Wollzeile 3

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Grund-Information
Lugeck 6.jpg

Wollzeile 3

Aliasadressen =Wollzeile 3, =Lugeck 6
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 771, 767 | vor1821: 817, 813 | vor 1795: 815, 785
Baujahr 1847
Architekt Leopold Mayr


Der kleine Federlhof - Architektur und Geschichte

Hier stand das allererste Wiener Rathaus – in dem der erste Bürgermeister Wiens, Konrad Poll, ab 1821 residierte.

Auf dem Areal des Kleinen Federlhofes wurde 1847 ein Neubau errichtet, den 1909 die Mercur-Bank erwarb. Heute befindet sich in dem Haus die Landesfinanzdirektion für Wien, Niederösterreich und das Burgenland.

Ab 1505 gehörte das Haus Lasla von Edlesberg, der auch den Großen Federlhof (Lugeck 7) besaß. Im 16. Jahrhundert besaß das Haus der Familie Tirna, 1623 war Anton von Pestaluz zu Petzeldsorf der Inhaber.

Haus 771, vom Laderhof, auch Ledererhof, bis zum Palais Kinsky

Das Palais Kinsky, Salomon Kleiner, 1720

Schon in den Grundbüchern von 1333 wird der Laderhof genannt, damals war Stephan Chriegler der Besitzer. Der Name hielt sich bis Mitte des 17. Jahrhunderts.

Nach zahlreichen Besitzerwechseln (Anfang des 14. Jahrhunderts: Familie Tirna, 1398: Niclas Würffel, 1674: Seyfried Christoph Graf Breuner) kam der Hof in Besitz von Dorothea Gräfin Rabutin, geborene Herzogin von Schleswig-Holstein. Die Gräfin war für die Wienerinnen tonangebend, was die Mode betraf, ihre Soireen waren die Glanzlichter der Wiener Gesellschaft. [1]

Noch zu ihren Lebzeiten verkaufte sie den Hof an Franz Ferdinand Graf von Kinsky, behielt sich jedoch bis zu ihrem Tod am 18.7.1725 eine Wohnung.

1793 gelangte das Anwesen in Besitz der Familie Fürsten Schwarzenberg, von der es Georg Simon Freiherr von Sina 1846 erwarb. Er ließ das alte Gebäude 1847 abreißen und durch ein neues ersetzen.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohn- und Sterbehaus Johann Christoph von Bartenstein

Johann Christoph Bartenstein (* 23. Oktober 1689 Straßburg, Elsaß, † 5. August 1767 ebenhier) war Geheimer Staatssekretär und Staatsmann. Er galt als Förderer von Kriegen, entwickelte Strategien für Karl VI., Prinz Eugen und kurze Zeit auch für Maria Theresia (1753 löste ihn Kaunitz ab). Nach seiner Ablöse wurde er mit der Erziehung von Joseph, dem Sohn Maria-Theresias, betraut.

An Bartenstein erinnert nicht nur eine Straße (Bartensteingasse), sondern auch ein Relief auf dem Maria-Theresien-Denkmal.



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Quellen

  1. Auguste Groner: So war mein Wien - Kapitel 12