Himmelpfortgasse 9

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Grund-Information
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Himmelpfortgasse 9

Aliasadressen =Himmelpfortgasse 9
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 950 | vor 1821: 1007 | vor 1795: 1355
Baujahr 1619 / Umbau: 1783 / Entkernung: 1973
Architekt unbekannt / Umbau: Josef Gerl


Das Bundesministerium für Finanzen - Architektur und Geschichte

Ehemals war das Haus ein Teil des Himmelpfortklosters. Der straßenseitige Trakt wurde 1973 entkernt und neu erbaut, die Fassade aus dem 18. Jahrhundert blieb dabei erhalten. Der Umbau wurde für das Bundesministerium für Finanzen veranlasst.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohnhaus des Schriftstellers Georg Saiko

Zwischen 1924 und 1934 hatte in dem Haus der Kunsthistoriker und Schriftsteller Georg Saiko (* 5. Februar 1892 Seestadtl, Böhmen, † 23. Dezember 1962, Rekawinkel) gewohnt. Saiko schrieb Erzählungen ("Das letzte Ziel", 1913; "Die gnadenlose Stadt", 1914)und Theaterstücke. Die geplante Uraufführung seines Dramas "Hof- und Personalnachrichten" am Theater an der Josefstadt fand nicht statt, weil genau zu dieser Zeit der Anschluss Österrichs vollzogen wurde.

Da er nicht der NSDAP angehörte, wurde er mit Schreibverbot belegt und der Albertina als Beamter zugeteilt - dort war er mit der Auslagerung der Kunstschätze beauftragt. Zwischen Februar 1945 und März 1946 leitete er - gemeinsam mit Heinrich Leporini - die Albertina. Nachdem er schwere Differenzen mit seinem Nachfolger hatte, wurde Saiko fristlos gekündigt. Er widmete sich ab da dem Schreiben von Romanen und Erzählungen ("Auf dem Floß", "Der Mann im Schilf", "Der Opferblock" etc.).



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Quellen