Hirschengasse 25
"Schülerwohnheim Hirschengasse"
Das Haus gehört heute dem österreichischen Unterrichtsministerium und wird als Unterkunft für Schüler aus den Bundesländern während ihrer Wien-Woche genutzt (Jugendherberge). Erbaut wurde es 1890, und ab 1927 für die Österreichische Fezfabrik "Ken" umgebaut.
Zwischen 1931 und 1933 wurde das Gebäude als Parteihauptquartier der Wiener NSDAP-Hitlerbewegung verwendet.
Adolf-Hitler-Haus
Der Verein "Braunes Haus", eine Gruppierung des Hitlerbewegung, wurde gegründet, um finanzielle Mittel für ein Hauptquartier zu sammeln. 1931 war schließlich ausreichend Geld vorhanden, damit das Haus in der Hirschengasse gekauft werden konnte. Das Hauptquartier der Partei war nach dem Vorbild des Braunen Hauses in München konzipiert, da jedoch der Name für dieses gebunden war, musste in Wien eine andere Benennung erfolgen. Adolf Hitler stelle daher seinen Namen zur Verfügung. Anfang des Jahres 1932 konnte das Haus nach kleinen Adaptierungen bereits bezogen werden.
Die Räume im Haus waren allen Gruppierungen der DSDAP eingeplant, die Partei selbst, die Gaupropagandaleitungen und die Parteimilizen der SA und SS wurden hier untergebracht, aber auch die Jugendorganisationen (Bund deutscher Mädel und Hitlerjugend) fanden hier Zimmer. Um die Gemeinschaft zu fördern, richtete man sogar ein Wirtshaus ein. Zusätzlich erhielt der spätere Wiener SS-Sturmbannführer Franz Mazanek eine "Dienstwohnung" hier, er war als Hausmeister und Heizer engagiert.
Bis 1933 spitze sich die Situation in Wien zu, die Anhänger der NSDAP-Hitlerbewegung wurden immer aggressiver: sie verursachten Schlägereien, übten Terroranschläge auf ihnen verhasste Gruppen aus und verübten schließlich mehrere Bombenattentate. Das führte dazu, dass die Bewegung in Österreich verboten wurde. Die Partei und das "Adolf-Hitler-Haus" wurden am 12.6.1933 behördlich aufgelöst.
6. Bezirk