Die Süd-Seite

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Der Südturm

Steht man im Bereich des Haashauses, werden die stilistischen Unterschiede des Doms deutlich: die Gliederung hier ist deutlich filigraner als an der romanischen Weststeite, die Front wird durch giebelgekrönte Glasfenster beherrscht.

Der Gang entlang der Südseite startet eigentlich am hinteren Ende der Kirche und führt bis zum Stephansplatz, vorbei an der Churhausgasse.

Der Götterbaum

Der Alianthus-Spinner
Der Götterbaum an der Südseite des Domes

Der hier wachsende „Götterbaum“ wurde etwa um 1850 aus China importiert, da sich auf diesem Baum „Alianthus-Spinner“ ansiedeln.

Ziel war es, in Wien eine Seidenproduktion aufzuziehen. Funktioniert hat das nicht, aber immer noch schlüpfen die Falter die eine Flügelspannweite von 15 cm haben, Mitte Juni, und fliegen am Stephansplatz umher.

Der Südturm

Der Turm ist 136,7 Meter hoch, das Fundament, das nur 4 Meter tief ist (der Turm des Kölnerdoms steht auf einem 15 Meter tiefen Fundament!), ist ein Quadrat, wird aber zu einem Achteck (Oktogon), umgeben ist er mit 12 kleinen Türmchen. Der Spitz ist dreigeteilt (Dreifaltigkeit). Angeblich hat Rudolf IV. selbst den Grundstein für den Bau gelegt. Die silberne Maurerkeller, die er dafür benutzte, ist im Schatzkammern-Inventar erwähnt, und gehörte angeblich bis in das 15. Jhdt. zu den Kirchenschätzen.

Dieser Turm wurde 1433 fertiggestellt und machte einst den Steffl zum höchsten Gebäude Europas. Bis 1867 war es verboten in der österreichisch-ungarischen Monarchie ein Gebäude zu bauen, das höher als der Südturm war.

1551 setzte man auf die obersten 8 Filialen des Turms ein Hirschgeweih – nach damaligem Glauben sollte das vor Blitzschlag schützen. Mehr zu dem Hirschgeweih findet man bei Haus Bauernmarkt 2A, denn es wurde zu späterer Zeit zum Wahrzeichen eines Wirtshauses (Zur großen Tabakspfeife). 1864 wurde auf die Turmspitze ein steinerner Adler gesetzt, der 3 Zentner schwer ist.

Die Sage Die Legende um den mechanischen Adler
Rudolf II.jpg

Eine Legende erzählt, dass im Jahre 1575 Kaiser Rudolph II. als gekörnter römischer König von Regensburg nach Wien zurück kam.

Sein Weg führte gleich zum Stephansdom. Als er sich näherte, kam ihm von der Spitze des Turms ein großer mechanischer Adler mit einem Lorbeerzweig im Schnabel entgegen. Der Kunstadler soll drei Fuß hoch gewesen sein und war das Werk von Johann Marbig. Angeblich wurde dieses Wunderwerk lange Zeit unter dem Dach von St. Stephan aufbewahrt, vielleicht findet es sich noch heute in einem Winkel... [1]

Der Turm beherbergt 13 Glocken, 11 dieser Glocken bilden heute das Hauptgeläut des Stephansdoms. Das Glockengeläute gab das Zeichen zum Messopfer bei Tagesanbruch und das Zeichen für das Anzünden der Laternen bei Dämmerung.

Die Sage Die Legende vom dreizehnten Glockenschlag
Wien, St.Stephan-Alte Glockenstube im Südturm.jpg

Kurz nach der Türkenbelagerung im Jahr 1529 erholte sich Wien langsam von den Schrecken und der Not. Die Wiener gingen wieder fort und trafen einander in Wirtshäusern zu fröhlichen Abenden. So auch ein kaiserlicher Kapellmeister namens Arnold de Bruck, der Stammgast eines Weinkellers in der Stadt war.

