Wildpretmarkt 3

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Haus: Wildpretmarkt 3 Grund-Informationen
Aliasadressen =Wildpretmarkt 3, =Tuchlauben 14
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 556, 557 | vor 1821: 596, 597 | vor 1795: 1343, 571
Baujahr 1898
Architekt Ferdinand Dehm, Franz Olbricht


Das Haus, Moserhof - Architektur und Geschichte

Der Moserhof wurde 1898/1899 erbaut. Namensgeberin war die Freifrau Ursula von Moser, die das Areal früher (1725-1755) besessen hatte. An sie erinnert die Gedenktafel im Hauseingang:

An Stelle der im Jahr 1615 hier erbauten
von Frau Ursula Freiin von Moser zu einem
Familienfideikommis gewidmeten Häuser
ist dieser Moserhof von den Kommissionsverwaltern
Dr. Julius Ritter von Fritsch und dem Fideikommiskurator
Dr. Alfons Troll, Hof- und Gerichtsadvokaten,
durch den k. und k. Hofbaumeister
Ferdinand Dehm und F. Olbricht
1898 bis 1899 errichtet worden.

Im zweiten Weltkrieg wurde durch einen Bombentreffer das oberste Stockwerk zerstört.

Vorgängerhäuser

Haus 556, Zum roten Löwen

An dieser Stelle wurde 1412 erstmals ein Haus erwähnt. Es hatte den Hausnamen "Zum roten Löwen", der auf eine Löwestatue zurückgeführt werden kann, die heute im Haus Tuchlauben 12 steht. Ab 1657 tauchen für dieses und das Nebenhaus 557 jeweils gemeinsame Besitzer auf.

Haus 557, Zum schwarzen Adler

1385 scheint bereits dieses Haus in Urkunden auf, den Namen "Zum schwarzen Adler" hat es um 1676 erhalten. Im 19. Jahrhundert scheint der Name "blauer Igel" auf.

1898 wurden beide Häuser abgerissen.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohnhaus Franz Schubert - bei Franz Schober

Hier, im zweiten Stock, wohnte 1827/1828 Franz Schubert bei seinem Freund Franz von Schober in Untermiete. In dieser Wohnung komponierte Schubert die "Winterreise", den "Schwanengesang" und die Messe in E-Dur.

Ausgrabungen

Adresse Ausgrabungscode zeitliche Lagerung Beschreibung der Fundstücke
Wildpretmarkt 3 189815 römisch Beim Ausheben der Grundmauern fanden sich eine große Anzahl von römischen Ziegelbruchstücken, zumeist ohne Stempel, Keramik sowie ein Kupferdenar des Claudius II. In 3,9 Meter Tiefe fanden sich Reste von römischem Bruchsteinmauerwerk

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Quellen