Mariahilfer Straße 74

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Franz Ehmann, * 1801 Wien, † 30. Jänner 1872 Wien 7, Mariahilfer Straße 74, Architekt, Stadtbaumeister, Gattin Amalia Ottilie Bisenius (Lebensgefährtin seines Onkels Karl, † 5. Februar 1840); letztes Mitglied einer bis ins 18. Jahrhundert zurückzuverfolgenden Baumeisterdynastie, Sohn des Johann Michael Ehmann des Jüngeren und Neffe des Karl Ehmann, nach dessen Tod (1829) er das Gewerbe weiterführte (Konzession als Baumeister am 17. Juni 1831).

Von Ehmann ist bekannt, dass er unter anderem die Häuser 9, Berggasse 13 (Liechtensteinstraße 18; Roßau 123; erbaut 1835 für den Kabinetscourier Karl Leiden), 4, Belvederegasse 35 (Wieden 974; 1836), 2, Ferdinandstraße 4 (Leopoldstadt 634; 1837/1838), 3, Marokkanergasse 5 (Traungasse 1, Salesianergasse 6, "Traunsches Haus"; Landstraße 658; erbaut 1837/1838 für Graf Abensberg-Traun, 1839 durch Einbeziehung von Nachbarhäusern zu klassizistischen Wohnhof [eine der größten Miethausanlagen des Biedermeier] erweitert; Sommerresidenz von Erzherzog Karl), 2, Ferdinandstraße 18 (Leopoldstadt 666; 1838), 3, Salesianergasse 8 (Zaunergasse 2; Landstraße 514; 1839) und 2, Praterstraße 28 (1845) baute.

Das Haus 3, Ungargasse 43 (ehemaliges Palais Sternberg, heute Italienisches Kulturinstitut) hat Ehmann erweitert und umgestaltet (erbaut vermutlich von Moreau um 1810, vergrößert 1821 durch Ehmanns Onkel Karl Ehmann); Ehmann scheint auch (mit Stadtbaumeister Anton Ebele) am Bau des Hauses 1, Wolfengasse 3 beteiligt gewesen zu sein (1849).