Biberstraße 2

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Grund-Information
Café Prückel 01.jpg

Biberstraße 2

Aliasadressen =Biberstraße 2, =Dr.-Karl-Lueger-Platz 6, =Stubenring 24
Ehem. Konskriptionsnummer keine - Stadtummauerung beim Stubentor
Baujahr 1906
Architekt Theodor Karl Bach


Das Haus - Architektur und Geschichte

Das mächtige späthistorische Gebäude wurde 1906 von Theodor Karl Bach im Auftrag des Rechtsanwaltes Adolf Galla erbaut. Die Fassade ist im Neobarock gestaltet, im Erdgeschoß befindet sich das bekannte Café Prückel.

Lokale

Das Café Prückel

Das Café Prückel

Gegründet wurde das Café vom Radrennfahrer Lurion, es hieß daher zu Beginn auch Café Lurion. Schon zwei Jahre nach der Gründung übernahm Herr Prückel das Lokal, nach dem es bis heute benannt ist. Seit 1919 gehört es der Familie Palouda, in deren Hand es immer noch ist, heute ist Christl Seidlar-Palouda die Chefin.

Das Café Prückel erlebte die Blütezeit der Ringstraßen Cafés mit und ist auch heute noch gut besucht. Das Café in seiner Ursprungsform war auf drei Seiten des Hauses angelegt, die Räume waren als Labyrinth im Stile Makarts angelegt. Damals waren die großen Attraktionen im Lokal eine sprechende Uhr und ein Brunnen mit der Brunnenfigur „Wahrheit“, alles gestaltet im Jugendstil.

In den 1950er Jahren wurde das Lokal durch Oswald Haerdtl neu gestaltet. Bei der Renovierung 1990 und 1994 achtete Architekt Johannes Spalt darauf, dieses Ambiente zu erhalten – im vorderen Bereich ist diese Ausstattung noch erhalten. Für den hinteren Bereich wurde wieder die Jugendstil-Ausstattung hergestellt. Originalerhalten aus der Gründungszeit ist auch noch die Sonnenjalousie, die sich über den Schanigarten spannt.

Das Publikum ist eine bunte Mischung aus Studenten, Künstlern und Genießern. Man serviert hier typisch wienerische Speisen, kleine Imbisse und hausgemachte Mehlspeisen. Untermalt wird der Aufenthalt durch Klaviermusik oder eine Lesung (immer montags, mittwochs und freitags), die durch prominente Dichter oder Schauspieler erfolgt. Auch Pressekonferenzen werden hier häufig abgehalten. Die Spezialität, die hier bestellt werden sollte, ist die „Prückel Creme“, ein kleiner Mokka mit Schlagobers.

KiP - Kunst im Prückel

link=https://www.youtube.com/watch?v=_ik6Wp-hwuQ/embed/Die Pradler Ritterspiele
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Im Keller des Lokals ist eine Bühne zu finden, hier wurden ab 1962 die "Original Pradler Ritterspiele" gezeigt. Die Bühne wurde 1946 von Carl Merz gegründet, er hatte das "Theater der Courage" von Stella Kadmon übernommen. Heute finden hier literarische Abende und Filmvorführungen statt.

Cafe Milano

Milano

Das zweite ´Kaffeehaus im Gebäude ist das "Milano". Es fällt durch seine Keramikfassade auf, die 1927 von Architekt Cesar Poppovits und Robert Obsieger gestaltet wurde.

Wohnhaus bekannter Persönlichkeiten

Wohnhaus des Malers Anton Faistauer

In dem Haus wohnte der Maler Anton Faistauer.

Faistauer (14.12.1887-13.2.1930) sollte eigentlich Priester werden, entschied jedoch während der Gymnasialzeit, dass er Maler werden wollte. Vorerst nahm er privaten Unterricht bei Robert Scheffers Malschule, danach wurde er an der Wiener Akademie aufgenommen und Schüler von Griepenkerl. Sein Hauptwerk entstand 1926: der Freskenzyklus im Salzburger Kleinen Festspielhaus. Das Werk wurde während der NS-Zeit als „entartete Kunst“ betrachtet und abgenommen, nach dem Krieg wurde es jedoch wieder angebracht.

Nach ihm ist die Faistauergasse im 13. Bezirk benannt.



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