Eines Nachts, knapp vor Mitternacht, betritt eine Zigeunerin das Lokal. Die Gäste verstummen, keiner will sich jetzt seine gute Laune durch eine Prophezeiung verderben lassen. Nur de Bruck ruft der Zigeunerin zu, dass er gerne seine Zukunft wissen wolle. Sie nimmt seine Hand und beginnt die Linien zu lesen. Eine starke Herzenslinie, Kontakt zu berühmten Persönlichkeiten und sogar zum Kaiser, doch als sie zur Lebenslinie kommt, verstummt sie plötzlich und kehrt ihm den Rücken. Gerade als sie rasch das Lokal verlassen will, ruft de Bruck ihr nach, dass er unbedingt das Gesehene wissen wolle, er sei nicht abergläubisch. Das ganze Lokal starrt die beiden an, langsam kommt die Zigeunerin zurück und sagt: „Na gut. Ihr werdet nicht weit von hier sterben. Wenn die Turmuhr von St. Stephan dreizehn schlägt!“

Alle Gäste lachen, die Zigeunerin wirft de Bruck einen traurigen Blick zu und verzieht sich schnell.

Einige Zeit später, de Bruck hat den Abend und die Weissagung schon vergessen, stattet er seinem Bekannten, dem Glöckner von St. Stephan einen Besuch ab. Er ist gerne hier oben auf dem Turm, genießt die Aussicht und die gute Luft. Gerade, als er in die Ferne blickt, beginnt die Glocke zu läuten. Der Kapellmeister hält sich die Ohren zu, um sein feines Kapellmeister-Ohr zu schützen und schlägt dabei mit seinem Säbel heftig gegen die Glocke, deren zwölfter Schlag gerade verklungen ist.

Er bringt sie damit zum Klingen, der Stadt scheint es, als schwebe ein dreizehnter Glockenschlag über ihr. In diesem Moment erinnert sich de Bruck an die Wahrsagung, doch es ist zu spät. Er verliert das Gleichgewicht, stürzt hinunter und ist sofort tot. Die Zigeunerin wurde nie wieder in Wien gesehen.

An der südlichen Turmseite sind Wappen aus der Zeit 1386 bis 1395 sichtbar. Es handelt sich hier um Wappen aus der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich.

Die Türmerstube und die Feuerwacht

In der 72 m hoch gelegenen Türmerstube war bis zur Jahreswende 1955/56 ein Wachposten der Wiener Feuerwehr stationiert. Von diesem ursprünglich höchst gelegenen Aufenthaltsort in Wien wurde Feuer zunächst mittels Sprachrohr und einer roten Fahne (nachts einer roten Laterne), später durch Signalzeichen und dann per Telefon gemeldet. Im Mittelalter wurde gleichzeitig eine schriftliche Nachricht in einer Bleikugel durch ein Rohr an der Außenseite des Turmes zum Turmmeister geschickt, der dann die militärische Feuerwache am Petersplatz alarmierte, in dem er an der Glocke „Anriss“. Noch heute heißt es im Feuerwehrjargon vor einem Einsatz „Es reißt an“. Am 31.12.1955 versah der letzte Türmer hier Feuerwachendienst.

Im Protokollbuch stand an diesem Tag „nach 421 Jahren der Dienstleistung der Türmer von St. Stephan schließe ich als letzter Türmer dieses Buch – Prosit Neujahr“.

In der Türmerstube war eine Kegelbahn eingebaut. Dazu gibt es folgende Legende:

Die Sage Das Kegelspiel mit dem Teufel
Skelett.jpg

Neben dem Türmerstüberl war einst eine Kegelbahn, die aufgrund der engen Ver-hältnisse etwas zu kurz ausgefallen war. Man musste die Kugel mit dem Rücken zur Bahn zwischen den Beinen abstoßen, da der Platz nichts anderes erlaubte, und so war auch die Treffsicherheit eingeschränkt. Nur ein Türmer traf regelmäßig alle Neune, weshalb keiner mehr mit ihm spielen wollte. So räumte er für sich alleine die Kegel ab, bis um Punkt 0 Uhr plötzlich ein hagerer Mann in grauem Umhang in die Stube trat. Der Fremde bat den Kegler eindringlich aufzuhören, da die späte Stunde den Gottesfürchtigen zum Schlafen vorbehalten sei, doch der schon angetrunkene Türmer wollte davon nichts wissen, verhöhnte den Mann sogar. Der Fremde schrie: „Jeder Schub von mir trifft alle Neune. Und wenn nicht, zahle ich dir jeden Betrag der Welt“.

