Symbole in Wien

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THEMA: Symbole, die in Wien zu finden sind was ist hier zu finden
Caduceus large.jpg
Symbole - aus dem griechischen "Symbolon" was so viel wie "Zusammenwerfen" bedeutet - wurden in der Kunst häufig angewendet, um Hinweise zu verschlüsseln und geheime Botschaften zu übermitteln. Eine Auswahl der Erklärung solcher Symbole findet sich auf dieser Seite.


Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



A

Acht

Die Zahl Acht steht für Erneuerung, Wiedergeburt und Herrschaft. Liegend gilt sie als Unendlichkeit (zB Kordelschnur als Lemniskate).

Achteck

Da die 8 enthalten ist, gelten die gleichen Eigenschaften. Die Taufbecken des Mittelalters hatten diese Form, auch die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches ist achteckig.

Adler

Der Adler ist ein uraltes Symbol der Herrschermacht und gehört Königen und Göttern. Einköpfig und schwarz nutzten ihn bereits die deutschen Könige seit dem 10. Jahrhundert. Ab dem 13. Jahrhundert ist ein doppelköpfiger Adler als Symbol des Kaiserhauses zu finden, den einköpfigen Adler verwendeten meist unterstehende Reichsfürsten (auch die Babenberger, die ab 1230 ein rotweißrotes Bindenschild nutzen). Der Adler symbolisiert auch den Evangelisten Johannes. [1] Die Stadt Wien trug um 1220 den einköpfigen Adler, ab 1278 das rotweiße Kreuzschild, das noch heute das Stadtwappen Wiens ist.

Ähren, Ährengarben

Getreide besaß durch die vielen Hungersnöte eine hohe Bedeutung. Sie symbolisieren Wohlstand (als Folge einer reichen Ernte), aufgrund der Vielkörnigkeit aber auch Fruchtbarkeit, Kindersegen und Liebe.

Akazie

Diese Pflanzen sind Symbol der platonischen Liebe und der Unsterblichkeit der Seele. Die Musterung von verschlungenen Akanthusblättern findet sich oft in

Akanthus

Das Ornament zeigt die gleichnamige Pflanzengattung, ein distelartiges Blatt. Die Musterung mit in sich verschlungenen Akanthusblättern findet sich oft in korinthischen Kapitellen. Sie gelten als Symbol für Leben und Unsterblichkeit.

Akelei

Die Heilpflanze steht für den Heiligen Geist, Lebenskraft, Überwindung irdischer Begrenzung, umfassendes Heil, Triumph und Erlösung, war aber aufgrund ihrer Wirkung gegen Frauenleiden auch Symbol für Fruchtbarkeit. Im Altertum wat die Akelei der Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht, im Mittelalter sagte man der Pflanze aphrodisischen Kräfte nach. Es hieß, dass - wenn man deren Samen zu Pulver zerrieb und ihre Handflächen damit berührte - eine Frau sofort sexuell erregt sein würde.

Alpha und Omega

Der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets symbolisieren Anfang und Ende - sie sind daher Symbol für das Umfassende, für Gott aber auch für Jesus. Damit scheint das Symbol auch oft in Christusmonogrammen auf.

Alraune

Die Alraune, ein giftiges Nachtschattengewächs, ist Symbol für Fruchtbarkeit und Empfängnis. Da ihre Wurzel Ähnlichkeit mit der menschlichen Gestalt hat, wurde sie bald auch für Zauberei und Alchemie genutzt. Laut der Brüder Grimm entstand die Bezeichnung "Alraune" nach der altgermanischen Seherin Albruna, deren Name sich von ahd. alb ‚Alb, Mahr, Faun‘ und ahd. rûnen ‚leise sprechen, heimlich flüstern, raunen‘, got. runa („Geheimnis“) oder nord. run („Geheimnis, Rune“) ableitet. Schon in der Zeit der alten Griechen war die Pflanze bekannt, unter der Bezeichnung "Mandragoras" - auch Kirkaia (Circekraut) - war sie als Liebesmittel in Verwendung. Sie war daher der Göttin Aphrodite geweiht.

Amboss

Im Mittelalter stand der Amboss, oft auch in Verbindung mit dem Hammer, als Symbol für die Erschaffung des Alls. Später wurde die Industrieearbeit mit Amboss und Hammer symbolisiert.

