Riemergasse 4

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Grund-Information
Riemergasse 4.jpg

Riemergasse 4

Aliasadressen =Riemergasse 4, =Schulerstraße 24
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 822 | vor 1821: 872 | vor 1795: 883
Baujahr 1886
Architekt Ludwig Tischler


Das Haus, Hotel "Zur goldenen Ente" - Architektur und Geschichte

Das Haus wurde 1886 erbaut, geplant wurde es von Ludwig Tischler.

Vorgängerhaus

Die Besitzer des Hauses sind ab 1314 bekannt.

Der Gasthof "Zur goldenen Ente" - Treffpunkt von Vereinen

Das Einkehrerhaus war schon im 15. Jahrhundert stark frequentiert. Besonders bekannt war das Wirtshaus wegen seiner guten Weine, die aus dem Nonnenkloster gegenüber (St. Jakob an der Hülben) bezogen wurden.

Im Gasthof "Zur goldenen Ente" tagte zwischen 3. Oktober und 20. Oktober 1848 der Sitz des "Zentralkomitees der demokratischen Vereine". Es handelte sich dabei um den Dachverband unterschiedlicher politischer Vereine, die für Mitbestimmungsrechte der Bevölkerung eintraten. Dieses Zentralkomitee trug entscheidend zum Ausbruch der Oktoberrevolution bei.

Zwischen 1871 und 1886 war der Gasthof auch Treffpunkt der Künstlervereinigung "Grüne Insel". Grün stand für die Hoffnung, nämlich die Hoffnung auf eine freie Gestaltungsmöglichkeit des politischen Lebens. Die Künstler die sich hier versammelten, darunter Grillparzer, Laube und Suppé, sahen den Zweck ihrer Gemeinschaft in der Förderung der Kunst und Wissenschaften, der Bildung von Netzwerken, aber der Unterstützung von verarmten Künstlern. Der Verein löste sich 1948 auf, er bestand damals aus nur mehr wenigen betagten Mitgliedern.

1886 wurde das Haus zum Hotel umgebaut. Später befanden sich hier die Räume der Versicherungsanstalt Phönix, deren Hauptsitz im Haus Wollzeile 26 war. [1]



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Quellen

  1. Eugen Messner: Die Innere Stadt Wien. Österr. Bundesverlag, 1928, Leipzig. S. 63