Gablenzgasse 39-41
- Bezirk
- 15., Rudolfsheim-Fünfhaus
- Aliasadressen
- =Gablenzgasse 39-41
- =Camillo-Sitte-Gasse 19-21
- =Hagengasse 16
- =Stutterheimstraße 22
- Konskriptionsnummer Stadt
- vor 1862: 766
- vor 1847: 766
- vor 1821: 812
- vor 1795: 786
- Baujahr
- 952/1953
- Architekten (Bau)
- Fritz Zügner
- Emil Dietrich
- Florian Omasta
Die Wohnhausanlage - Architektur und Geschichte
Die städtische Wohnhausanlage an der Ecke Gablenzgasse / Camillo-Sitte-Gasse ist ein Beispiel für den kommunalen Wohnbau der frühen Nachkriegszeit in Wien. Sie bietet 190 Gemeindewohnungen und liegt am Rand des sogenannten Nibelungenviertels. Das Areal des ehemaligen Exerzier- und Paradeplatzes Schmelz war ab 1910 zur Besiedlung freigegeben worden, wurde jedoch erst 1952/53 mit den heutigen Wohnbauten endgültig verbaut. Ursprünglich war die Errichtung einer Kirche mit Pfarrhof und öffentlichem Platz geplant.
Die offizielle Eröffnung der Anlage erfolgte am 13. Mai 1954.
Städtebaulich bildet ein langer, gegenüber der Gablenzgasse leicht zurückversetzter Bauteil die straßenseitige Kante, während mehrere Querblöcke in Nord-Süd-Ausrichtung den Block nahezu schließen. Prägend sind die betonten Eckbereiche (unter anderem durch Arkadengänge bzw. die Überbauung des Gehsteigs), die später ergänzten Lifthäuser aus Profilglas sowie die Fassadengliederung durch unterschiedlich breite, „eingeschnittene“ Fenster. An den Schmalseiten einzelner Bauteile treten auf Konsolen ruhende Erkerfenster und vergleichsweise tiefe Balkone hervor.[1]
Fassadenschmuck (Steinschnitt "Ruhende Frauen" von Rudolf Friedl; Mosaik "Türkenbelagerung Wiens 1683" von Franz Fischer) und Steinplastik "Indischer Elefant mit Jungem" von Herbert Schwarz im Hof (1953).[2]
Kunst im öffentlichen Raum
In der Wohnhausanlage sind drei Arbeiten der Kunst-am-Bau-Ausstattung der frühen 1950er-Jahre zu finden. Sie entstanden in den Jahren 1952/53 und sind an Fassade und im Hof der Anlage situiert.[3]
- Natursteinrelief und Mosaik
Das Natursteinrelief Ruhende Frauen von Rudolf Friedl ist als Sopraporte über einem Eingang auf der Straßenseite angebracht.
Das großformatige Mosaikwandbild Türkenbelagerung Wiens (Türkisches Hauptquartier) von Franz Fischer (2,6 × 7,5 Meter) befindet sich am stadtäußeren Ende im Bereich der Gablenzgasse.
- Indischer Elefant
File:2020-05-19 Gemeindebau Gablenzgasse 41 plaque.jpg
| Indischer Elefant - Steckbrief | |
|---|---|
| Datierung / Aufstellung | 1953 |
| Künstler | Herbert Schwarz |
| Material | Badner Konglomerat |
| Darstellung | 3,3 Meter hoher indischer Elefant |
| Standort (genau) | Innenhof, nahe des Zugang [Gablenzgasse]] |
Gedenktafel
Im Tor zur Gablenzgasse 41 findet sich eine Tafel, die an die Errichtung der Wohnhausanlage erinnert.
Diese Wohnhausanlage wurde
in den Jahren 1952 - 1953 von der
Gemeinde Wien
unter dem Bürgermeister
Franz Jonas
errichtet.
Amtsführende Stadträte
Johann Resch
für Finanzwesen
Leopold Thaller
für Bauagelegenheiten
Franz Koci
für Wohnungswesen
Planverfassung
Ziv. Ing. Emil Dietrich -
Architekt Florian Omasta -
Architekt Fritz Zugner
Bauleitung:
Wiener Stadtbauamt
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Quellen
- ↑ https://www.wienerwohnen.at/hof/1087/Gablenzgasse-41.html
- ↑ Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 2., Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 448
- ↑ https://www.wienerwohnen.at/hof/1087/Gablenzgasse-41.html