Amsel

Das lockender Tirilieren des Singvogel steht für die Verführung des Fleisches, verstärkend wurde das schwarze Federkleid als Sinnbild für den Teufel in Zusammenhang gebracht. Die schwarze Färbung assoziiert aber auch Trauer und Einsamkeit, weshalb man sie mit frommen Einsiedlern in Verbindung brachte.

Angel

In alten Büchern wird ein Mann mit Angel als Falschheit personifiziert. Manchmal befindet er sich in Begleitung eines Fuchses.

Anker

Das Symbol der Hoffnung und der Verlässlichkeit - auf frühchristlichen Gräbern findet man den Anker als Symbol für die Zugehörigkeit des Christentums.

Apfel

Die Frucht galt schon in der Antike als Symbol für Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit. Iduna, eine altnordische Götting, hütete Äpfel, die ewige Jugend verliehen, die Kelten sagten ihm Erkenntnis und überliefertes Wissen nach. Eva gab Adam im Paradies den Apfel als Verführung, die Form des Apfels erinnert auch an weibliche Brüste, das Kerngehäuse, wenn der Apfel der Länge nach durchgeschnitten ist, an eine Vulva. Er gilt daher als Zeichen für sinnliche Reize und Begierden. Der Reichsapfel verkörpert die Erdkugel und ist Symbol für die Herrscherwürde.

Arche

Die Arche (Arche Noah) ist Symbol für die christliche Kirche und Jesus (Rettung der Menschheit). Die Bundeslade der Israeliten heißt auch "Arche des Bundes" und ist ein tragbarer, vergoldeter Kasten aus Akazienholz. Sie ist das Zentralheiligtum der jüdischen Religion. Im Christlichen Glauben wird die Arche als Halbmond dargestellt.

Arma Christi

Die "Waffen Christi", die Leidenswerkzeuge, sind Symbole für die Erlösung der Menschheit durch den Tod von Jesus. Sie symbolisieren auch die Vergänglichkeit und den Tod.

Äskulapstab

Der Äskulapstab, auch Asklepiosstab, ist Symbol der Mediziner, wenn sich eine Schlange darum windet, das altes Standeszeichen der Apotheker. Äskulap war der Gott der Heilkunde in der griechischen Mythologie.

Aspis

Das schlangenartige Wesen entsprang der griechischen Mythologie, und soll aus dem Blut der Medusa gewachsen sein. In der Christlichen Kunst ist zu Füßen Christi und Maria eine Viper (lateinisch: Aspis) als Symbol für das besiegte Böse zu finden.

Auge

Das Auge findet sich in allen Religionen und Mythen. Generell gilt es als Symbol für die Wachsamkeit und die Allwissenheit. Im alten Ägypten symbolisierte das Auge des Ra die Sonnenscheibe der Sonnengötter. Das Auge Gottes - dass allsehende Auge - wird oft von einem Strahlenkranz umgeben und von einem Dreieck (Trinität) umschlossen. Auch in der Freimaurerei scheint das "Auge der Vorsehung" im Osten, über dem Stuhl des Meisters, auf. Es symbolisiert die stets enthüllende Wahrheit und die Hoffnung, Weisheit zu erreichen und soll den Menschen an die alle Geheimnisse durchdringende ewige Wachsamkeit Gottes erinnern. [2] Das Auge findet sich auch auf den 1-Dollar-Noten der USA. In der Analytischen Psychologie symbolisiert das Auge das Bewusstsein.

Auster

Das Symbol für die Frau (vaginales Zeichen) findet sich erst ab dem 17. Jahrhundert, vorher wurden Muscheln verwendet.

Axt, Doppelaxt

Die Axt ist das Symbol für Autorität und Macht. In Dokumenten der Freimaurerei findet sich die Axt auf der Spitze einer Pyramide, vielleicht handelt es sich dabei um ein Symbol, das auf die Freilegung von Geheimnissen hinweist. also „dass der Stein geöffnet werde, um zu seinem esoterischen Inhalt zu gelangen“. [3] Wird die Axt mit einem Stäbebündel dargestellt, wurde hier ein Symbol der Römer für "Gerichtsbarkeit" übernommen.

B

Baldachin

Ein Symbol für Macht und Würde der Geistlichkeit und der weltlichen Herrscher.

Ball

Der Ball steht für Sonne und Mond - die Götter spielten mit den Planeten, in dem sie sie wie Bälle durch den Himmel warfen. Der Ball symbolisiert aber auch die Unbeständigkeit, die Glücksgöttin Fortuna wird oft mit einem Ball gezeigt.

