Am Leopoldsberg 2

Aus City ABC

Das Gebäude

Ein Bild.

Bezirk
19. Döbling
Aliasadressen
=Am Leopoldsberg 2
=Nasenweg
Konfession
römisch-katholisch
Baujahr
1717
Architekten (Bau)
Antonio Beduzzi
Inhaltslizenz: CC-BY-SA 4.0


Die Kirche - Architektur und Geschichte

Im Jahr 1371 wurde die Legende der Schleierlegung erstmals niedergeschreiben, damals soll der Babenberger Markgraf Leopold III. auf dem heutigen Leopoldsberg (der damals noch Kahlenberg hieß) den Grundstein für eine Burg und eine Kapelle gelegt haben. Nachgewiesen ist, dass im Jahr 1338 die Burgkapelle, die dem Heiligen Georg geweiht war, erstmal in Urkunden Erwähnung findet. Die Kapelle wurde 1529 - gemeinsam mit der Burg - von den Türken gesprengt, die Runien wurde 1557 abgetragen.

1679 ließ Leopold I. anlässlich der Pest den Grundstein für eine neue Kapelle, die dem heiligen Leopold geweiht wurde, legen. Der Bau wurde, abermals durch die Türken verschuldet, 1683 unterbrochen, die Türken raubten die Kirche aus und sezten sie in Brand. Trotzdem soll am 12. September 1683 in dieser Kirche von Marco d'Aviano die Messe gelesen worden sein, die für die Schlacht des Entsatzheeres unter der Führung von Jan III. Sobieski (er war bei dieser Messe sogar Ministrant) entscheidend war.

Die Weihe der Kapelle fand 1693 statt, damals wurde der Kahlenberg zum Leopoldsberg umbenannt (dafür wurde der ehemalige "Sauberg" in Kahlenberg umbenannt).

1717 entstand die Kirche in der heutigen Form, die Kapelle wurde nach Plänen von Antonio Beduzzi zur Kirche umgebaut, sie erhielt eine Vorhalle mit Empore und zwei Türme.

Joseph II. veranlasste 1784 die Schließung (und Entweihung) der Kirche, und verkaufte den Berg mitsamt Burg und Kirche an das Stift Klosterneuburg. Dieses ließ die Kirche 1798 (durch Floridus Leeb) wieder weihen und in Gebrauch nehmen.

Nach zwei großen Renovierungen (1824 und 1856) wurde die Kirche im zweiten Weltkrieg (7.2.1945) bombadiert und erlitt dabei schwere Schäden, die nach dem Krieg behoben werden konnten. Die letzte Renovierung wurde 2017 vorgenommen, seit Juni 2018 kann sie wieder betreten werden. [1], [2], [3]

Maria Türkenhilfe

Als die Kapelle 1693 geweiht wurde, fand sich in ihr ein Marienbild, das als „Maria Türkenhilfe“ bei der Bevölkerung bekannt war. Es handelte sich um die Kopie eines ursprünglich von Lucas Cranach dem Älteren gemalten Gnadenbildes „Maria auxilium Christianorum“ (das Original befindet sich in der Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau). Dieses Votivbild kam Ende des 18. Jahrhunderts in die Kapelle des Allgemeinen Krankenhauses, erst 1988 wurde es wieder hier her gebracht. [4]

Gedenktafeln

An der Fassade der Kirche finden sich einige Gedenktafeln.

Kaiserin Elisabeth besuchte die Kirche im Mai 1896, daran erinnert eine Tafel.
Eine weitere Tafel erinnert an, bei der zweiten Türkenbelagerung, gefallene Kosaken.
An Marco d'Aviano erinnert ebenfalls eine Tafel.

Das Innere der Kirche

Innenansicht der Kirche

Im Hochaltar ist ein Gemälde von Leopold zu sehen, es ist ein Werk von Christian Sambach (um 1790). An der rechten Seite sieht man Bischof Hartmann von Brixen, links den heiligen Augustinus.

Es gibt zwei Seitenaltäre:

  • Der rechte Seitenaltar zeigt in der Mitte Irene mit dem hl. Sebastian. Die seitlichen Statuen rechts mit dem hl. Rochus und links den hl. Karl Borromäus.
  • Der linke Seitenaltar zeigt in der Mitte die hl. Mutter Anna mit den seitlichen Statuen den hl. Joachim und den hl. Josef. [5]

In der nördlichen Seitenkapelle steht eine holzgeschnitzte Kopie der Krumauer Madonna, sie ist ein Werk von Paul Peschke.

Ansichten


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Quellen

  1. https://www.leopoldsberg-kirche.at/
  2. https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Leopoldskirche_(19)
  3. Christian Brandstätter: Stadtchronik Wien. Verlag Christian Brandstätter, Wien, München, 1986, S. 137
  4. https://www.oeaw.ac.at/tuerkengedaechtnis/denkmaeler/ort/leopoldsberg-maria-tuerkenhilfe
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_am_Leopoldsberg
  6. P. Leclerc (Verlag), 19., Leopoldsberg - Leopoldskirche und Restauration, Ansichtskarte, 1905, Wien Museum Inv.-Nr. 234901, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/1041304/)
  7. Rudolf von Alt (Künstler), Blick auf Wien vom Leopoldsberg, 1833, Wien Museum Inv.-Nr. 23906, CC BY 4.0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/77722/)