Bräunerstraße 5

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Grund-Information
Bräunerstraße 14.JPG

Bräunerstraße 5

Aliasadressen =Bräunerstraße 5
Ehem. Konskriptionsnummer vor 1862: 1125 | vor 1821: 1191 | vor 1795: 1154
Baujahr 1563/1644; Umbau: 1862
Architekt Unbekannt; Umbau: Ferdinand Fellner


Ehem. Bundesministerium für Inneres - Architektur und Geschichte

Das Haus wurde 1563 als Adelshaus der Spätrenaissance errichtet, es war der Palast des Regimentsrates Oswald Philipp von Eyczing und hatte einen Garten, der bis zur Dorotheergasse reichte. Bis 1576 wurden hier protestantische Gottesdienste abgehalten, Maximilian II. billigte sie.

1644, in der Zeit war es durch Erbe an Christoph Freiherr von Bräuner gelangt (und nachdem die Straße benannt ist), wurde es auf seine heutige Größe erweitert, 1861 (durch Ferdinand Fellner den Älteren) aufgestockt und zum Kontor und Handelsgebäude umgebaut. Teile des ursprünglichen Hauses (1563) sind aber noch im Keller und im Erdgeschoss sichtbar. Im Innenhof steht in einer Rundbogennische die Skulptur einer Frau mit Delfin.

Ab dem 20. Jahrhundert

Zwischen 1994 und 2005 wurde es als Amtsgebäude des Innenministeriums genutzt.

Heute befindet sich hier in sechs Etagen das Konservatorium Wien, eine Privatuniversität, man kann hier Modern dance, Ballett und Schauspiel erlernen.

Unterirdisches

Unterhalb des Gebäudes, im Keller, befinden sich noch zweigeschossige Pfeilerhallen aus der Renaissancezeit, die während der Renovierungsarbeiten 2007 entdeckt wurden. Das Konservatorium hat die erste Etage für die Abteilung Jazz hergerichtet – hier wird also in alten Gewölben laut Musik geübt ohne jemanden zu stören, hin und wieder finden hier auch Jazzkonzerte statt. Die untere Etage mit den riesigen Säulenhallen ist original erhalten geblieben. Von hier aus führen niedrige Kellergänge in die benachbarten Häuser.[1]

Vorgängerhäuser

Zwischen 1600 und 1684 war hier das Dietrichstein`sche Freihaus

Von 1783 besaß die k.u.k privilegierte Tabak-Pachtungs-Kompanie das Gebäude, im Jahr 1862 wurde das Haus dann neu erbaut.


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Quellen

  1. Robert Bouchal, Gabriele Lukacs: Geheimnisvolle Unterwelt von Wien, Pichler Verlag, 2011, S.23 f