Bänder

Die Bänder sind ein altes Symbol für Obrigkeit. Die auf der Mitra angebrachten Bänder beziehen sich darauf, die zwei Pendilien-Bänder ("Vittae") stehen symbolisch für das Alte und das Neue Testament.

Banner werden als Zeichen des Sieges getragen. In der Christlichen Kunst ist häufig der Erzengel Michael mit einem Banner oder einer Kreuzfahne dargestellt.

Bär

Der starke Bär gilt als Wahrzeichen des zweiten der vier Weltreiche des Altertums (persisches Königreich), später des Zarenreichs. Im Christentum wird der Bär eher negativ verwendet, hier ist er Sinnbild für das Böse und das Laster (Sinneslust). Man findet ihn häufig in der romanischen Bauplastik. Im späten Mittelalter wird auch die jungfräulichkeit der Maria mit dem Bär in Verbindung gebracht - die Bärin erwacht nach dem Winterschlaf alleine und muss ihre Jungen ohne männlichen Partner ernähren.

Bart

Der Bart ist Symbol für Alter, Weisheit und Würde, aber auch für Männlichkeit und Stärke. Erfolgreiche Männer wurden früher immer mit starkem Bartwuchs dargestellt, auch wenn dies in Wirklichkeit nicht zutraf. Schon in der Antike wurden besonders weise Männer (Philosophen und Propheten) und auch Götter mit Bart dargestellt, auch der Weihnachtsmann trägt Bart. (siehe dazu auch: Stephansdom, Christus, dem der Bart wächst)

Basilisk

Um den furchterregenden Basilisk ranken sich einige Legenden in Wien. Das wunderliche Tier ist Symbol für den Tod und den Antichrist.

Beizjagd

Findet man Darstellungen der Jagd mit einem Falken, gelten diese als Symbol für die höfische Lebensweise.

Besen

Schon in alten Kulturen wurde der Besen - traditionell aus Buchen- oder Tannenruten hergestellt - als Symbol für Reinigung verwendet, im Mittelalter brachte man daher zum "Wegkehren von Gewitterwolken" Besen an Dächern an. Auch Hexen wurden damit symbolisiert, denn sie ritten auf den Kehrgeräten. Besen sind auch Tribut winterlicher Gestalten, so kehren Knecht Ruprecht oder der Krampus die Taten der Vergangenheit mit einem Besen fort.

Berg

Ein Berg symbolisiert die Nähe zu Gott. Moses bekam die Gesetzestafeln am Berg Sinai, der Olymp galt als Sitz der Götter, Shiva sitzt am Himalaya.

Biene

Die Biene steht jedenfalls für Fleiß, auch für Tod und Auferstehung. So wurde schon Zeus als Säugling von einer Biene genährt, Honig ist Götterspeise. Im Mittelalter sah man in ihr auch den Geist eines Verstorbenen, träumte man von einer Biene, dann wurde das als Todesahnung gedeutet. Da man in dieser Zeit annahm, dass Bienen ihre Nachfolge aus Blumen einsammelten, galt die Biene auch als Symbol für Jungfräulichkeit und Keuschheit (Jungfrau Maria).

Bienenkorb

Symbol für Ordnung und damit die Kirche.

Blätter

Grüne Blätter gelten als Symbol für Wohlstand und Wachstum. Wenn sie rankend, wie Efeu oder Wein, dargestellt werden, stehen sie auch für Fruchtbarkeit und Vegetation. In der christlichen Kultur werden dreiblättrige Kleeblätter als Dreifaltigkeits-Symbol verwendet, vierblättriger Klee für das Kreuz und die Evangelien.

Welke Blätter sind Symbol für Tod und Trauer, sie finden sich häufig auf Grabmalen.

Blau

Die Farbe blau ist das Symbol des Himmels, der Mantel der Jungfrau Maira wird immer blau dargestellt. Auch die Farbe der Messgewänder sind bei Marienfesten in blau gehalten. Blau ist die Farbe der Treue und der Freundschaft und wird daher auch in hohen Orden verwendet (der Hosenbandorden ist himmelblau). Aus dem Gedicht "Vergissmeinnicht" von L. Erdmann erkennt man auch die Verbindung der Farbe Blau zur Freimaurerei:
Blau ist das Band, das dem Maurer eigen,
Der heiligen Treue geweihet zum Zeichen,
Der Treue zur Menschheit, der Treue zum Freund,
Der Treue zum Bunde, der beide vereint.
[4]

Blitz

Die Darstellung eines Blitzes geht meist mit Verderben und Vernichtung einher, war Zeus zornig, warf er Blitze auf die Erde. Der Blitz kann aber - als Symbol für die männliche Zeugungskraft (der Blitz wird auch im Sinn des himmlischen Phallus als Lanze bezeichnet) - auch Leben bedeuten.

