Simon Wiesenthal Museum - Zukunft der Erinnerung

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Innere Stadt • Wien
Simon Wiesenthal Museum
Das Simon Wiesenthal Museum Die Zukunft des Erinnerns ist ein kleiner, konzentrierter Ausstellungsstandort im Haus des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI). Die Präsentation erinnert an Simon Wiesenthals Leben, sein Vermächtnis und seine Arbeitsweise und verbindet Biografie, Quellen und Vermittlung als Ausgangspunkt für die Arbeit des Instituts.

Das Simon Wiesenthal Museum

Steckbrief: Simon Wiesenthal Museum – Die Zukunft des Erinnerns

Eingang/Standort Rabensteig 3
Ort, Zugang
Rabensteig 3, 1010 Wien (1., Innere Stadt)
Träger / Institution
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)[1]
Eintritt
frei
Öffnungszeiten
September bis Juni: Montag bis Freitag 10–18 Uhr; Feiertags geschlossen
Juli und August: Montag bis Freitag 10–16 Uhr; Feiertags geschlossen
Hinweis
Bitte einen gültigen Lichtbildausweis mitbringen
Gruppen
Gruppenanmeldung per E-Mail (laut Website)
Website
https://www.vwi.ac.at/index.php/institut/museum-simon-wiesenthal[2]

Rundgang (Vorschlag)

Der Rundgang lässt sich gut als dreiteilige Dramaturgie lesen. Im ersten Raum steht der biografische Ausgangspunkt, der Wiesenthals frühe Lebenswelt und den Bruch durch die nationalsozialistische Verfolgung sichtbar macht. Danach folgt eine konzentrierte Sektion zu Arbeitsweisen und Fällen, in der Recherche, Netzwerke, Konflikte und die Frage nach Verantwortung im Mittelpunkt stehen. Der Abschluss führt in die Gegenwart der Erinnerungskultur und verbindet das Museum mit Archiv, Forschung und Vermittlung im Haus des VWI.[3]

Highlights (Auswahl)

Die Ausstellung arbeitet mit einer klaren Objekt- und Mediensprache. Einzelne persönliche Gegenstände und Arbeitsmaterialien stehen als Stellvertreter für Wiesenthals methodisches Vorgehen, für Risiken und für die alltägliche Arbeit an Belegen. Ein interaktiver Zugang zu Täterbiografien und Nachkriegsjustiz setzt die biografische Ebene in ein strukturelles Bild der österreichischen Nachkriegsgesellschaft und ihrer Konfliktlinien.[4]

Kontext in der Inneren Stadt

In der Inneren Stadt lässt sich der Museumsbesuch sinnvoll mit weiteren Orten der NS-Aufarbeitung und Erinnerungskultur verbinden. Naheliegend sind etwa das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes sowie Standorte des Jüdischen Museums Wien, je nachdem ob man stärker den Fokus auf Dokumentation, Stadtgeschichte oder museale Vermittlung legen will.

Besuchsorientierung

Lage
Rabensteig, nahe Schwedenplatz/Graben; die Anreise zu Fuß durch die Innenstadt eignet sich gut, weil das Museum thematisch stark mit Stadtraum und Erinnerung arbeitet.
Zeitbedarf
30–60 Minuten (kompakt), länger bei vertiefter Lektüre der Materialien.
Tipp
Wer das Museum als „Einstiegsstation“ nutzt, kann im Anschluss bewusst einen zweiten Ort der Dokumentation oder der stadträumlichen Erinnerung aufsuchen, um den Perspektivwechsel zu verstärken.


Quellen