Kleines ABC der Wiener Liebe

Aus City ABC

Erotisches Wien

Kleines ABC der Wiener Liebe

Schnackseln – kommt vom „Schnackeln“ und bedeutet so viel wie heftig beben oder wackeln. In Wien waren aber deutlich mehr blumige Worte für den Geschlechtsverkehr im Umlauf, damit zeigt sich schon, welche Wertigkeit dem Sex gegeben wurde

Kleines ABC der Wiener Fachausdrücke für Liebe

  • (Auf)bokn: auf einer Stütze platzieren
  • Bankanieren: Sex auf einer Parkbank
  • Bedinan: Der Dame wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet
  • Behupfn: Behüpfen
  • Beschön: Beschälen, vom Zuchthengst – „Beschäler“
  • Bempan: Pempern von pumpern, Geräusche erzeugen
  • Bomasln: leitete sich vom Familiennamen Pomeisl ab, einem Synonym für einen Spießbürger (dementsprechend dürfte es sich um unspektakulären Sex handeln)
  • Budan: Pudern kommt von Buttern, Butter stampfen
  • Bumsn oder bimsn: Lärmbegleitet
  • Dangln: Dengeln = Treiben, Tangel = Dengelstock, eine Vorrichtung von Hammer und Amboss
  • Ditschkerln: Aus dem tschechischen Wort für Degenspitze abgeleitet
  • Doppen: Aus dem Schustergewerbe, eine Sohle aufdoppeln
  • Hämmern: rhythmisches Geräusch
  • Haperln: Wie ein Hund hüpfen, ein Hund springt nach einem Leckerbissen
  • In die Kistn hupfn: wird nicht nur für das Bett verwendet, sondern auch als Synonym fürs Sterben
  • Nahn: Nähen – gleichmäßige Stichbewegung
  • Nogln: Nageln
  • Petschieren: eigentlich: Mit einer Petschaft (Siegel, Stempel) versehen, oder auch: in eine missliche Lage gebracht werden.
  • Remmeln: von Rammler, dem männlichen Hasen
  • Rian: Rühren, die Vulva als Topf und der Penis als Kochlöffel ergeben das Bild des „Rührens“
  • Ruamnan: Mit der Rübe bearbeiten
  • Schdeman: Stemmen
  • Schuastan: vom Beschlagen der Schuhe, im Zusammenhang mit „zsamm“ – etwas geschwind aber unprofessionell erledigen
  • Vegln: Vögeln
  • Wamperln: die Bäuche reiben aneinander
  • Wezn: Wetzen, schleifen
  • Zidaschlogn: die Zitter schlagen