Blumenkranz

Das Flechten von Blumen und Kräutern zu einem Kranz zeigt Wertschätzung, Schönheit und Heilung. Kränze schützen ein Haus vor bösen Mächten und Dämonen, auch Toten wurde und wird zum Schutz oft ein Kranz mitgegeben.

Bock

Der Ziegenbock wurde schon in der Antike mit einem stark ausgeprägten Geschlechtstrieb und sexueller Aktivität und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. In Abbildungen wurde er mit Menschen oft gemischt dargestellt (Pan, Satyr). Im Mittelalter wurden Hexen oft auf einem Bock (Teufel) reitend dargestellt, in der Bibel wird der Bock geopfert (die Israeliten opfern beim Versöhnungsfest zwei Ziegenböcke - der "Sündenbock" geht in den Sprachgebrauch ein).

Bogen

Der Bogen ist Teil einer Waffe und damit Sinnbild für Krieg und Macht. Zusammen mit Amor ist er Symbol für Fruchtbarkeit und männliche Zeugungskraft.

Brennender Dornbusch

Im brennenden Dornbusch erschien Gott und befahl Moses, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Er ist Symbol für Gott und auch für Maria. Darstellungen finden sich im Kunsthistorischen Museum (Domenico Fetti, Moses vor dem brennenden Dornbusch), in der Piaristenkirche Maria Treu (Relief von Moses und brennenden Dornbusch am Tabernakel im Seitenaltar) oder auch in der Kapelle am Hauptbahnhof. [5]

Brille

Die Brille ist Symbol für die Mäßigkeit

Brot und Wein

Brot und Wein stehen für die Eucharistie. Wer Brot isst, wird leben in Ewigkeit (Joh. 6,51f). Im Alten Testament werden Brot und Wein als symbolische Nahrung verstanden. Adam soll zur Strafe für den Sündenfall sein Brot im Schweiße seines Angesichts essen (Genesis 3,19), das heißt, er muss arbeiten.

Brunnen

Brunnen sind Symbol des Lebens. Auf spätantiken Sarkophagen ist der Brunnen als Quell des Lebens dargestellt, der Jungbrunnen steht für ewige Schönheit und Jugend. Im Klassizismus werden Brunnen in Verbindung von Verlobungen oder als Liebespfand dargestellt. Im jüdishen Kultus ist der Brunnen ein Symbol für die Thora (Brunnen). Oft gilt der Brunnen auch als Zugang zu einer anderen Welt, der Grenze zu Geistern und Feen und zu unterirdischen Zauberreichen. Im christlichen Glauben stehen Brunnen für Erlösung und Reinigung, am Quellbrunnen des Paradieses entspringen die Lebenswasser und vier Flüsse.

Buch

Ein geöffnetes Buch ist Symbol des Lebens, Bücher generell sind Symbol für Erkenntnis, Wissen und Weisheit, Gelehrigkeit, Bildung und Kompetenz, für die Welt des Geistes, der Kultur und Kulturtechniken, für geistige und innere Ordnung. Das Buch der Bücher ist die Bibel.

Ein zerrissenes Buch stellt die "Vanitas", die Vergänglichkeit des Irdischen, dar - der Mensch hat keine Gewalt über das Leben.

Buchsbaum

Der immergrüne Buchsbaum symbolisiert das ewige Leben, er wird daher oft auf Friedhöfen gepflanzt. Katholiken schmücken am Palmsonntag die Kreuze ihrer Wohnung mit geweihten Zweigen des Buchsbaums, gelegentlich werden Buchsbaumzweige auch anstelle von Tannenzweigen für Adventskränze und Weihnachtsschmuck genutzt.

Bundschuh

Der Schuh, der mit Riemen geschürt über den Knöchel reicht, war das Feldzeichen der Bauern in den Bauernaufständen des 15./16. Jahrhunderts. Dieses grobe Schuhwerk wird manchmal in Kontrast mir den edlen Schnabelschuhen des Bürgertums dargestellt und gilt als Gemeinschaftssymbol der Bauern. (Siehe dazu auch: Haus zum Bauerntanz).