Der Jüngling nahm die Wette an – und warf einen der Kegel aus dem Kirchturmfenster, sodass nur mehr acht Kegel zur Verfügung stehen, und die Wette nicht mehr einlösbar war. Erbost löst der Fremde den Mantel – da war nur ein Skelett zu sehen. Voller Zorn wirf die Gestalt die Kugel in die restlichen Kegel – und den jungen Mann, der – als neunte Kegel - auf der Stelle tot umfällt. Seither spielten die Türmer nur mehr mit 8 Kegeln und der Geist des jungen Mannes taucht immer wieder auf, bis endlich alle Neune fallen.[2]

Der Turm und die Türken

Im Turm selbst sind rund 1.000 Kanonenkugeln aus der Türkenbelagerungszeit eingemauert. An der Wand der Türmerstube hängt eine der Kanonenkugeln, die daran erinnern soll.

Rüdiger Graf Starhemberg soll während der 2. Türkenbelagerung am Übergang zwischen Treppenturm und dem achteckigen Obergeschoss gesessen haben – auf der sogenannten „Starhembergbank“ -, und von hier aus die Bewegungen des türkischen Heeres beobachtet haben.

Es existiert in Höhe von rund 60 Metern ein steinerners Schild von 1792 mit einem Türkenkopf darauf. Darunter steht „Da schaust, Muhammed, Du Hund“.

Gedenktafel an Gerhard Klinkicht

An der linken Seite zum Aufgang in den Turm ist eine Gedenktafel angebracht. Sie erinnert an den Hauptmann Gerhard Klinkicht (1911-2000).

Bild Anlass/Persönlichkeit Text der Tafel
Klinkicht GT.jpg Klinkicht, Gerhard Hauptmann Gerhard Klinkicht zum Dank.

Durch seine Gewissensentscheidung
bewahrte er im April 1945
den Stephansdom vor der Zerstörung.

Der Wehrmachtshauptmann Klinkicht hatte von Stadtkommandant Dietrich wenige Tage vor Kriegsende den Befehl erhalten, den Dom mit "100 Granaten in Schutt und Asche zu legen", und notfalls ihn so lange zu beschießen, bis er völlig zerstört sei. Klinkicht verweigerte den Befehl. Er konnte den Auftrag aus moralischen Gründen nicht vollziehen.

Er hatte nicht nur mit dieser Heldentat den Dom gerettet, er spendete im Laufe seines Lebens 150.000 Euro aus seinem Privatvermögen, um die Restaurierung zu ermöglichen.

Das Ernstdenkmal und der Sturz des Saulus

An der Weststeite des Südturms befindet sich in gotischer Umrahmung das Ernstdenkmal. Es zeigt den Dombaumeister Leopold Ernst, der ab 1853 für den Dombau verantwortlich war. Das Denkmal wurde von Carl Kundmann geschaffen und am 14.Juni 1894 enthüllt.

Am Südwest-Pfeiler des Südturmes ist auch eine Grabplatte zu sehen, sie stellt den Sturz des Saulus dar. Begraben ist hier der Domherr Sebastian Hueber, 1569.

Daneben befindet sich eine Erinnerungstafel an Leopold Ernst.

Das Primglöckleintor

Das Tor liegt genau gegenüber vom Churhaus – hier wohnen die Dompriester. Das Tor wird so genannt, weil man hier zur ersten Messe des Tages – zur Prime – zu läuten pflegte. Die Figuren sind die vier Evangelisten. Die sogenannte Primglöckleintor-Madonna, um 1420, vor dem Mittelpfeiler, wurde 1885 aus Wiener Neustadt hierher übertragen. Ursprünglich stand an ihrer Stelle eine Apostelfigur, die den Weg zu, Apostelchor dahinter wies.

Das Primglöckleintor führt direkt in die Katharinenkapellle.

