Landesgerichtsstraße 1
Haus: Landesgerichtsstraße 1 | Grund-Informationen | ||||||||
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Das Haus - Architektur und Geschichte
Das Haus wurde im Auftrag des „Shawl- und Schafwollwaren-Fabrikanten“ Joseph Burde 1839 von Anton Grünn errichtet. Im großen Dreieckgiebel des Hauses ist ein figürliches Relief zu sehen, es stellt die "Vier Lebensalter" dar.
Das Café Eiles
Das erste Kaffeehaus an dieser Stelle eröffnete am 15.11.1840 im neu eröffneten Haus, damals noch unter dem Namen Café Motèle. Zu den illusteren Gästen der damaligen Zeit, die vor allem durch einen wohlwollenden Bericht von Adolf Bäuerle in der "Wiener allgemeinen Theaterzeitung" angelockt wurden, zählten viele Schauspieler, Militärs und Künstler. So der Dichter Ferdinand Sauter, oder auch Friedrich Hebbel, der im Haus wohnte. In den 1850ern kamen - mit der Übernahme durch einen neuen Besitzer - auch andere Gesellschaftsschichten. Waren untertags angesehene Bürger zu Gast, erschien abends die Halbwelt. 1875 übernahm der Kaffeesieder Alois Haasmann das Café, er vererbte es an seinen Sohn, der es bis 1896 führte.
1901 übernahm das Lokal Friedrich Eiles, von dem es auch seinen Namen erhielt. Eiles ließ die Einrichtung im Jugendstil durch Adolf Tremmel erneuern.
Die heutige Einrichtung wurde 1930 von Alois Ortner entworfen, nur die einst vorhandenen Logen wurden im Zuge einer Renovierung 1994 entfernt. 1980 übernahm die Familie Dinjer das Kaffeehaus, Gertrude Dinjer führte es bis zu ihrem Tod 2012 selbst, der Sachwalter (Gert Kunze) des Lokals kaufte es schließlich im Juli 2015. [1]
Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten
Persönlichkeit | Friedrich Hebbel |
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Von Oktober 1846 bis Ende 1848 wohnte hier der Schriftsteller Friedrich Hebbel (* 18. März 1813 in Wesselburen, Dithmarschen; † 13. Dezember 1863 in Wien), daran erinnert auch eine Gedenktafel. 1846 heiratete Hebbel die Burgschauspielerin Christine Enghaus, hier wurden die Kinder von Hebbel, Sohn Emil (1846 - 1847) und Christine (1847 - 1922) geboren. |
Bild | Anlass/Persönlichkeit | Text der Tafel |
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Hebbel, Friedrich | In diesem Hause am
Josefstädter Glacis wohnte |
Persönlichkeit | Marie Ebner von Eschenbach |
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Im 3. Stock des Hauses wohnte auch die Schriftstellerin Marie Ebner von Eschenbach (* 13. September 1830 auf Schloss Zdislawitz bei Kremsier in Mähren als Marie Dubský von Třebomyslice; † 12. März 1916, Spiegelgasse 1). |
Persönlichkeit | Eduard Schaller |
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Der Kirchenmaler Eduard Schaller (* 1802 in Wien; † 2. Februar 1848 ebenda) wohnte ab 1836 hier und starb hier an „Entartung des Magens“. [2] |
Persönlichkeit | Eduard Veith |
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Eduard Veith (* 30. März 1858[1] in Neutitschein, Kronland Mähren; † 18. März 1925 in Wien) war ein Landschafts- und Genremaler, er wohnte und starb in diesem Haus. |
Persönlichkeit | Alexander von Krobatin |
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Es handelt sich schließlich auch um das Sterbehaus des ehemaligen Kriegsministers Alexander von Krobatin (* 12. September 1849 Olmütz, † 28. Dezember 1933, ebenhier). |
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