C

Caduceus

Der Caduceus, auch Hermesstab, zeigt einen Stab mit zwei Flügeln, der von zwei Schlangen umschlungen ist. Im Altertum signalisierte dieser Stab, dass mit ihm ein Überbringer einer geheimen Nachricht unterwegs ist und er schadlos zurückkehren soll. Später wurde daraus der "Merkurstab", Symbol des Handels. Die Interpretation der Verbindung gegensätzlicher Kräfte diente Alchimisten als geheimes Zeichen, auch als Fruchtbarkeitssymbol (der Stab ist ein Phallus über dem sich zwei Schlangen paaren) kommt er in der Kunst vor.

Chrysantheme

Die Chrysantheme ist in Wien erst spät zu finden. Ausgehend aus dem asiatischen Raum, wo sie als Symbol für Glück und langes Leben steht, fand sie im Jugendstil, als man den Japonismus als modern empfand, Eingang.

Cupido

Der römische Liebesgott Amor wurde auch Cupido (Begierde) genannt. In Wien findet man häufig Cupido-Darstellungen an Fassaden und Hauseingängen.

Trägt ein Cupido eine zu zu Boden gerichtete Fackel, handelt es sich um eine Memento-mori-Symbol ("Gedenke deines Todes").

D

Delphin

Der Delphin war in der Antike das Symbol für Apollon, dem Herren der Delphine. In der christlichen Kunst ist er Sinnbild des Weiblichen, vielleicht aufgrund eines Übersetzungsfehlers (Ähnlichkeit der griechischen Worte delphis - "Delphin" und delphys - "Schoß"). Im Mittelalter fand der Delphin öfters Verwendung als Wappentier.

Dolch

Im Mittelalter ersetzte der Dolch den Phallus.

Doppelaxt

Die Doppelaxt steht für die Vollkommenheit. Sie wird aufgrund ihrer beiden Seiten als Verbindung zwischen Himmel und Erde gesehen, oft sind beide Schneiden abgerundet, da die die Rundung der Erde und das Himmelsgewölbe symbolisieren.

Dorn

Der Stachel im Fleisch ist Symbol der Erbsünde. In der Kunst ist das Motiv des Dornausziehers, ein Knabe, der einen Dorn aus dem linken Fuß zieht, weit verbreitet - er ist ein vom richtigen Weg abgekommener Sünder. Ist der Dornauszieher auf einem Grabmal zu finden, ahnt man bereits die Lebensgeschichte des Verstorbenen.

Dose

Ein Symbol für das Weibliche.

Draperie

Die Darstellung eines in Falten gelegten Stoffes symbolisiert Herrschaft.

Dreiblatt

Das Dreiblatt ist eigentlich der Klee (Lebenskraut). In der Spätromanik und der Gotik wird daraus ein zentrales Ornament, der Dreipass. Er symbolisiert die Drei, damit die Dreifaltigkeit, das Himmlische.

Dreieck

In der christlichen Kultur gilt das Dreieck als Dreifaltigkeits-Symbol, oft in Verbindung mir dem allsehenden Auge. Bei den Freimaurern symbolisiert es einen Schöpfergott oder den Logos. Im Davidstern sind zwei Dreiecke ineinander verschränkt, sie symbolisieren die Beziehung zwischen Mensch und Gott.

Im Nationalsozialismus wurden Häftlinge in Konzentrationslagern durch ein Dreieck gekennzeichnet.

Dreizack

In der Antike ist der Dreizack Symbol (und Attribut) des Meeresgottes. In Indien trägt Schiwa den Dreizack als Versinnbildlichung der drei Prinzipien: Schöpfung, Sein und Zerstörung.

Drudenfuß

Der fünfzackige Stern - besser als "Pentagramm" bekannt - ist eigentlich ein positives Symbol mit unheilabwendender Wirkung. In der Antike war er das Symbol der Venus, Pythagoras erwähnt das Symbol schon in Zusammenhang mit Gesundheit - für ihn war der "goldene Schnitt" des Zeichens von Interesse. Eine christliche Deutung für die fünf Ecken sind die fünf Wunden Jesu Christi. Auch in der Freimaurerei findet sich das Pentagramm: Seine fünf Spitzen weisen auf die Tugenden der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Stärke, der Mäßigung und des Fleißes hin. Die Darstellung als "Flammender Stein" enthält meist den Buchstaben G (Geometrie, die fünfte Wissenschaft, aber Gott und Gnosis). [6] In der Alchemie findet sich das G auch als Symbol für Salz .