Katharinenkapelle

Die Kapelle in Form eines Achtecks wird seit dem 17. Jahrhundert als Taufkapelle genutzt. Der Taufstein ist spätgotisch (1481), aus rotem Salzburger Marmor und stand ursprünglich in der Mitte der Kirche, am Eingang zum Chor. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges wird der Taufstein wieder durch eine siebeneckige hölzerne Deckelkrone bedeckt, sie diente vorher als Schalldeckel der Kanzel. Auf ihr sind die Evangelisten und gotische Szenen der Sieben Sakramente und aus dem Leben Chirsti dargestellt. Über dem Becken hängt auch die Taufkrone von 1481.

Die nach der Gemahlin Rudolfs IV. benannte Kapelle wurde 1395 geweiht. Der Schlussstein, der vom Sternrippengewölbe herabhängt, zeigt ein Relief der Heiligen Katharina.

An der Südseite der Kapelle befindet sich das Denkmal des ersten Fürstbischofs von Wien, Anton Wofrath (+1693). In einem Medaillon ist die Büste des Bischofs zu sehen. Die Gruftplatte am Boden trägt eine lateinische Inschrift: „In meinem Leben war ich Abt, Bischof, Fürst. Nun bin ich Staub, Schatten und Nichts“.

In der Kapelle befindet sich außerdem das Grabmal des Erzbischofs Milde, das durch den Architekten Franz Sitte zwischen 1853 und 1858 geschaffen wurden.

Sonnenuhr

Die Sonnenuhr von 1554 [3]

Über dem Strebepfeiler ist die älteste Sonnenuhr Wiens, aus dem 15. Jahrhundert (1454), zu sehen, darunter ein kleines Weihwasserbecken von 1506 – mit dem Steinmetzzeichen versehen.

Die Sonnenuhr diente – neben einer Sanduhr - zum „Richten“ der Turmuhr, denn die Turmuhr aus dem 15. Jahrhundert ging andauernd falsch….

Das Singertor

Das Singertor ist das bedeutendste gotische Kunstwerk am Dom, erbaut zwischen 1365 und 1373, die Portalvorhalle, zum Schutz des Tympanon errichtet, ist von Meister Puchsbaum. Das Tor stellt die Lebensgeschichte (Taufe, Bekehrung und Enthauptung) vom heiligen Paulus dar. Den Namen hatte es angeblich von den Sängern, die durch dieses Tor eingezogen sein sollen.

Es wird schon seit vielen Jahren nicht mehr benutzt, früher war es das „Männertor“ – auf der rechten Seite der Kirche saßen nur Männer.

In den vorigen Jahrhunderten hieß das Tor auch Rendevouz-Tor, da sich hier die Verliebten trafen.

Schmerzensmann

In der Ecke neben dem Singertor steht eine überlebensgroße Figur, sie stellt einen auf die Wundmale weisenden Christus dar. Die Statue ist vermutlich aus dem Jahr 1372, erstaunlich ist die ausdrucksvolle Körperhaltung.

Das Neidhart-Grab

Das Neidhart-Grab

Zwischen Singertor und Eligiuskapelle befindet sich das Neidhart-Grab. Ob es sich hier um das Grab des Minnesängers Neidhard von Rosenthal (gest. 1240) oder um den Dichter (und Ritter) Neidhart Fuchs (gest. 1334) handelt, ist nicht sicher, da sich Jahrhunderte lang Gerüchte um beide rankten.

Das Erstaunlichste – im Jahr 2000 wurde das Grab renoviert, und man fand die Skelette von zwei Männern – es ist also durchaus möglich, dass deshalb die Gerüchte um beide Neidhards nie versiegt sind. Eine Radiokarbonuntersuchung ergab nämlich, dass der Altersunterschied den beiden Skelette rund 100 Jahre ausmachte.[4]

Neidhart Fuchs verwendete häufig für seine Gedichte und Lieder Texte des Minnesängers und hatte den Spitznamen „Bauernfeind“, weil er meist die Bauern auf der Schaufel hatte. Doch diese rächten sich (eine Szene aus dem Schwankbuch von Neidhart Fuchs):

Die Sage Das erste Veilchen
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Es gab in dieser Zeit die Sitte, dass – wer in der Frühlingszeit das erste Veilchen fand – sich den Ort heimlich merken solle, und rasch Freunden Bescheid gab. Wenn sich die ganze Jugend dann versammelt hatte, zog man gemeinsam zu der Stelle, um ausgelassen mit Tanz und Wein den Frühling zu feiern.

