Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien
| Kunstschule | |
|---|---|
| Gründung | 1874 |
| Auflösung | 1907 |
| Sitz | Wien, Schellinggasse 11 |
| Leitung | Franz Pönninger (1874–1906), Caroline Pönninger (1906–1907) |
| Profil | private Zeichenschule für Mädchen ab 14 Jahren und für Frauen |
Die Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien war eine private Kunstschule, die 1874 von Franz Pönninger gegründet wurde. In einer Zeit, in der öffentliche Kunstschulen Frauen noch weitgehend verschlossen waren, bot sie Mädchen ab 14 Jahren und erwachsenen Frauen eine Möglichkeit zur künstlerischen Ausbildung. Die Schule bestand bis 1907 und gehörte zu den frühen Wiener Ausbildungsstätten, an denen Frauen überhaupt systematisch Zeichenunterricht erhalten konnten.[1]
Geschichte
Die Schule wurde 1874 von dem Bildhauer und Medailleur Franz Pönninger gegründet. Ihr Sitz war laut der Datenbank Frauen in Bewegung in Wien, Schellingstraße 11. In biografischen Angaben zu Franz und Caroline Pönninger erscheint dieselbe Adresse auch als Schellinggasse 11, was auf eine abweichende oder modernisierte Schreibweise hinweist.[2][3]
Die Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen entstand zu einem Zeitpunkt, als Frauen in Wien an öffentlichen Kunstschulen noch kaum Zugang hatten. Gerade deshalb war sie für viele spätere Künstlerinnen ein wichtiger erster Ausbildungsort. Nach dem Tod Franz Pönningers im Jahr 1906 führte seine Frau Caroline Pönninger die Schule noch ein Jahr weiter, ehe sie 1907 geschlossen wurde.[4]
Bedeutung
Die Schule war keine Akademie im späteren Sinn, hatte aber große Bedeutung als frühe Einstiegsmöglichkeit für Frauen in die professionelle Kunstausbildung. Sie schloss damit eine Lücke im Wiener Bildungswesen, denn staatliche beziehungsweise öffentliche Ausbildungswege standen Frauen im Kunstbereich noch lange nicht in gleichem Maß offen. Die Zeichenschule wurde dadurch zu einer wichtigen Vorschule und zu einem Sprungbrett für mehrere spätere Künstlerinnen.[5]
Bekannte Schülerinnen
Zu den später bekannten Künstlerinnen, die diese Schule besuchten, zählt etwa Isa Jechl. Auch Eugenie Breithut-Munk wird ausdrücklich als Schülerin der von Franz Pönninger geleiteten Allgemeinen Zeichenschule für Frauen und Mädchen genannt. Damit zeigt sich, dass die Schule nicht nur eine Übergangslösung war, sondern tatsächlich zur Ausbildung später erfolgreicher Künstlerinnen beitrug.[6][7]
Vorkommen in CityABC
Für CityABC ist die Schule vor allem als frühe Wiener Ausbildungsstätte für Frauen im Kunstbereich interessant. Ihr Sitz lag im 1. Bezirk im Bereich der heutigen Schellinggasse. Damit gehört sie in den weiteren Zusammenhang der Wiener Frauenbildungs- und Kunstgeschichte des späten 19. Jahrhunderts.[8][9]
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Quellen
- ↑ Frauen in Bewegung 1848–1938: Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien
- ↑ Frauen in Bewegung 1848–1938: Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien
- ↑ biografiA: Pönninger Karoline
- ↑ Frauen in Bewegung 1848–1938: Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien
- ↑ Frauen in Bewegung 1848–1938: Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien
- ↑ Wien Geschichte Wiki: Isa Jechl
- ↑ Wien Geschichte Wiki: Eugenie Breithut-Munk
- ↑ Frauen in Bewegung 1848–1938: Allgemeine Zeichenschule für Frauen und Mädchen in Wien
- ↑ Wien Geschichte Wiki: Schellinggasse