E

Eber

Die Darstellung eines Ebers findet sich meist in Form eines Wildschweines (Keilers). Er gilt als Darstellung der männlichen Sexualität und steht für Wildheit und für ungezügelte Naturkraft. Im Gegensatz dazu werden weibliche Schweine meist als Hausschwein dargestellt und symbolisieren die Wolllust.

Efeu

Der rankende Efeu steht für die vegetative Kraft, Fruchtbarkeit und Sinnlichkeit.

Ei

Das Symbol der Geburt, der Schöpfung , findet sich natürlich im Osterfest. Oft wird mit Eiern auch Potenz und Sexualität assoziiert. In der bildenden Kunst ist das Ei kaum zu finden.

Eibe

Die giftige Eibe gehört zu den mythischen Sträuchern, ihre Kerne verursachen tödliche Vergiftungen, sie ist damit eine der "Todesblumen". Im alten Ägypten hieß es, wenn man unter einer Eibe einschläft ist man des Todes, im mittelalterlichen Glauben verband man die Eibe mit "Ewigem Leben", Tod und Wiedergeburt. Shakespeare verwendete die Eibe als Zutat des Tranks der Hexengöttin Hekate - die Pflanze wird damit auch als Hexenkraut in Verbindung gebracht.

Eiche, Eichenblatt

Der Baum zieht im Volksglauben Blitze an sich, er wurde daher zum Symbol der Götter Jupiter bzw. Zeus. Alle Teile der Eiche sind giftig, da sie Gerbstoffe enthalten, eine Einnahme führt zu Erbrechen oder Durchfall. Die Blätter der Eiche symbolisieren die Beständigkeit, da das Holz der Eiche als unverwitterbar galt. In der Antike ist das Eichenblatt als Symbol der souveränen Macht und Treue und Solidität zu finden, auch in der Literatur der Romantik steht die Eiche für Treue.

Eichelhäher

Wie lalle rabenähnliche Vögel gilt der Eichelhäher als Unglücksbote. Gut an ihm ist, dass er die Tiere des Waldes mit seinem Geschrei vor Gefahren warnt.

Eichhörnchen

Eichhörnchen waren im Mittelalter wegen ihres roten Felles immer das Böse. Das Tier begleitet den Teufel, deswegen ist es auf alten Jagdbildern auch immer zu sehen.

Eidechse

Wie alle Amphibien zählt auch die Eidechse zur Verkörperung des Bösen (siehe dazu Basilisk)

Einhorn

Die Darstellung des gehörnte Pferdes steht für das Gute, die Keuschheit und die Jungfräulichkeit. Es wird oft in Verbindung mit der Mutter Gottes gebracht.

Einsiedler

Der Einsiedler ist Symbolfigur für Frömmigkeit und Abgeschiedenheit.

Elefant

Das große Säugetier verkörpert die Weisheit und das gute Gedächtnis. Der weiße Elefant ist Symbol des Buddhismus und schützt vor allem Übel. In mittelalterlichen Darstellungen findet man Elefanten als Inbegriff der Keuschheit.

Elfenbein

Als Produkt des Elefanten stehen auch seine Stoßzähne als Symbol für Reinheit und Beständigkeit. Elfenbein verkörpert auch die Jungfrau Maria.

Elfenbeinturm

In der christlichen Kunst gilt der Elfenbeiturm als Symbol für die Reinheit und Keuschheit und stellt daher Maria dar. Er steht aber auch für Abgeschiedenheit und eine naive Weltanschauung.

Elster

Symboltier für Diebstahl und Geschwätzigkeit, z.B. "diebische Elster", "zänkische Elster"

Engel

Symbol für den Evangelisten Matthäus

Ente

Der Vogel wird eher im Orient als Symbol für die eheliche Gemeinschaft (Treue, Verbundenheit) genutzt

Erdbeerblatt

Wie das Kleeblatt: Freifaltigkeit

Erdbeerblüten und Erdbeeren

Die Speise der Kinder im Paradies (Paradiesfrucht), gilt - wie das Veilchen - als Symbol für die Demut des Rechtschaffenen. Manchmal stellen sie auch das sinnliche Verlangen dar ("Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch)

Erdkugel

Symbol für die Schöpfung

Eremit

Wie Einsiedler: Frömmigkeit und Abgeschiedenheit

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

Uhr

Die ist das Symbol für Vergänglichkeit und damit ein Symbol des Todes. Besonders oft wird die Sanduhr als Darstellung verwendet.