So fand nun eines Märztages Herr Neidhart von Reuenthal (eigentlich Ritter Otto Fuchs) das erste Veilchen, deckte es sorgsam mit seinem Hut zu und eilte in die Stadt zurück, um von seinem Fund zu erzählen. Ein Bauer, den Neidhart schon öfter verspottet hatte, beobachtete ihn, wie er den Hut auf das Veilchen setzte. Rasch pflückte er das Veilchen, setzte ein ganz anderes übelriechendes hin, deckte den Hut darauf und schlich weg. Nicht viel später kamen aus der Stadt die fröhlichen Junggesellen – an der Spitze Neidhart – und tanzten nach den üblichen Bräuchen um den Hut herum, bis einer den Hut aufdeckte, und alle sahen, was sich darunter befand. Einige glaubten, dass der Ritter sie damit necken wollte, andere lachten – Neidhard aber verzog sich beschämt ins nächste Dorf.

Schon von weitem hörte er lustigen Gesang und Reigenklang, und als er näherkam, sah er sein Veilchen an einen Stab gebunden, um den sich Alt und Jung mit fröhlichen Sprüngen drehte. Schrecken ergriff den Bauer, der den Raub begangen hatte; in seinem Antlitz stand das Geständnis seiner unsauberen Schimpftat, und Neidhart entbrannte vor Zorn. Er schlug den Bauer tot und ein paar andere noch dazu.

Das "Veilchenlied" im Original von Neidhart von Reuental kann hier nachgelesen werden.

Als das Grabmal noch nicht so beschädigt war, fand sich an der Seitenfront eine Darstellung dieser Szene: Man sah Neidhart, als er die glückliche Nachricht überbrachte. Erhalten ist noch die liegende Ritterfigur, zu deren Füßen ein Löwe schläft. [5]

Zu der Zeit, als hier noch der Friedhof lag, konnte dieser gegenüber des Neidhartsgrabes durch das Neidhartstor (auch Zinnertor) betreten werden. Es wurde 1788, nach Auflassung des Friedhofes, abgebrochen.

Eligiuskapelle

Die Eligiuskapelle, im südlichen Heidenturm gelegen, ist die Anbetungskapelle des Domes. In ihr befindet sich mit dem 1507 vom Chiemseer Bischof Ludwig Ebner gestifteten Valentinsaltar der einzige noch erhaltene gotische Altar von St. Stephan. An der rechten Seitenwand steht die „Hausmuttergottes“, auch „Himmelspförtnerin“ genannt (siehe dazu auch Himmelpfortgasse).

Im Stock über der Eligiuskapelle befindet sich die Batholomäuskapelle, die nicht zugänglich ist, früher mit „Habsburgerfenstern“ ausgestattet. Die Scheiben zeigen Ahnen des Habsburger Geschlechtes, und sind heute im Historischen Museum der Stadt Wien untergebracht.

Totenleuchte

Totenleuchte am Dom

Die Totenleuchte (eine spätgotische Lichtsäule) an der rechten Seite bei der Eligiuskapelle erinnert daran, dass hier der riesige Friedhof war.



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Quellen

  1. Realis: Curiositaten und Memorabilien-Lexicon von Wien, Anton Köhler Verlag, Wien, 1846. S. 20 f
  2. Maria Pacolt: Sagen aus Alt-Wien, Wien, 1946, S. 31
  3. http://www.stephansdom.at/data/zeitung/Unser-Stephansdom-Zeitung_Ausgabe-85-September_2009.pdf
  4. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/203049_Das-Neidhart-Grab-beim-Stephansdom.html?em_cnt_page=2
  5. A. Realis: Curiositaten und Memorabilien-Lexicon von Wien, Anton Köhler Verlag, Wien, 1846. S. 94 ff.