Bräunerstraße 11/11A

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Grund-Information
Bräunerstraße 25.JPG

Fries'sche Zinshäuser

Aliasadressen =Bräunerstraße 11/11A, =Stallburggasse 3
Ehem. Konskriptionsnummer noch nicht erfasst
Baujahr 1783
Architekt Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg


Architektur und Geschichte

Auf dem Areal war das Königinkloster gestanden. Das Kloster wurde zur Versteigerung freigegeben, den Zuschlag erhielt 1783 Moritz Graf Fries. Dieser ließ sich stattdessen ein Palais (Pallavicini, Bräunerstraße 13) erbauen.

Der Architekt Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg entwarf im Auftrag von Graf Fries als Hintertrakt des Palais Pallavicini zwei Zinshäuser auf die heutigen Parzellen Nummer 11 und 11A.

Die beiden Häuser wurden 1945 durch Bomben getroffen, aber 1954 wieder hergestellt.

Vorgängerhaus

Das Königinkloster

Das Königinkloster erstreckte sich einst zwischen Josefsplatz 6, Bräunerstraße 11-13, Stallburggasse 1-3 und Dorotheergasse 16-18.

Die Tochter von Maximilian II., Elisabeth (1554-1592), hatte König Karl IX. von Frankreich geheiratet und kehrte 1580, nachdem ihr Mann 4 Jahre nach der Eheschließung und ihre Tochter nach weiteren 6 Jahren starben, nach Wien zurück. Hier kaufte sie ein Haus von einem Bürger namens Andres Pögl und baute stattdessen das Clarissenkloster („Maria, Königin der Engel“), sie verschaffte sich dafür die Baumeister Pietro Ferrabosco (bis 1587), dann Jakob Vivian. Elisabeth bot Nonnen aus München (Kloster Anger) an, hier einzuziehen. Am 5.3.1882 legte sie den Grundstein für eine Kirche, deren Chor Richtung Dorotheergasse 18 lag.

Elisabeth selbst, die die erste Äbtissin des Klosters war, bewohnt bis zu ihrem frühen Tod ein Haus in der Bräunerstraße 13, Ecke Josefsplatz 5. Sie bewahrte in ihrem Haus einen besonderen Schatz auf: die Kopie eines römischen Gnadenbildes der Santa Maria Maggiore. Die Legende erzählte, dass dieses Bildnis seine Farbe wechselte, wenn der Habsburger Familie ein Unglück bevorstand. Nach ihrem Tod vermachte sie das Kunstwerk dem Kloster, nach dessen Aufhebung wurde es der Augustinerkirche übergeben. Elisabeth selbst wurde in der Kirche bestattet.

Das Kloster wurde am 22.1.1782 von Kaiser Joseph II. aufgehoben, die Gebeine von Elisabeth wurden in die Fürstengruft im Stephansdom transferiert. Die Kirche wurde von der Evangelischen Gemeinde übernommen, und hat heute den Eingang auf Seite der Dorotheergasse 18.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohnhaus Franz Grillparzer

Zwischen 1832 und 1835 hat in diesem Haus Franz Grillparzer gewohnt. Hier schrieb er unter anderem „Der Traum ein Leben“.

Lokale

Novelli

Zwischen 1998 und 2012 befand sich hier einer der Nobel-Italiener der Stadt, das Restaurant Novelli, es hatte als eines der besten italienischen Restaurants außerhalb Italiens sogar den Preis „Premio Arena di Verona“ erhalten. Trotz drei Hauben und einem Michelin-Stern ging es während der europäischen Wirtschaftskrise in Konkurs. Nun befindet sich hier das Restaurant Limes, für das das Nobelambiente innen zurückgebaut wurde.


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