Herrengasse 12

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Grund-Information
Herrengasse 12 Ansicht 3.jpg Strauchgasse5.jpg

Herrengasse 12 - heute und 1940

Aliasadressen =Herrengasse 12, =Strauchgasse 5, =Leopold-Figl-Gasse 2, =Wallnerstraße 11
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 270, 271 | vor 1821: 281, 282 | vor 1795: 152, 153
Baujahr 1914-1919
Architekt Franz Krasny


Das "Dehnehaus" - Architektur und Geschichte

Das heute hier stehende Gebäude wurde 1914 im Auftrag der Zivnostenska banca von Franz Krasny erbaut, nachdem die Bank die vorher hier stehenden Häuser 1908 gekauft und abgerissen hatte. 1938 ging es in Besitz der Länderbank Wien, A. G. über, ein halbes Jahr später in den des Hypotheken- und Kreditinstitutes in Wien.

Im Haus ist heute ein Hotel untergebracht, das Radisson Blu Style. Es hat wegen seines schlechten Services eher unterdurchschnittliche Kritiken. [1] Die hoteleigene Bar, das "H12", serviert vor allem Weine aber auch Cocktails, auffällig ist vor allem der riesige offene elektronische Kamin. [2] In der Havana Lounge finden um 29 € Dinner & Dance-Veranstaltungen statt.[3]

Vorgängerhäuser

Im 13. Jahrhundert standen an der Mündung der Wallnerstraße in die Strauchgasse drei kleine Häuser, die schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts zu einem verbaut wurden. 1373 erbauten die Herren von Maissau ein neues Gebäude, das sie wahrscheinlich bis 1408 nutzten.

Hauszeichen, Wo der Wolf den Gänsen predigt

Das Vorgänger-Haus Stadt 270 war im Besitz des Hofzuckerbäckers August Dehne, es hatte daher den Namen "Dehnehaus" erhalten.

Wo der Wolf den Gänsen predigt

Nach einem Wandgemälde (Hauszeichen) hatte das Haus auch den Namen "Wo der Wolf den Gänsen predigt".

Als sich in Wien die Protestanten ansiedelten, sollen in diesem Haus geheime Predigten abgehalten worden sein. Das Gebäude war damals in Besitz des Protestanten Georg Stuerzel. Später wurde ein Katholik Besitzer des Baus, dieser ließ ein Gemälde anbringen, das eine Schar irregeleiteter Gänse darstellte, die der Predigt eines Wolfes lauschten.

1860 wurde das Haus abgebrochen, das Wandgemälde ist heute im Wien Museum verwahrt. [4]

Unternehmer

Die Wagen des Georg Johann Fritz

In dem Haus richtete Georg Johann Fritz (* 18. April 1790 Ulm, † 21. Dezember 1868, Wien, AKH) ein Geschäftslokal für seine Wagen ein. Der Deutsche war nach Wien gekommen, um sich hier als bürgerlicher Sattler niederzulassen. Hier verkaufte er Kutschen, reparierte und vermietete sie.



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Quellen