Petersplatz 4

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Grund-Information
Graben 22.jpg

Petersplatz 4

Aliasadressen =Petersplatz 4, =Graben 22, =Jungferngasse 2
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 571 | vor 1821: 612 | vor 1795: 585
Baujahr 1875
Architekt Anton Baumgarten


Das Gebäude - Architektur und Geschichte

Das strenghistorische Haus steht an drei Seiten frei und wurde 1874 erbaut. Das Besondere an dem Haus: das originale Holztor mit Schmiedeeisengittern ist noch original erhalten.

Im April 1945 wurde das Haus durch den Luftdruck, der durch den Bombeneinschlag in Haus Petersplatz 9 erfolgte, beschädigt. Trotzdem ging das eingemietete vegetarische Restaurant "Skala" als erstes in Wien mit einem Mittagsgericht wieder in Betrieb: 150 Portionen eines Eintopfgerichtes wurde ab 7. Mai 1945 an Kranke und Werktätige ausgegeben.

Vorgängerhaus

Bebaut ist das Gebiet seit 1378, ab Anfang des 15. Jahrhunderts war die Familie Schallauntzer Besitzer des Hauses. Hermes Schallauntzer war Bürgermeister der Stadt und ein enger Vertrauter des Königs Ferdinand I.

1809 wurde der vierte Stock des Hauses in Brand gesetzt - die Franzosen hatten es bombardiert. In der Nacht vom 11. Mai hatten die Truppen der Franzosen 2000 Haubitzengranaten in die Stadt geschossen, 13 Häuser wurden dabei entzündet, 17 Menschen verletzt oder getötet.

Ende des 19. Jahrhunderts fand sich in dem Haus das noble Restaurant Breying & Möbius. Es wurde vor allem während der Weltausstellung 1873 stark besucht. 1873 kaufte das Haus die österreichische Sparkasse. Als ein Teil des Hauses 1875 aufgrund der Verbreiterung der Jungferngasse abgerissen wurde, fand sich ein Stück der alten Stadtmauer.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohnhaus des Arztes Langusius - Johann Georg Hasenöhrl

1819 gelangte das Haus in Besitz der Nachkommen von Johann Georg Hasenöhrl von Langusius, deren Grabmal in der Michaelerkirche (am linken Pfeiler unter dem Abschlussbogen zwischen Querschiff und Hauptschiff) zu finden ist.

Hasenöhrl wurde am 1.5.1729 in Wien geboren. Er studierte Medizin und war ein Schüler von Van Swieten. Seinen Doktorgrad erreichte er mit einer Abhandlung über Fehlgeburten. Als Arzt ging er nach Florenz, wo er seinen Namen ins Griechische übersetzte - er nannte sich fortan Hasenöhrl von Langusius, die Adelung durch Joseph II. erfolgte 1764. Er war der Leibarzt von Leopold II. und nach dessen Tod der von Franz II.



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