Abelegasse

Aus City ABC

Abelegasse

Abelegasse

Bezirk
16., Ottakring
Benennung
1856
Benannt nach
Thomas Abele
Länge in Metern
372,87
Gehzeit in Minuten
4,49
Vorherige Bezeichnungen
Feldweg, Untere Hauptstraße


Namensgebung und Geschichte

Die Abelegasse ist eine kurze Wohnstraße im 16. Bezirk (Ottakring). Sie verbindet den Johann-Nepomuk-Berger-Platz mit der Haberlgasse und liegt im Umfeld der Thaliastraße.

Namensgeber der Gasse ist der Gastwirt Thomas Abele (* 17. Dezember 1798, † 11. August 1869), der auch als Gemeinderatsauschuss-Mitglied des 16. Bezirks tätig war. [1]

1783 scheint erstmals ein Name für die Straße auf, sie wird als "Feldweg" bezeichnet. 1835 findet sich der Name "Untere Hauptstraße", erst am 1.4.1856 wurde der heutige Name festgelegt. [2]

Ein lokales Detail ist das 1931 geführte Schulkino an der Hausnummer 29; an derselben Adresse befindet sich heute eine Wohnhausanlage mit großformatigen Mosaiken von Carolus Lehner. [3][4][5][6][7]

Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Die Abelegasse liegt wenige Schritte westlich des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes im 16. Bezirk. Über den Platz ist sie sehr gut mit den Straßenbahnlinien 2, 9 und 44 angebunden; die Haltestellen liegen praktisch am unteren Gassenende. In kurzem Fußweg erreicht man außerdem Buslinien (10A, 48A) rund um den Platz sowie die U3- und S45-Station Ottakring über die Ottakringer Straße. In der Abelegasse selbst verkehren keine öffentlichen Linien; der Durchzugsverkehr ist relativ gering, die Gasse wird vorrangig als Wohnstraße genutzt.
Besichtigungstipps
Ein kurzer Rundgang bietet sich in Verbindung mit dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz (neugestalteter Platz mit Grünflächen und Straßenbahnknoten) und der nahen Ottakringer Brauerei an. Entlang der Gasse selbst zeigen verschiedene Wohnhausanlagen die Entwicklung Ottakrings vom Vorstadtgründerzeitviertel zum Gemeindebau- und Neubaugebiet (unter anderem die Wohnhausanlagen Abelegasse 12 und 29 sowie neuere Projekte wie Abelegasse 20). Kleine Grünräume wie der Leon-Askin-Park und einzelne Kleindenkmäler/Kapellen im Umfeld lassen sich gut in einen Spaziergang durch das Grätzl zwischen Ottakringer Straße und Thaliastraße einbauen.
Abelegasse – Überblick
Benennung
seit 1. April 1856 nach dem Ottakringer Gastwirt und Gemeinderatsmitglied Thomas Abele; davor als Feldweg (18. Jahrhundert) und Untere Hauptstraße (ab 1835) dokumentiert.
Anlage
kurze Wohnstraße im dicht bebauten Ottakringer Grätzl; verbindet den Johann-Nepomuk-Berger-Platz mit der Haberlgasse und folgt in etwa der historischen Linie des Ottakringer Bachs.
Lage/Charakter
Querachse zwischen Ottakringer Straße und Thaliastraße im Umfeld der Ottakringer Brauerei; gemischtes Straßenbild aus Gründerzeithäusern, kommunalen Wohnanlagen und aktuellen Neubauprojekten, überwiegend Wohnnutzung mit lokaler Infrastruktur.
Prägende Bauten
Wohnhausanlagen in kommunaler und genossenschaftlicher Trägerschaft (u. a. Abelegasse 12, Abelegasse 29 mit Kunst-am-Bau-Mosaiken), kleinere Parks und Höfe (Leon-Askin-Park), einzelne Gewerbe- und Ateliernutzungen (Showrooms/Studios rund um Abelegasse 10) sowie öffentliche Einrichtungen im Umfeld (Polizeiinspektion Abelegasse 14-16).
Kultur
Typische Ottakringer Wohnstraße im Einflussbereich der Ottakringer Brauerei und des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes; im Umfeld Themen wie Arbeiterwohnkultur, Subkultur und Stadtentwicklung (Hausbesetzungen, Zwischennutzungen, neue Wohnprojekte).
Aktuell diskutiert
Verdichtung und Neubauprojekte entlang der Abelegasse (z. B. Wohnanlagen bei Nr. 2–6 und 20) sowie die stadträumliche Aufwertung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes und seiner Zuwegungen; dabei steht die Balance zwischen Wohnqualität im Grätzl und Verkehrsdruck rund um Ottakringer Straße und Thaliastraße im Fokus.


Quellen

  1. Friedrich Umlauft: Namenbuch der Stadt Wien, A. Hartleben Verlag, Wien 1905, S. S1
  2. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 3
  3. Wien Geschichte Wiki: Abelegasse.
  4. Wikipedia: Liste der Straßennamen von Wien/Ottakring, Eintrag Abelegasse.
  5. Wien Geschichte Wiki: Schulkino Abelegasse 29.
  6. Wiener Wohnen: Abelegasse 29 – Wohnhausanlage, Kunst am Bau (Carolus Lehner).
  7. FORMDEPOT (Abelegasse 10): Unternehmensseite.