Urne

Das Symbol der ewigen Freundschaft wird meist in Verbindung mit dem Tod (memento-mori) verwendet.

Uroboros

Die Darstellung eines schwanzfressenden Tieres gilt als Sinnbild für die Erneuerung und die Ewigkeit.

V

Vase

Wie der Krug steht die Vase als Symbol für die Reinwaschung und die Reinheit.

Veilchen

Das Veilchen steht für Bescheidenheit. (siehe dazu auch: Veilchenlied und Die Sage zum ersten Veilchen)

Vergänglickeitssymbole

Sämtliche Darstellungen von Fäulnis, Schimmel, Verwelktheit symbolisieren den Tod (Memento-mori).

Verkehrte Welt

Die Darstellung einer verkehrten Welt symbolisiert das Unmögliche. In der Kunst finden sich beispielsweise Hasen, die Hunde jagen, oder mit Gewehren auf Jäger schießen.

Violett

Die Farbe gilt für Einkehr und Buße.

Vogel

In der Antike stellte man die Seele als Vogel dar. Sieht man zwei Vögel, die miteinander schnäbeln, zeigen sie die menschliche Liebe. Einzeöne Vögel haben besondere Bedeutung: Die Eule steht für die Weisheit, die Taube für Frieden und Liebe, rabenähnliche Vögel für das Missgeschick und für Diebstahl, eventuell auch für das Dämonische, der Storch zeigt die Geburt eines Kindes an, Spatzen symbolisieren die Bedeutungslosigkeit sowie die Wolllust.

Vogelbauer, Vogelkäfig

Wird in der Kunst ein Jüngling dargestellt, der einer jungen Frau einen Vogelkäfig überreicht, gilt das als erotisches Symbol. Verstärkt wird dieses, wenn der Käfig geöffnet is, um den Vogel freizulassen.

W

Waage

Die ausgleichende Waage steht für Gerechtigkeit, in der bildenden Kunst ist Iustitita mit einer Waage dargestellt, aber auch der heilige Michael. Die Waage ist auch Symbol des gleichnamigen Tierkreiszeichens.

Wal

Der Wal, oft als Pottwal dargestellt, symbolisiert das Böse (Leviathan).

Walnuss

Die Walnuss besteht aus drei Teilen - der grünen Schale, die für den Menschen steht ("Fleisch"), der holzigen Schale, die das Kreuz Christi symbolisiert und dem Nusskern, der der Seele gleichgesetzt wird. Die ganze Nuss steht für die Verbindung der Menschheit zur Religion. In der Ostkirche gilt das Knacken der Nuss als Symbol für die Auferstehung.

Wasser

Wasser ist der Quell allen Lebens, im christlichen Glauben wird Wasser zur Taufe als reinigendes Element genutzt. Damit wird auch das Leben nach dem Tod symbolisiert. Wassertropfen (oder auch Tautropfen) galten als materialisierte Strahlen des Mondes, ihnen wurden Heilkräfte nachgesagt.

Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum, meist eine Tanne oder Fichte, ist erst spät als Symbol in die christliche Kultur übernommen worden. Bei den Kelten war Reisig dem Odin (Wotan) geweiht und galt als Zeichen für die Wintersonnenwende.

Wein

Wein verwendete man schon in der Antike als Ersatzopfer für Blut, im christlichen Glauben ist damit die Eucharistie gemeint.

Weinlaub

Wie der rankende Efeu gilt Weinlaub als Glückbringend. Es wird auch mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht. In der Antike wurde Bacchus mit Weinlaub dargestellt.

Weinstock

Der Weinstock ist das Symbol für Christus

Widder

Symbol für die männliche Zeugungskraft

Winkelmaß

Symbol für Baumeister, auch bei den Freimaurern Symbol für die Amtsgewalt des Meisters vom Stuhl.

Wolf

Symbolisiert das Böse

Wolke

Steht für die Nähe zu Gott

Wurmbefall

Wie bei der Fäulnis steht Wurmbefall von Früchten für Memento-mori.

Würste

Würste sind ein Phallus-Smybol, sie stehen auch für die Wolllust

X

Y

Z


Quellen