlichen Hofmusik verbunden; aus der Hofsänger-Tradition ging der Knabenchor hervor, der später als Wiener Sängerknaben bekannt wurde. Die dichten Höfe und Treppenhäuser der Hofburg bilden Echoräume, in denen selbst entfernte Klänge »stehen«. Späte Proben, offene Schallwege und nächtliche Akustik boten Stoff für eine Andachts- und Spukgeschichte – zwischen Hofzeremoniell und Sonntagsmesse. [1]
Vertiefende Informationen: Hofburg · Augustinerkirche · Die Weiße Frau in der Hofburg · Das Gespenst in der Augustinerkirche
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Quellen
- Gustav Gugitz: Die Sagen und Legenden der Stadt Wien. Wien 1952 – Dom- und Hoflegenden (Musik/Andacht).
- Dehio Wien I: Burgkapelle der Hofburg; Augustinerkirche (Musik/Emporen).
- Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien – Burgkapelle; Hofmusikkapelle; Wiener Sängerknaben.
- ↑ Hofmusik- und Stadttopographie: Burgkapelle/Hofmusikkapelle; akustische Eigenheiten der Hof- und Treppenräume.
