Augustinergang

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Verschwundenes Wien
Augustinergang
Entlang des heutigen Josefsplatzes verlief zwischen den Jahren 1550 und 1770 ein Verbindungsgang (auch "Älterer Augustinergang") zwischen Hofburg und dem Kloster der Augustiner. .

Friedrich I. der Schöne hatte die Augustiner 1327 vom Oberen Werd (9. Bezirk) in die Nähe der Burg geholt. 1550 veranlasste Ferdinand I., nun zwischen dem Kloster der Augustiner und der Burg einen Verbindungsgang herzustellen.

Dieser Gang verlief, beginnend bei der Burgkapelle, entlang des heutigen Josefsplatzes durch zwei Teile des Lustgartens und grenzte damit die Burg von der Stadt ab.

Der Verbindungsgang, der vor allem der Kommunikation diente, bestand aus Arkaden, die verglast waren, das Dach war mit Kupfer gedeckt, die Decken mit Fresken von Pietro Ferrabosco ausgestattet. Durch die ausreichende Versorgung mit Tageslicht wurde der Gang zur Überwinterung von Granatapfel- und Orangenbäumen genutzt.

Als 1563 die Stallburg errichtet wurde, verband man sie mit einem Schwibbogen mit dem Gang, auch der Tanzsaaltrakt, der 1629 errichtet wurde, und die Hofbibliothek (1726) wurden angeschlossen.

1568 brannte der Augustinergang ab, wurde aber wieder aufgebaut; die künstlerische Gestaltung übernahmen nun Baptist Salb und Hieronymus Pozzo.

Als der Augustinertrakt erbaut wurde, erübrigte sich der Bedarf nach dem Augustinergang, er wurde zwischen 1756 und 1770 in zwei Etappen abgetragen, erst das Obergeschoss, dann der Rest.



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Quellen