Am Heumarkt 1

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Haus: Am Heumarkt 1 Grund-Informationen
Am Heumarkt 1 Hauptmuenzamt DSC 7408w.jpg
Aliasadressen =Am Heumarkt 1, =Rechte Bahngasse 2
Ehem. Konskriptionsnummer Vorstadt Landstraße, 1770: 43 | 1795: 378 | 1820: 424, 425 | 1847: 494, 495, Am Glacis
Baujahr 1835-1838
Architekt Paul Sprenger


Das Hauptmünzamt, heute: Münze Österreich AG - Architektur und Geschichte

Der Bau des Gebäudes wurde auf Beschluss von Kaiser Franz I. an dessen Todestag begonnen. An der Attika, über dem Mittelrisalit sind Figuren von Joseph Klieber angebracht, sie symbolisieren die Münzmetalle Zink (Hermes), Gold (Apollo), Silber (Artemis) und Kupfer (Aphrodite). Ganz oben ist eine weitere Gruppe von Klieber zu sehen, sie stellt ein Schild mit Reichsadler, das von zwei Löwen gehalten wird, dar. An den Seiten stehen die "Gerechtigkeit" und die "Vorsehung".

Im Kassasaal ist eine handvergoldete Holzstatute der Justitia zu finden.

Im Haus, das nun der Österreichischen Nationalbank gehört, sind heute die "Österreichische Numismatische Gesellschaft" und eine Sammlung von Münzen und Prägestempeln untergebracht. 1835 befand sich hier auch noch das k.k. montanistische Museum, Vorläuferorganisation der k.k. geologischen Reichsanstalt (heute: Geologische Bundesanstalt).

Noch heute produziert die Münze Austria AG Kleingeld, nämlich Euro- und Centmünzen, einst war hier auch die Produktionsstätte der Schillinge und Groschen, auch Nachprägungen von Kronen, Gulden und Dukaten sind möglich. [1]

Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Vorgängerhaus

Schon im 17. Jahrhundert stand hier ein Münzscheidehaus, bzw. dessen "k.k. Münzscheid Garten", später als "k.k. Münzscheidungs- und Drahtzugsgebäude" bezeichnet.

Das ehemals daneben liegende Haus (heute ist das Grundstück zu einem Gebäude verbaut) scheint im fraziszeischen Kataster (1829) bzw. bei Behsel (1820) als "Steinkohlen Platz" des k.k. Kanalfonds auf.

Ausgrabungen

Adresse Ausgrabungscode zeitliche Lagerung Beschreibung der Fundstücke
Am Heumarkt 1 199623 Neuzeit Bei Bauarbeiten im Hof des Hauses der Münze Österreich wurden im Jahr 1996 unter archäologischer Aufsicht keine Bauten aufgedeckt, sondern nur regelmäßige Planierschichten mit neuzeitlicher Keramik dokumentiert. Es wurde auch eine Kalkgrube angeschnitten, die mit Kacheln mehrerer Öfen verfüllt war.



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Quellen