Krugerstraße 3

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Grund-Information
Krugerstrasse 3 Vienna.JPG

Krugerstraße 3

Aliasadressen =Krugerstraße 3
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1006 | vor 1821: 1068 | vor 1795: 1026
Baujahr 1903/1904
Architekt Ernst Gotthilf von Miskolczy , Baumeister: Karl Stigler


Das Stiftungshaus des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, Haus "Zum goldenen Löwen" - Architektur und Geschichte

Das Stiftungshaus der Wiener Kaufmannschaft wurde 1903 von Ernst Gotthilf erbaut.

Am 8. April 1945 wurde das Haus von einer Bombe beschädigt, die in das Pflaster davor eingeschlagen war.

Vorgängerhaus

Das bereits 1382 erstmals erwähnte Haus gehörte im 15. Jahrhundert dem Bürgermeister Paul Würffel dem Älteren. Er verkaufte es dem Bischof von Brixen, dem auch das Nebenhaus Krugerstraße 5 gehörte. Dieser verbaute die zwei Häuser zu einem, und stattete es mit einem "gemauertem Stock" und einem Stadel aus. Zu einem der späteren Besitzer gehörte ein weiterer Bürgermeister, Oswald Reicholf.

Ende des 15. Jahrhunderts gelangte das Haus in Besitz des Buchdruckers Johannes Winterburger, der hier seine Druckerei einrichtete.

1552 wurde das große Haus wieder in zwei Teile getrennt, später fand sich dafür der Name "Zum goldenen Löwen".

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus des Schauspielers Joseph Felix Kurz

Bernardon, dessen bürgerlicher Name Joseph Felix Kurz war (* 22. Februar 1715,† 2. Februar 1784, ebenhier) war ein bekannter Schauspieler des 18. Jahrhunderts. Ab 1737 feierte er große Erfolge als jugendlicher Tölpel im Kärntnertortheater. Bernadon gilt als Erfinder des "Maschinentheaters", einem Vorgänger des Zaubertheaters. Differenzen mit Maria Theresia, sie verlangte, dass die Stegreifbühne durch fixe Spielpläne getauscht würden, führten dazu, dass er nach Prag auswich, er kam jedoch ein Jahr später (1754) wieder zurück nach Wien. Bernardon stab in Einsamkeit in diesem Haus.

Wohnhaus des Klavierpädagogen Karl Czerny

Einige Jahr wohnte hier Karl Czerny (* 20. Februar 1791,† 15. Juli 1857, Bauernmarkt 11-13), der Pianist und Lehrer, der vor allem durch seine Geläufigkeitsschule heute noch Klavierschülern ein Begriff ist.

Wohnhaus und Arbeitsstätte des Buchdruckers Johannes Winterburger

Johannes Winterburger Johannes (* 1460/1465 Rheinland, † Herbst 1519 Wien, Grabstätte bei St. Stephan [verschollen]) eröffnete in diesem Haus 1493 seine Buchdruckerei. Bei ihm erschienen vor allem Bücher religiösen Inhalts, wie das "Heiligthumbuch" oder die "Ars versificandi" von Konrad Celtes.

Nach ihm ist die Winterburgergasse im 16. Bezirk benannt.



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Quellen