Das Bärenkreuz
Die Sage erzählt von einem Braunbären, der einem Schausteller entlaufen war und einem Kind, das in einer Wiege unter einem geschnitzten Kruzifix geschlafen hatte.
Vor langer Zeit ging ein Gaukler durch die Vorstadt Margareten. Er trieb einen Braunbären vor sich her, mit dem Zeil der Schlosses Hundsturm. Hier wollte er die Herrschaft mit dem Tanz seines Bären unterhalten. Kinder umringten das außergewöhnliche Paar, neckten den Bären und reizten ihn mit langen Gerten. Irgendwann war es dem gütigen Tier zu viel, er richtete sich auf, sch.ug seinen Wärter nieder und trabte davon.
Dieser Braunbär gelangte nun in die ebenerdige Wohnung des Hauses , beschnupperte das Kind, und trottete, ohne dem Kind etwas anzutun, wieder aus der Wohnung.
Man schreib dieses Wunder dem Kruzifix zu, das vom spanischen Bildhauer Calixo geschaffen worden war, und in der Zeit des Karl VI. nach Wien gelangt war. Der wertvolle Familienschatz wurde 1855 in die Lazaristenkirche übernommen und schmückt dort den Kreuzaltar. Das Haus aber erhielt den Namen "Zum braunen Bären".
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