Wiener Typen

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In Wien gibt es seltsame Gestalten, Strizzis, Bordsteinschwalben und Adabeis. Einige davon sind hier näher beschrieben.


Abenteurer

Abgeleitet von Kaufmannskarawanen des 11. und 12. Jahrhunderts entstand in Wien für den "Fernhändler", der Waren ex- und importierte, die Bezeichnung "Abenteurer". [1]

Adabei

Die Gestalt des Adabei - jemand, der "überall dabei ist" - wurde von Vinzenz Chiavacci (1847-1916) erfunden. Die Figur ist die Parodie eines neugierigen Wiener Kleinbürgers, der sich selbst für sehr wichtig hält und dem mit seiner Unzufriedenheit nichts auf der Welt recht ist. [2] Der Adabei fand als gezeichnete Witzfigur Eingang in eine Wiener Tageszeitung. Im 20. Jahrhundert war Roman Schliesser als "Adabei" mit seinen Gesellschaftsreportagen in der Kronenzeitung sehr bekannt.

Advokaten

Die "advocati" oder "Rechtsweiser" sind schon im 8. Jahrhundert vor Gerichten tätig gewesen. Im Wiener Stadtrechtsbuch waren die Rechte und Pflichten der Advokaten festgelegt, die diese bei den Schrannengerichten hatten. Allmählich wurde die Juristerei auf der Universität gelehrt, ab dem 16. Jahrhundert durften nur mehr Advokaten handeln, die auch eine universitäre Ausbildung beendet hatten. [3]

Quellen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 5
  2. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 10
  3. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 24