Schottengasse 1

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Grund-Information
Schottengasse 1.jpg

Schottengasse 1

Aliasadressen =Schottengasse 1, =Teinfaltstraße 2
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 102 | vor 1821: 110 | vor 1795: 95 (teilweise)
Baujahr 1892
Architekt Emil Förster


Das Haus - Architektur und Geschichte

Das Haus wurde 1892 durch Emil von Förster erbaut. Die Giebelgruppe ist ein Werk von Rudolf Weyr.

1927 kaufte es die "Allgemeine Österreichische Bodencreditanstalt", die in "Österreichische Credit Anstalt für Handel und Gewerbe" (CA) umbenannt wurde. 1932 gelangte es in Besitz der "Österreichischen Realitäten A.G.", später unter "Universale Hoch- und Tiefbau A.G." bekannt.

Im zweiten Weltkrieg blieb dieses Haus nicht verschont, am 12.3.1945 schlug im Mezzanin eine Bombe ein, die auch den ersten Stock schwer beschädigte.

Vorgängerhäuser

Das heutige Gebäude steht auf einem Areal, das erst im 18. Jahrhundert geteilt wurde, dem Baumgartenberger Hof. 1452 kaufte das oberösterreichische Kloster Baumgartenberg das Areal, das ihm bis 1560 gehörte (Verkauf, um ein Haus und einen Weinberg in Klosterneuburg zu erwerben). Ab da sind zahlreiche Besitzerwechsel bekannt:

  • 1560 kauft es der Hofkammerrat Leonhart Püchler von Weitenegg
  • 1616 Hanns von Kollonitsch
  • 1649 Christoph Breuner
  • 1650 Michael Hanns Graf von Althan
  • 1668 Kämmerer Leopold Carl Graf Hoyos

Zwischen 1771 und 1792 wurde das Haus geteilt, es entstand aus dem hinteren Teil, mit eigenem Hauseingang, das Haus Teinfaltstraße 4 (Parzellierung erst 1892). Zu dieser Zeit erwarb Karl Abraham Wetzlar von Plankenstern. 1824 wurde auf dem Areal ein Neubau errichten, der im Besitz der Famile Geymüller war, die ihn 1885 an die "Allgemeine Depositenbank" verkaufte. Diese 1871 gegründete Bank war ehemals im Trattnerhof am Graben untergebracht und plante hier ihr neues Hauptgebäude.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus des Schauspielers Joseph Koberwein

In einer der Wohnungen wohnte und starb der Schauspieler Joseph Koberwein (* 13. Mai 1774, Mähren, † 30. Mai 1857, ebenhier). Joseph war als Kind mit seinem Vater Simon Friedrich Koberwein mit Wanderbühnen unterwegs gewesen und hatte da das Talent zur Schauspielerei entdeckt. 1796 trat er erstmals im Burgtheater, in dem er bis 1846 ein fixes Engagement hatte, als jugendlicher Liebhaber und Solotänzer auf. Nach ihm ist die Koberweingasse im 15. Bezirk benannt.



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Quellen